Mittwoch, 18. Januar 2017

Warum auch 48 Stunden ein Urlaub sein können

Das letzte Wochenende verbrachte ich bei meinen Eltern. Nachdem die Bahn von 3 Schneeflocken völlig überrascht wurde und ich mich nur durch den Verzehr ofenwarmer Franzbrötchen auf den Hamburger Bahnhof davon abhalten ließ spontan Unflätigkeiten von mir zu geben, kam ich tatsächlich an der Ostsee an und verbrachte herrliche knapp 48 Stunden dort.
Das Wochenende war angefüllt von gutem Essen, Geld ausgeben (ich sage euch: Nicht die Großstadt ist gefährlich für das Portemonnaie- es ist die Kleinstadt mit Läden wie diesen hier) und wunderbaren Gesprächen. Am Samstag kamen Freunde meiner Eltern zum Essen und den Sonntagnachmittag spannende neue Pläne mit meinem Vater. Und weil bei meinen Eltern immer alles so wunderschön aussieht, habe ich euch heute ein paar romantische Bilder mitgebracht.
Ich verließ die elteriche Residenz übrigens mit einem etwas schwereren Koffer. Schuld daran waren die Bücher, die ich zusätzlich mit zurück schleppte- meine Lese Challene zahlt sich aus, mein Bücherverbrauch liegt bei einem Buch in einer Woche...
Und für jeden von euch, der sich gerne die Bilder von meiner Heimat anschaut, habe ich eine kleine Überraschung für euch: Die Projektplanung mit meinem Vater hat ergeben, dass ich wahrscheinlich circa einmal im Monat an die Ostsee fahre. Ich freue mich sehr darauf und bin unglaublich gespannt was dieses Projekt mit sich bringt. 
Für euch bleibt es diesbezüglich eher mysteriös, aber zunächst habt ihr den Vorteil einige Bilder genießen zu dürfen - das ist ja auch schon einmal etwas ;)



Ich hoffe ihre habt einen wundervollen Start in den Mittwoch
Liebste Grüße
Lotte

Dienstag, 17. Januar 2017

Fehlende Montagsmotivation - ein Credo für Besonnenheit


Am Sonntagabend saß ich lange vor dem Bildschirm und schrieb vier unterschiedliche Fassungen der Montagsmotivation.  
Die erste sollte eine Studie zum Thema "Intuitives Essen" vorstellen, doch ich fand die Formulierungen nicht passend, mochte meine Beschreibungen nicht und  mich in Einzelheiten, die den Post langweilig und schwer verständlich machten.
Die zweite Version des Posts sollte ebenfalls das Thema Essen behandeln. Ich ließ die wissenschaftliche Pfennigfuchserei aus und war unzufrieden damit, das es zu oberflächlich wurde. 
Also beschloss ich das Thema außen vor zu lassen und wollte ein Zitat von Augustinus posten. Das kam mir dann einfach zu flach vor und ich machte einen vierten Post zu einem Brief, den F Scott Fitzgerald seiner Tochter schrieb. Nachdem ich diesen Post fertig und abgespeichert hatte, machte ich den Fehler ihn noch einmal zu lesen, löschte alles und ging ins Bett.
Und so kam es, dass ihr gestern ganz ohne Montagsmotivation in die Woche starten musstet- geschuldet meinem etwas aus den Fugen geraten Perfektionismus.

Aber, und das ist doch eine gute Nachricht, entsprechend habe ich die Motivation einfach auf den Dienstag gelegt, meine Gedanken schweifen lassen und bin genau zu diesem Thema gekommen. Ein Thema, das mir am Montag quasi gratis dazu gereicht wurde: Perfektionismus.
Ich bin Perfektionistin, allenthalben wird das als positive Eigenschaften angesehen, die Forschung würde nicht voran kommen, wenn nicht Heerscharen perfektionistischer Wissenschaftler an immer besseren Methoden, Thesen und Theorien arbeiten würden. Perfektionismus ist en vogue, wir alle prahlen gerne damit, es ist eine beliebte "Schwäche", die man im Vorstellungsgespräch erwähnt (Ich habe mal bei einem Vorstellungsgespräch nach meinen Schwächen gefragt und antwortete schlagfertig: Das ist doch jetzt die Stelle an der Sie hören wollen, dass ich zu perfektionistisch bin - Die Antwort war: Wenn Sie das sagen können Sie gleich gehen.- Wir lachten sehr und ich bekam den Job 10 Minuten später angeboten). 
Was wir aber bei dem ganzen stilvollen "Ich bin perfektionistisch" vergessen ist leider das wesentliche. Wir optimieren unsere Ernährung, unser Sportprogramm, unseren Zeitplan, die sozialen Beziehungen, Partnerschaften und das Outfit, aber wir kommen nicht eine Sekunde lang auf die Idee einfach zu leben.
Leben ist nicht perfekt, denn wir sind es nicht. Wir sind es nicht und wir können es niemals sein. Und einem Ideal hinterher zu hechten, unglücklich nach dem einen perfekten Moment zu greifen, dem perfekt flachen Bauch oder der perfekt funktionierenden Beziehung zerstört genau das, was unser Leben ausmacht: Das Leben an sich.
Genussvoll ein Eis am Strand essen klappt nicht wenn man die perfekte  mit weiße Hose nicht Schokoladenflecken besudeln darf. Ein genussvoller Moment ist zerstört, wenn er auf ein perfektes Foto gebannt werden soll (ich rede nicht von einem Schnappschuss, der aus dem Moment heraus entsteht) und eine Beziehung bröckelt in dem Moment in dem wir versuchen sie perfekt zu gestalten.
Deswegen ist meine Motivation für die Woche, auch wenn sie am Dienstag kommt, die Folgende:
Versucht nicht alles perfekt zu machen, genießt die Unvollkommenheiten des Lebens, atmet frei und unbeschwert. Perfektionismus ist der sicherste Weg sich selbst unglücklich zu machen. 
Ich wünsche euch einen wundervollen Dienstag
Liebste Grüße
Lotte

