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Kennst du das Land wo die Zitronen blühn' ?

... Ich leider nicht, denn in Süditalien blühten die Zitronen schon lang nicht mehr.
Ganz im Gegenteil, sie waren schon reif.



Knapp 10 Tage habe ich mit meinem Vater in dem schönen Sorrento verbracht, einem
Ort etwas südlich von Neapel.
Und es war wunderbar... Herrliches Essen, vor Energie sprühende Menschen und atemberaubende Landschaften sowie die Allgegenwärtigkeit des Vesuv machten diesen Urlaub zu einem unglaublichen Erlebnis.
Wie soll man das alles nur in die richtigen Wort fassen? Leider ist das ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber trotzdem will ich euch ein paar Einblicke verschaffen.

Ein Vater-Tochter Urlaub ist eine wunderbare Sache und ich kann nur sagen es gibt kaum eine schönere Art gemeinsame Erinnerungen zu schaffen und sich so ungezwungen zu unterhalten wie so einen Urlaub.
Es war einfach wunderbar und ich bin sehr dankbar dass ich diesen Urlaub erleben durft.
Aber was haben wir denn so erlebt?

1. Abend: 
Nach 13 Reisestunden kamen wir endlich in Sorrento an. Am Flughafen von Neapel wurde uns gleich eine Art Lebensmotto der Neapolitaner kund getan: "No stress we are in Napoli. We have no stress"
Das wurde mehr oder weniger während der Reise auch zu unserem Motto.

1. Tag: Sorrento
Unser Hotel lag ganz zentral und war wunderbar sauber mit einem für italienische Verhältnisse sehr gutem  Frühstück. (es sei denn ihr mögt morgens absolut keine süßen Brötchen)
Den ersten Tag haben wir in Sorrento verbracht und die Stadt erkundet.
Sorrento ist ein guter Ausgangspunkt um die Amalfiküste kennen zu lernen. Nicht nur aufgrund seiner zentralen Lage sondern auch wegen der zahlreichen Zitronen die ein Markenzeichen der Stadt sind und aus denen Limoncello, ein typisch süditalienischer Likör, hergestellt wird.
















2. Tag: Capri
Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt.... Eine wunderbare Insel die zum Glück noch nicht so touritsich überlaufen ist wenn man im März dorthin fährt. Allerdings reicht es schon um permanent nicht mehr Italienisch sondernd Englisch, Französisch und Deutsch zu hören.
Später im Jahr ist es vermutlich aber noch viel viel mehr von Touristen bevölkert.

Dennoch- die Insel ist wunderschön und das Meer azurblau.
Man kann besonders günstig mit den zuständigen Linienbussen der Insel alles erkunden. Außerdem ist die Fahr in diesen winzigen Bussen ein Erlebnis.


3. Tag: Neapel
Laut und dreckig. Das war mein erster Eindruck von Neapel. Aber ich habe der Stadt Unrecht getan. Wenn man Neapel erst kennen lernt dann erkennt man langsam aber sicher die Einzigartigkeit der Stadt.
Besonders toll ist die Kirche San Maggiore. Dort kann man unter der Kirche Ausgrabungen vom 2000 Jahre alten Neapel besichtigen und bekommt eine richtige Vorstellung von der großartigen Architektur dieser Zeit.




4. Tag: Pompeij 



Wer kennt sie nicht? Die tragische Geschichte vom Vesuvausbruch 79. n. Chr. ...
Das Elend von dieser Zeit hat zur Folge dass man noch heute durch die gut erhaltenen Ruinen von Pompeij und Herkulaneum sowie Stabiae und der Villa Oplontis besuchen kann

















5 Tag: Positano
In dieser Stadt trainiert man so richtig. 450m über dem Meeresspiegel hält der Bus. Das Stadtzentrum ist allerdings unten am Hafen. Das bedeutet Treppensteigen ohne Ende, aber auch eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und die Amalfiküste


6. Tag: Vesuv und Herkulaneum
Man kann kaum glauben dass ein Berg wie der Vesuv so einen Schaden anrichten kann. Sowohl von weitem als auch von nahem sieht der einzig aktive Vulkan auf dem europäischen Festland ganz und gar harmlos aus. Vielleicht denken das auch die Neapolitaner und bauen deshalb derartig dicht am Berg noch hunderte von Häusern. Obwohl den Nepaolitaner viel Geld geboten wird wenn sie aus der roten Zone wegziehen hat dies kaum Auswirkungen. Die meisten kassiren das Geld, vermieten das Haus eine Weile und kehren dann zurück.
Im Krater des Vesuv wachsen übrigens sogar Bäume.
Herkulaneum ist sogra noch besser erhalten als Pompeij, da es unter einer Art Schlammlawine verschwand, die sogar Holz konservierte.



























7. Tag: Amalfi
Die Stadt die der Küste ihren Namen gab wurde im Mittelalter wegen der Papierherstellung bekannt. Und in einem ganz wunderbaren kleinen Antiquitätenladen haben wir die wunderschönsten bedruckten Papiere gefunden. Die Stadt ist ein einziger Traum- aber um ehrlich zu sein sind das alle Städte an der Küste. Allein die Fahrt entlang des Mittelmeers (übrigens mit einem Linienbus, wer hier eine Rundreise bucht sieht mit Sicherheit nicht halb so viel echtes Italien wie in diesen Linienbussen)



Der Paradiesgang im Dom von Amalfi. Hier ließen sich die Reichen und schönen begraben mit der Hoffnung gleich ins Paradies zu kommen-bei der Kulisse kein Wunder

8. Tag: Neapel Klappe die Zweite
Das Archäologische Museum in Neapel birgt alle Schätz von Pompeij, Herkulaneum, Stabiae und der Villa Oplontis. Unter anderem gibt es auch dort die Kammer der Geheimnisse. Dort sind sehr interesseante und detailierte Darstellung der erotischen Vorstellungen in Pompeij zu sehen. Von Prüderie keine Spur im Alten Rom ;-)

9. Tag: Villa Oplontis und Pompeij Klappe die Zweite
Eine 94 Zimmer Wohnung mit eigenem Schwimmbad und vielen Gästezimmern. Dazu würde ich auch heute nicht "Nein" sagen.Schon gar nicht in dieser Lage. Luxus pur im alten Rom.
Die Luxusvilla im alten Rom hatte 94 Zimmer. Nicht schlecht oder?
Das Forum von Pompeij






























Ein zweiter Besuch in Pompeij lohnt sich auf jeden Fall. Man entdeckt immer wieder neue Seiten der Stadt.


Soooo viel Kultur... Kann man da auch entspannen? Aber sicher. Man kann in Italien wunderbar shoppen. Vorallem hochwertige italienische Lederwaren wie Gürtel und Taschen (ich habe ordentlich zugeschlagen Fotos gibt es nächste Woche) aber auch gutes Essen und wunderbar inspirierende Menschen. Aber davon ein anderes Mal.
Jetzt fahr ich erst einmal in das ferne Erzgebirge um auf die Hochzeit einer wunderbaren Freundin zu gehen.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,

Lotte Fuchs

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