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Eine starke Frau

Gestern habe ich mit meinen Eltern den Film "Die Eiserne Lady" gesehen. Was mich an diesem Film am meisten fasziniert hat, abgesehen von der grandiosen Darstellung von Meryl Streep, war, wie diese Frau es geschafft hat mit bloßem Willen und Glauben an sich selbst etwas zu erreichen. Ich bin bei weitem nicht mit all ihren politischen Ideen und Entscheidungen einverstanden, aber ich bewundere den Mut und die Entschlusskraft einer einzelnen Frau, die es schaffte mit ihrem Willen genau das zu erreich was sie wollte.
Ich rede nicht von Politik und Entscheidungen, darum geht es hier nicht, sondern um die Fähigkeit einer Frau, deren Herkunft alles andere als blendend war ("Krämerstochter") die erste und bisher einzige weibliche britische Premierministerin (der Konservativen!) zu werden.
Wow. Was man mit Entschlusskraft, Glauben an eine Idee und Durchsetzungsvermögen alles erreichen kann.
Ist es nicht erstaunlich was man mit einem Traum alles erreich kann? Man muss ja nicht einer Konservativen Partei beitreten, es gibt ja noch die Möglichkeit auf dem Mars zu landen.
Nur leider, leider haben wir so häufig die Tendenz uns selbst im Weg zu stehen. Gerade wir Frauen neigen doch dazu an uns herum zu kritteln, uns klein zu machen oder auch (den Herrn zuliebe) ein wenig dümmer zu tun als wir eigentlich sind-
Außerdem ist da noch "die Gesellschaft", deine Eltern, der Nachbahr oder auch dein Lehrer, der dir sagt du kannst das nicht, du schaffst das nicht und überhaupt geht das alles nicht so, wie du dir das denkst.
Ach und dann haben wir ja auch noch die netten kleinen inneren Dämonen: Selbstzweifel, Angst und Verzagtheit und sowieso sind wir alle viel zu dick und hässlich um je etwas erreichen zu können.
Mir persönlich stehen gerade die letzen Dinge besonders gern im Weg.
Aber wenn wir mal für eine Sekunde vergessen, was uns alles abhält der zu sein, der wir sein möchten, das zu tun, was wir für richtig halten, das zu sagen, was wir denken und die Entscheidung treffen, die wir mit unserem Gewissen vereinbaren können und dabei nicht danach trachten "Everybodys Darling" zu sein- Könnten wir dann nicht viel mehr erreichen als wir glauben?
Mich inspiriert nicht die Politik dieser Frau (als 21jährige Studentin bin ich doch eher das Gegenteil von konservativ, sondern ein kleiner Revoluzzer), sondern ihren Mut entgegen allen Widerstands für das einzutreten was sie für richtig und nötig hielt.
Wir buckeln vor Menschen, die wir im Grunde verachten, versuchen in eine Gesellschaft zu passen, die uns vielleicht nicht passt und machen was alle machen, modetechnisch, politisch, im alltäglichen Leben, nur um nicht aufzufallen, klein zu bleiben und zu vergessen dass wir es sind, die verändern können.
Warum um alles in der Welt haben wir nicht den Mut aufzustehen, zu sagen "Hier bin ich und ich bin gut so" und endlich für die Dinge einzutreten, die uns wichtig sind? Manchmal denke ich, sollten wir genau das tun. Egal was andere über uns denken und sagen werden. Lasst sie doch das Näschen rümpfen. Kopf hoch und weiter gehen.

Ich wünsche euch einen wundervollen Tag
Lotte

PS: Wo wir schon bei Dingen sind, für die wir eintreten wollen: Ich habe gestern Abend etwas gefunden, was ich eine sehr gute Aktion finde. Es gibt unglaublich viele junge Frauen auf dieser Welt, die sich selbst nicht mögen, ja manchmal richtig hassen. Natürlich wird das Ganze gepusht durch Medien und Bildern von perfekten Frauen mit perfekten Körpern und dem perfekten Leben. Aber das ist bei vielen nicht die eigentliche Ursache für ihr Leiden. Wenn man nur wenig Liebe für sich selbst empfinden kann, aus welchen Gründen auch immer, wird man immer anfälliger für Bilder und Videos angeblich perfekter und wunderschöner Menschen sein.
Ihr alle kennt Menschen, die mit aufgeritzten Armen durch die Gegend laufen, sich nach dem Essen übergeben müssen oder so hungern, das so gerade eben die Knochen von ihnen übrig bleiben. Eine sichtbare Manifestation von Traurigkeit, Selbstzweifeln und Selbsthass. Das sind Extreme, die selbstverständlich auffallen und auch nur mit Hilfe von ausgebildeten Therapeuten Linderung (vielleicht nicht einmal Heilung) finden können. Aber diese Gedanken sind nicht nur in diesen Menschen, dort ganz besonders, aber eben nicht ausschließlich. Viele Mädchen in der Pubertät und auch wenn sie viel, viel älter sind,  werden von Ängsten geplagt und finden sich nicht gut so wie sie sind.
Gestern bin ich auf eine kleine Seite gestoßen, die mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat, denn, wie alle Frauen, bin auch ich sehr anfällig für solche Gedanken. Diese Seite ersetzt keine Therapie, verändert keine Gesellschaft und hält vielleicht die endlose Schleife im Kopf nicht für immer an, aber sie soll daran erinnern, sich selbst zu lieben. Vielleicht kann der ein oder andere sie einmal anklicken, wenn er so böse Gedanken mit sich herum schleppt:
http://love-yourself-f1rst.tumblr.com/

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