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Schnell und einfach-

Muss das Essen sein, wenn es draußen regnet. Findet ihr unlogisch? Ich gar nicht. Das ganz hat nämlich, wie immer, eine ganz einfache Erklärung.
Gestern war das Wetter mies. Zumindest am Nachmittag. Da war ich nämlich zuerst mit einer lieben Freundin in der Stadt unterwegs und habe dann bei einem Sprachexperiment mitgemacht. (An alle Psychos: Dieses Mal ging es wirklich so lange wie angegeben, selten aber wahr. Wir sprechen von hart verdientem Geld;-) )
Und eigentlich wollte ich danach noch einkaufen gehen. Ich hatte mir das so schön ausgemalt. Sich so richtig Zeit nehmen und mal in einen Supermarkt gehen in dem ich wirklich alles habe und nicht durch 100 verschiedene Läden rennen. Der Grund? Verrate ich euch Morgen-
Spannung muss ja auch sein, oder?
Aber als ich dann vor die Institutstür trat war das Wetter eher so ähm bescheiden, dass ich keine Lust hatte noch mit lauter Rentnern durch die Regale zu hetzen.
Also doch lieber nach Hause. Aber vorher sollte es noch zum Lieblingsbäcker. Wenn es regnet passieren mir immer 2 Dinge mit absoluter Zuverlässigkeit:
1. Ich friere. Immer, auch wenn es ein leichter Sommerregen bei 30° ist. Ich friere. Es regnet schließlich. Da muss es doch kalt sein, oder?
2. Ich bekomme Lust auf Kuchen. Durch das Zittern verbrennt man ja unzählige Kalorien, die müssen wieder rein. Also Kuchen und Tee.
Gegen das Frieren konnte ich mitten auf der Straße nicht ganz so viel unternehmen, gegen die Kuchenlust allerdings schon. Hab ich zumindest gedacht. Auf zu einem meinem Lieblingsbäcker, der zum Glück ganz bei mir in der Nähe ist. Nur leider bemerke ich vor der verschlossenen Tür stehend, dass ja Freitag ist. Der Bäcker schließt dann immer schon um 17 Uhr. Nicht das kleinste Krümmelchen ist noch da. Lotte steht einsam und verlassen vor dem Bäcker und kommt zu dem unglaublichen Schluss, dass sie dann wohl selbst backen muss. Dabei ist es schon halb Sechs, aber das zählt nicht. Es regnet schließlich!
Also nach Hause und backen. Leider hat mein Backofen allerdings die Angewohnheit sehr lange zu brauchen und so kam es, dass ich erst um kurz nach Sieben mit dem Kochen anfangen konnte.
Da euch so etwas bestimmt auch ständig genau so passiert hier ein schnelles und leckeres Rezept, das sich prima aus Resten zaubern lässt:
Ofengemüse mit selbstgemachten Pommes
Alles an Gemüse klein schneiden, was der Kühlschrank hergibt.
Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, frischem Rosmarin, Thymian, Basilikum und Oregano vermischen.
Eine Knoblauchzehe dazu tun und zusammen mit den Pommes für eine halbe Stunde in den Backofen
(da mein Backofen schon in Fahrt war hat das Ganze wirklich nur 30 Minuten gedauert)
Ein paar Scampi anbraten und fertig. 
 Sehr unspektakulär, aber gut. Und bei mir bleibt immer so viel übrig, dass ich locker noch ein Mittagessen habe :-)
Ich wünsche euch einen tollen Samstag
Lotte (die sich auf heute Abend freut. Ich werde berichten)
PS: Wenn ihr eine schnelle Frühstücksidee braucht, bei der ihr kostenlos noch ausseht als wärt ihr an einem Blutbad beteiligt, geht ganz leicht: Quark mit einem Spritzer Vanillesirup verfeinern und plötzlich auf die Idee kommen, dass man noch einen Granatapfel hat, den man eigentlich gerne im Quark haben würde...



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