Mittwoch, 11. Januar 2017

Things need to change - eine kleine Challenge für 2017

Einer meiner unausgesprochenen Vorsätze für das Jahr 2017 war es weniger auf mein Handy zu starren und meine Zeit damit zu vergeuden das dreitausendsiebenhundertachtzigste Bild von Schokoladenkuchen auf Pinterest zu speichern.
Dieser Vorsatz ist allerdings gar nicht so leicht einzuhalten. Täglich fahre ich circa eine halbe Stunde mit dem Bus zur Arbeit und abends dann auch wieder zurück. Hinzu kommen Ausflüge in Richtung Hannoveranische Innenstadt, Fahrten zu meinen Eltern oder generelle Zeit, die ich in Bussen und Bahnen auf dem Weg durch die Weltgeschichte, damit verbringe mich über Käsesorten der Normandie seit 1843 in einem Internetforum zu informieren.
Kurz gesagt: Wartezeit wird von mir häufig damit ausgefüllt auf mein Telefon zu starren. Und als ich vor einigen Tagen in der Bahn saß, fiel mir auf, dass kaum jemand es anders macht.
Wir sitzen alle am Smartphone, kommen vom Hundertsten ins Tausendste und lassen uns permanent ablenken. Tatsächlich fiel mir bei meiner Beobachtung genau ein Mensch auf, der es anders machte. Es war ein Mann, ungefähr in meinem Alter, der statt auf sein Handy sehr konzentriert in ein Buch starrte. Und ganz ehrlich? Nie war mir jemand auf Anhieb so sympathisch und kam mir so interessant vor wie er. Sich in einem Moment, der eigentlich mit Warten verbracht wird, die Zeit mit einem Buch zu vertreiben ist etwas aus der Mode gekommen, jedoch eine fantastische Alternative zur Bildschirmzeit-
Und so habe ich beschlossen meine Zeit in Bus und Bahn nicht mehr mit meinem Handy, sondern stattdessen mit guter Lektüre zu verbringen.
Und , damit ich es auch wirklich mache, habe ich mir eine kleine Challenge ausgedacht. Dieses Jahr möchte ich jeden Monat mindestens zwei Bücher lesen und dann, am Ende des Monats über diese Bücher auf dem Blog berichten. Jeweils der letzte Freitag im Monat ist einem Buchbericht vorbehalten, in dem ich euch zwei Bücher aus allen Kategorien vorstelle. Mal werden es Sachbücher sein, mal Romane, mal kurz, mal lang, aber immer zwei Bücher. So möchte ich mich in Selbstdisziplin üben, wenn ich einmal wieder stundenlang am Telefon hänge und Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach totschlage.

Papier ist geduldig, Bücher entführen in andere Welten, regen die Fantasie an und ganz nebenher tue ich auch noch ein bisschen was für meine Bildung.
Vor kurzem las ich diesen Artikel zum Thema Ruhe. Dass die meisten Probanden angaben sich am besten beim Lesen entspannen zu können, hat mich noch einmal in meiner Idee bestärkt.
An vielen Tagen in der Woche hetze ich von einem Termin zum anderen, ich gehe Arbeiten, treffe mich mit Freunden, habe soziale Verpflichtungen (von denen ich euch bald genaueres berichten werde), schreibe am Blog oder meinem Roman oder singe im Chor. Viel Zeit Zuhause ein Buch zu lesen bleibt da nicht, obwohl Lesen auch für mich die entspannendste Tätigkeit der Welt ist.
Aber wenn der Prophet nicht zum Berg kommt...
Dementsprechend freue ich mich auf meine Bücherchallenge 2017.
Ihr seid herzlich eingeladen mir eure Lieblingsbücher zu empfehlen, Vorschläge zu machen und fröhlich teilzunehmen.
Bis dahin wünsche ich euch den wundervollsten Mittwoch.
Liebste Grüße
Lotte

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