Direkt zum Hauptbereich

Von den Nachteilen der Digitalisierung

Willkommen am Montag. Ihh, das ist doch immer ein blöder Tag. Das Wochenende ist gerade vorbei und ich muss um 5.30 Uhr aufstehen. Also eigentlich könnte ich ja später aufstehen um die 7.15 Uhr Vorlesung zu schaffen, aber ich bin Morgens immer ein wenig schwer fällig und brauche länger um in die  Gänge zu kommen...
Den Sonntag habe ich übrigens nicht, wie eigentlich geplant, auf dem Sofa verbracht und mich in ein Buch vertieft. Nein, ich habe gesucht. JA! Von Morgens bis zum Nachmittag habe ich meine Zeit damit verbracht einen lächerlich kleinen USB-Stick zu suchen. Es ist ja gut und schön, dass in unserer Welt alles immer kleiner wird und wir immer mehr Daten auf winzigen Geräten durch die Gegend schleppen, aber es ist doch auch wünschenswert, dass diese Geräte größer sind als mein Daumennagel.
Das mag vielleicht unglaublich niedlich und vorteilhaft sein, aber leider findet man ein solches Gerät nicht wieder. Zumindest nicht in meiner Wohnung. (Ja ich weiß, Ordnung ist das halbe Leben. Aber bei mir überwiegt ganz klar die andere Hälfte) Also habe ich gesucht. Ich habe sogar mein Sofa abgerückt (erstaunlich was man da alles findet!), mir die Hände an den Heizungsrohren verbrannt und Bella im Verdacht gehabt den Stick heimlich zu verstecken, nur um dann nach über 4 Stunden Suchaktion besagten Stick in der Lücke zwischen Schreibtisch und Teppich zu finden. *Grrrr*
Liebe digitale Welt, könntest du dich bitte auf Studentenbuden und das Alltagsleben einstellen?
Den restlichen Sonntag habe ich dann damit verbracht den Adventskalender für meine Eltern fertig zu machen.
Darin sind allerdings kaum Sachwerte enthalten, sondern eine kleine Dosis an Aufgaben für jeden Tag. Ich war zunächst schwer versucht Aufgaben wie "Nach Leipzig fahren und den Abwasch der Tochter erledigen", "Ein überteuertest Weihnachtsgeschenk für die Tochter kaufen" oder auch "USB Stick der Kommilitonin der Tochter suchen", habe mich dann aber für schönere Dinge entschieden. Was genau wird nicht verraten, denn meine Eltern lesen hier mit. Schade, denn ich würde so gern tratschen.
Aber nein, stellt euch einfach vor was ihr an Adventsaufgaben verteilen würdet (an Menschen die nie Zeit haben). Mir hat das richtig Spaß gemacht und ich glaube ich muss eine versteckte Kamera installieren um jeden Morgen ihr Gesicht zu filmen. Ach ja und da sie mit lesen: Wer die Aufgaben nicht befolgt muss wirklich nach Leipzig fahren und einen USB Stick suchen!!! Schrecklicher geht es kaum, oder?


Die Belohnung nach all der Mühe: Ein Tee und Blättern diesem wunderbaren Kochbuch, wie immer aus der Bibliothek ausgeliehen. Tolle Rezepte und schöne Bilder! Ich kann es nur empfehlen. 
Ach und bevor ich mich in den Montag verabschiede ein Geständnis. Ich bin verliebt. Jawohl, das geht schnell bei mir. Der perfekte Mann für mich heißt Sherlock, wohnt in der 221B Baker Street, spielt Geige und ist nach eigenen Angaben ein "Hochfunktionaler Soziopath". Liebe Eltern, das ist doch der Schwiegersohn eurer Träume, oder?
Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche
Lotte

Kommentare

  1. Sooo viel Mühe, ich wünschte, mir würde jemand so einen schönen Adventskalender basteln!
    USB Sticks sind glaube ich kleine Elfen, die sich einen Spaß daraus machen, sich zu verstecken :)
    Hab einen guten Start in die neue Woche!!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Erholung pur oder Perfektionismus ade ...

Am Freitag letzte Woche hat mein Urlaub begonnen. Noch vor 6 Uhr am Morgen saß ich im Zug an die Ostsee, völlig erschöpft vom Chaos der Reisevorbereitungen (das ist einen eigenen Post wert) und der langen Zeit ohne Urlaub. Ich schlief beinahe die ganze Fahrt und seither ist schlafen eines meiner liebsten Hobbys geworden. Das und das Lesen von wirklich absurd schlecht geschriebenen Romanen. Die meiste Zeit in den letzten zwei Tagen verbrachte ich im Gammellook auf der Couch, wahlweise in ein Buch oder Serien vertieft und das Wetter hier ist so miserabel, das auch kaum etwas anderes möglich war. Und soll ich euch etwas verraten? ICH LIEBE ES.  Wirklich. Die flache Unterhaltung, den langen Mittagsschlaf, der entspannte Tagesablauf - all das könnte kaum besser sein. Und während ich mich in den letzten Tagen einfach erholte, ging mir immer wieder der Begriff Perfektionismus durch den Kopf.  Und als ich diesen Artikel der APA (American Psychological Association) las, beschloss ich daraus e…

Urlaubsgedanken

Gestern stieß ich beim Stöbern in einem Laden am Strand auf folgende Karte und wusste sofort:  Das ist genau der richtige Spruch für eine Montagsmotivation.  Gerade im Urlaub fallen mir immer Millionen von Dingen ein, die ich gerne ändern möchte. Ich will entspannter sein, mutiger darin für mich und andere einzustehen, selbstloser, sportlicher, mich gesünder ernähren und jeden Tag meditieren. Ich möchte mehr Freude verbreiten, lachen und tanzen, Berge von Büchern lesen und ein allgemein unkomplizierter Mensch werden. Tausend Dinge, die mir einfallen, weil ich Zeit dazu habe. Viele von ihnen ergeben Sinn, manche, wie der Wunsch immer unkompliziert zu sein, sind völlig hanebüchen und absolut sinnentleert. Allerdings haben sie alle eine Sache gemeinsam: Sie alle erfordern, dass ich sie lebe und nicht nur darüber spreche/schreibe. Sie erfordern, dass sie zu einer Priorität in meinem Leben werden und nicht nur so nebenher mitlaufen. Urlaub ist eine wunderbare Chance Prioritäten zu überprü…

Ein unentschlossener Lesemonat oder - zurück zum Krimiglück

Irgendwie war der Juli nicht mein Lesemonat. Vielleicht liegt es  am Sommer, wobei der ständige Regen und die Kälte eigentlich dagegen sprächen, vielleicht daran, dass ich inzwischen unglaublich urlaubsreif bin, aber im Juli wurde ich nicht so ganz warm mit den Büchern, die ich lesen wollte. Manchmal ist das eben so, aber ich habe Hoffnung, dass der August, mit seinen zwei Wochen Urlaub, für mich etwas frischen Wind bringt. Aber zunächst einmal meine Bücher im Juli für euch. Vielleicht werdet ihr ja warm damit. 
1. Almost Adulting von Arden Rose Witzig geschrieben, amüsant und kurzweilig. Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste. Allerdings fiel mir schon auf den ersten Seiten auf: Ich bin leider zu alt für dieses Buch. So amüsant und erfrischend es auch geschrieben sein mag, für mich war es leider Zeitverschwendung. Allerdings kann ich es wärmsten jedem Erstsemester empfehlen, der gerade von Zuhause ausgezogen ist. Jene von uns, die seit Jahren ein eigenständiges Leben führe…