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Wir gehn auf die Wiesn!!!

Auch dieses Jahr findet es wieder statt, das Welt größte Volksfest in München. Nun war ich (leider) noch nie dort, schwärme aber für die bayrische Küche und ganz besonders für Brezn. Bei la petite cuisine wurde ich vor kurzem inspiriert mal echte Brezn nach zu backen. Was soll ich sagen- Keiner aus meiner Familie stammt aus Bayern und das will etwas heißen, denn ich habe eine richtig große Familie. Demnach habe ich leider überhaupt kein altes und wohl gehütetes Geheimrezept auf Lager, wie man die richtigen Brezn macht.
Alles was ich gemacht habe könnt ihr auch, nämlich das Internet nach Rezepten durchforsten. Man wird sofort fündig und kann sich bei der Fülle an Rezepten nicht so recht entscheiden, was man nun eigentlich machen soll. Im Zweifelsfall von allem etwas ;-)



Am Ende waren meine Brezn zwar sehr sehr lecker, besonders frisch aus dem Ofen und mit ein wenig Butter, reichten allerdings selbstverständlich NICHT an das bayrische Original heran. Das hatte ich auch nicht erwartet, trotzdem wollte ich das Experiment Brezn einmal wagen.
Das Rezept für die Brezn findet ihr hier. Ich habe die Hälfte der Menge genommen um nur ein paar "Probierbezn" zu haben. Außerdem hatte ich keine Natronlauge. Stattdessen habe ich ein Päckchen Natron in kochendes Wasser getan und die Brezn eine Minute darin kochen lassen. Diese Alternative schwirrt auch irgendwo im world wide web herum zusammen mit dem Hinweis, dass man das keinesfalls verwechseln darf. Richtige Natronlauge bitte NIEMALS!!! kochen.
Der schöne Braunton kommt leider auch nur bei richtiger Lauge zustande, aber für einen ersten Versuch fand ich meine Variante auch gut.
Einige sehr schöne Rezepte, die ich noch nicht ausprobiert habe, aber unbedingt versuchen will findet ihr auch hier.
Ich weiß, viele finden die Bayern ja eher eigenartig, aber ich mag diese gemütliche Art und vor allem die Dirndl. Als ich noch klein war haben meine Mutter und ihre Freundin für mich und die Tochter der Freundin zwei Dirndl genäht und als sie dann fertig waren bekamen unsere Puppen das exakt gleiche Dirndl auch genäht. Im Zwillingslook  sind wir damals dann durch den Österreichurlaub gestiefelt und kamen uns unheimlich einheimisch und wichtig vor. Diese Liebe zu Trachten ist noch nicht ganz verflogen, auch wenn das inzwischen über 10Jahre her ist. Würde ich nicht in Leipzig bzw. zeitweilig an der Ostsee leben würde ich bestimmt auch mal Dirndl tragen. Allerdings kommen mir bei dem Gedanken in Tracht zur Uni zu gehen derartig Lachanfälle hoch, dass ich es für Leipzig eher nicht in Betracht ziehe. Ich müsste permanent über mich selbst lachen, was ja sicher sehr gesund, nur leider auch anstrengend für mich und mein Umfeld ist.
Ich beschränke mich also vorerst auf die Brezelbäckerei.
Einen wunderbaren Tag wünsche ich euch und neidische Grüße an all diejenigen die dieses Jahr auf die Wiesn gehen
Lotte,

die gelernt hat, dass Kochen ohne fließend Wasser blöd ist. Genauso wie überhaupt ohne fließend Wasser vieles blöd ist. Zähne putzen zum Beispiel auch. Wie haben das unsere Vorfahren nur ausgehalten?! Erstaunlich wie verweichlicht ich doch bin... Mein Vater würde sagen "Schokoladenplätzchengeneration" und da hat er nicht Unrecht.

PS: Bevor mir jetzt einer kommt von wegen "Brezel kommen aus Schwaben" JA. Ich weiß dass meine Backweise eher schwäbisch ist *schäm*, was man wohl auch daran sieht, dass die Ärmchen so weit unten sind. Im schlauen Wikipedia steht eine Menge darüber und ich habe bestimmt viele unbeabsichtigte Fehler gemacht.

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