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Sommerlektüre

Ich hätte heute einen Beitrag dazu schreiben können, wie man ganz plötzlich zwei sehr hungrige Männer zusätzlich am Tisch versorgt (zum Beispiel mit Unmengen selbstgemachter Pizza) oder darüber, dass es Abends am Stralsunder Hafen erbärmlich kalt ist und man statt Cocktail lieber eine heiße Schokolade mit Rum trinken sollte... Aber ich hatte mir ja fest vorgenommen heute NICHTS! über Essen zu schreiben und hatte die Kamera am Stralsunder Hafen nicht mit.
Stattdessen gibt es den monatlichen Beitrag aus der Psychologieabteilung. Dieses Mal ist es eine Buchvorstellung. Wenn ihr jemanden kennt, der vielleicht Psychologie studieren möchte, sich aber noch nicht so ganz sicher ist oder ihr selbst etwas mehr über Experimente erfahren wollt, dann ist dieses Buch genau das Richtige.
"Von Menschen und Ratten" geschrieben von Lauren Slater handelt in etwas über 300 Seiten fast alle wichtigen und spannenden, klassischen Experimente der Psychologie ab. Sei es nun die Frage ob man Erinnerungen später konstruieren kann oder, ob Psychisch Kranke von Gesunden in der Psychiatrie unterschieden werden können. Von Halows Affen bis Skinners Ratten findet man alles was das Psychologenherz begehrt. Auf charmante, witzige und beeindruckende Weise erzählt die Autorin davon, wie sie Probanden aus den Milgramexperimenten aufsuchte und feststellen musste, dass gutes Handeln nicht immer aufgrund humanistischer Ansichten ausgeführt wird oder wie sie sich im Selbstversuch noch einmal selbst in die Psychiatrie begab.
Besonders schön und gelungen finde ich, dass die Autorin nicht nur trocken die Experimente schildert, sondern ihren Spuren bis in die Gegenwart folgt. Für jeden Laien leicht verständlich und anschaulich erzählt und für jeden Psycho ein nettes und amüsantes Nachschlagewerk der "Klassiker".
Ich bin noch immer ganz begeistert von dem Buch und leihe es mir immer wieder gerne aus der Bibliothek aus um mir den Nachmittag zu versüßen, oder um abends noch schnell ein Kapitel zum Einschlafen zu lesen. Auch eine schöne Alternative zum "Unterschichtenfernsehen", wie meine Oberärztin gewisse Sendungen gerne nennt nur um einzuräumen, dass sie diese auch sehr sehr gerne guckt um sich zu entspannen.
Einziges Manko: Kein Wort über Zimbardo. Schade eigentlich, aber man kann nicht alles haben.

Ich wünsche euch den aller schönsten Tag
Lotte (die heute einen Diagnostiktag einlegt: zwei Intelligenztests und ein klinisches Interview mit Patienten!!!)

Kommentare

  1. och man, ich nehme Deine Rezepte doch immer als Anregung. Soll ich jetzt etwa Psycho-Buecher lesen und hunrig bleiben?
    Gruss
    Regin

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    1. Keine Sorge, bald kommen auch wieder Rezepte. Versprochen.

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