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Immer, immer, immer die Braut

Wie ich ja schon angekündigt habe: Ich war am Wochenende auf einer Hochzeit.
Und nicht nur auf irgendeiner Hochzeit meine Herrschaften: es war DIE Hochzeit.
Eine liebe, liebe Freundin hat mich eingeladen an ihrer Hochzeit teilzunehmen und ich habe
mit großer Begeisterung zugesagt.
Das ist schon eine ganze Weile her, damals wäre ich noch mit Anhang erschienen doch die Umstände haben sich etwas geändert, so dass ich ganz allein, dafür aber umso glücklicher und unbeschwerter, zu meiner lieben Freundin kam.
Es war um es mit einem Wort auszudrücken ein Traum.
Die Braut ist nicht nur wunderschön sie
ist auch einer der besondersten Menschen,
die ich kenne und der Angetraute steht ihr dabei in nichts nach.
Nun hat  meine Freundin leider einen winzig kleinen Fehler
(der sie natürlich umso liebenswerter macht): Sie ist eine gnadenlose Perfektionistin.

Und hier tritt Murphys Law in Kraft...

-Was schief gehen kann geht auch schief-

Angefangen hat das ganze Desaster beim Kleid. Es sollte ein Traum werden, wunderschön, maßgeschneidert in reinem Weiß... Eine Mischung aus Satin und Chiffon.
Kurz gesagt meine Damen unser aller Herzen schlagen beim Anblick dieses Kleides höher und das ganz ohne unnötige Rüschen, Spitzen oder vulominösem Reifrock. Schlicht, edel, elegant. Das war die Devise.
Das Ganze hat ja auch wunderbar funktioniert, die Sache hatte nur einen Haken. Das Kleid hat sich durch die unglaubliche Verbindung von Chiffon und Satin leider statisch aufgeladen.
Da man die Braut nun schlecht in Kupfer wickeln oder erden kann, hatte man ein gewaltiges Problem.
Das Ganze spielte sich unglaubliche 2 Wochen vor der Hochzeit ab.
Also was tun? Ein neues Kleid? Wohlmöglich noch eines von der Stange???
Die Damen werden verstehen das ist leider UNMÖGLICH!
Also musste ein neuer Stoff her und das Kleid 2 Wochen vor dem großen Tag neu geschneidert werden.
Wir atmen auf, die Katastrophe ist abgewendet und es kann eigentlich nichts mehr passieren...
Eigentlich...Wäre da nicht das Problem mit der schweren Erkältung. Eine wirklich nervenaufreibende mit Kopf- und Gliederschmerzen daher kommende unangenehme und bösartige Erkältung hat die Braut kurz vor der Hochzeit niedergestreckt.
Was tun? Hier schreitet heroischen Schrittes die Brautfamilie und der tapfere Bräutigam ein. Die Dame muss das Bett hüten und Unmengen an Medikamenten nehmen um am großen Tag wieder fit zu sein.
Gesagt, getan. Das Bett wird gehütet und im Festsaal wird geschmückt - Ganz ohne die Braut.
Nun gut, so setzt der Körper manchmal gemeine Grenzen die wir Perfektionisten leider nicht überschreiten können.
Alles wird gut meine lieben Leser beruhigen sie sich, wie gesagt, die Hochzeit war ein Traum. Sie hat demnach also stattgefunden. ;-)
Allerdings lässt Murphy sich nicht so leicht ins Boxhorn jagen.
Als also die Braut unter starkem Medikamenteneinfluss aufbrach begann es zunächst zu regnen, dann zu stürmen, zu hageln und letztendlich zu schneien. Nun soll schlechtes Wetter am Hochzeitstag ja Geld in der Ehe bedeuten. Ich wünsche den beiden dass es stimmt.
Die Kirche war demnach zwar (hier ist mal etwas gut gegangen dem sollte man Tribut zollen) wasserdicht und trocken, jedoch etwas frostig.
Nach dem Gottesdienst sollte es dann zur Feststätte gehen. Selbstverständlich mit einer tollen Autokolonne. Alle geladenene Gäste fuhren also hupend hinter dem Paar her- bis Murphy ein letztes Mal zuschlug...





Na? Schon gespannt???
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Ihr wollt es wirklich wissen?
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Na gut wer so hartnäckig ist erfährt auch die nun folgende letzte Katastrophe:
Der Auspuff am Brautauto hat sich gedacht er müsse eigentlich nicht mit zur Feier und hat sich kurzerhand verabschiedet sprich, er fiel ab.
Nun hieß es für das Brautpaar bei schlechtem Wetter auf einem kleinen Parkplatz:
Adieu Hochzeitsauto und hinein in das Autoo des Fotografen.

Welche Katastrophe... Welch Schmach... Und das bei einer solchen Perfektionistin. Wie schrecklich.
Was hat sie nur getan???
Ich verrate es euch: Sie hat darüber hinweg gelacht. Gestrahlt möchte man sagen  und genau das hat macht sie so wunderbar. Es hat nicht gezählt was am Ende alles schief gegangen ist, sondern was geklappt hat: Das Paar.
Und so bleiben am Ende dieser Hochzeit nicht die Katastrophen im Gedächtnis (na gut die vielleicht auch), sondern viel mehr das Paar. Diese beiden Menschen die zukünftig ihr Leben miteinander teilen werden und die wir auf so wunderbare Weise feiern durften.

Danke noch einmal. Ich wünsche euch nur das Beste. Es war ein wunderbarer Tag.

Lotte Fuchs


PS: Ich habe lieber gefeiert als Fotos zu machen- Die Beiden waren mir einfach wichtiger als die Kamera.

Kommentare

  1. Au Mann, DANKE für diesen süßen, zutreffenden und lieben Bericht. Meine liebe Charlotte, es war eine Ehre, dass du uns begleitet hast an unserem Tag, Fotos bekommst du von uns noch zugeschickt :)

    Hab dich lieb!

    Eine Umarmung von Martha (und auch eine von Tilman)

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