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Helga. Die Reformation

Eine kurze Erklärung vorweg. Eigentlich wollte ich euch ja vom Hobbit berichten. Als riesiger Tolkien Fan war genau das meine feste Absicht. Ich wollte davon erzählen wie schön es ist mit lieben Freunden einen Film nicht in 3D zu schauen, dafür aber in einem netten Kino, das gar nicht überfüllt war.
Dann aber kam die Geschichtsvorlesung. Und da saß ich neben Frau P. (die mit mir in den Hobbit gegangen ist) Und Frau P. hatte die außerordentlich gute Idee, dass sie mir doch den Auftrag geben könnte heute über etwas ganz anderes zu schreiben. Sie verlas sich nämlich in der Literaturangabe und las: Helga, die Reformation. Sie fand es ja ganz amüsant mir mal aufzutragen darüber zu schreiben. Nun bin ich ja mein eigener Herr (oder vielmehr Herrin) und kann schreiben wozu ich Lust habe, aber im Austausch hat sie mir dieses wunderbare  Rezept für Elisenlebkuchen angeboten... Und außerdem mag ich Herausforderungen. Hier also Lottes Gedicht zum Auftrag:

Helga, die Reformation

Für Helga kam die Reformation 
ganz unerwartet,
denn wer ahnte schon, 
dass der Fürst in ihrem kleinen Land
Den Glauben von Luther für richtig befand

Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel

Kaum 60 Jahre später  (wer hätte das gedacht?)
Da hat es in Deutschland tüchtig gekracht
Da sind dann 30 Jahre Krieg
Und am Ende hat wohl keiner den Sieg

Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein 
hehres Ziel


Für Helga bedeutet die Reformation
den alten Gott
Ja, den kennt sie schon
Viel Neues ist für sie nicht dabei
die übliche alte Schinderei
Die ganze alltägliche Plackerei



Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel


Für die feinen Herren ist es von Wert
wer hier den richtigen Glauben erklärt
Wer hier am Ende nicht Recht behält
dessen Tage sind wohl schnell gezählt.



Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel

"Es lohnt sich für den Glauben zu sterben"
so sagen die Herren und ihre Erben
Denn am Ende dann im Paradies
Wird abgewogen ganz kalkuliert und fies


Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel

Wer da den falschen Glauben hat
Der sinkt für ewig ins dunkle Grab
Doch Helga ist das alles egal
Für sie ist die Welt doch ganz banal

Sie will doch nur für alle Zeit
Erlösung aus ihrem täglichen Leid
Und in der allergrößten Not
betet Helga um ein Stückchen Brot


Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel

Wichtig ist was auf der Verpackung steht. 
Katholik, Protestant oder was auch immer man unter 
Gott versteht. 
Es geht doch nicht um Menschlichkeit
Heute nicht und auch nicht zu Helgas Zeit.

Auch heut haun' wir uns gern noch die Köpfe ein 
um einmal laut
"Ich habe Recht!" zu schrein
Der schöne Spruch "nach seiner Facon"
Trifft doch schon lang nicht mehr unsern Ton

Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel

Wer bin ich das ich entscheiden kann
Wessen Religion am meisten Unrecht getan?
Ob Kreuzzug, Terror oder Tod im geteilten Meer
Unterscheiden wir uns wirklich allzu sehr?

Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel

Am Ende muss jeder für sich entscheiden
Doch warum kann ich den andern nicht leiden?
Nur weil er Gott einen anderen Namen gibt?
Wer sagt dass Gott nur in einer Religion liebt?


Doch Helga bitte glaube mir
Religionsfrieden, das ist ein
hehres Ziel
Doch leider ist er zur Zeit nicht da
Ich frage mich ob er's wohl jemals war

Ok, so etwas fabriziert mein Gehirn wenn ich aus dem Hobbit komme und um 23 Uhr noch etwas zu einer vollkommen sinnlosen Überschrift schreiben muss.
--- Ähm--- NICHT DRÜBER NACHDENKEN!!!
Goethe dreht sich vermutlich im Grabe um, zusammen mit Heine und Brecht, die sie jetzt wahrscheinlich auch noch zusätzlich die Haare raufen und mich sonstwohin wünschen ;-)
Liebe Frau P. dafür erwarte ich mehr als ein Rezept. ;-)
Ich  entschuldige mich hiermit offiziell für meine "Dichtkunst" (vielleicht bewerbe ich mich in der Kategorie "schlechtester Dichter des Jahres 2012") und den wohl sinnlosesten Post aller Zeiten. Aber was tut man nicht alles für ein Lebkuchenrezept. Verfressen wie ich nun einmal bin. Womit wir wieder beim Hobbit wären. Kurze Zusammenfassung? Tolle Musik, schöne Landschaften, Tolkien is back und  zur nächsten Premiere will ich in Neuseeland sein!

Einen wundervollen Start ins Wochenende wünscht euch Lotte, 
die wie üblich hektisch durch ihre Wohnung rennt: Hamburg, lernen für eine  Probeklausur, arbeiten, viele Freunde treffen und Uni nachbereiten stehen auf dem Programm. Wo bitte ist der 48 Stundentag, wenn man ihn mal braucht? Hatte ich erwähnt, dass ich noch packen muss???

Kommentare

  1. Stappel doch nicht so tief, soviele kluge Gedanken. Danke für die Fabrikation aus deinem Geirn. Ein tolles und erlebnisreiches Wochenende.
    Mecki

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  2. Haha, das fand ich persönlich dann auch besser als ein Bericht über den Hobbit :D Was ist sonst noch so hängengeblieben aus der Vorlesung? Braves Mädchen.

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    1. Ähm--- Noch nicht so besonders viel ;-) Aber das wird sicher noch.

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  3. Ganz offensichtlich kriegst Du gar nicht mit, was Du tolles schreibst. Mit diesen "Knittelversen" hast Du genau den Tonfall der "Spottlieder" des 14. u.15. Jahrhunderts getroffen. Und ich kenne mindestens 2, die sich nicht im Grabe umdrehen, sondern vor Freude gerne daraus hervorhüpfen würden, nämlich Francois Villion und sein dutsches Gegenstück, der Pfeiffer von Hardt.
    Viel Spaß in Hamburg.
    Hansi

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    1. Die können sich nicht mehr umdrehen von denen ist nichts mehr zum Umdrehen übrig ^^

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  4. Respekt. Ich hätte kaum geglaubt, dass man aus diesem Schmarrn-Titel tatsächlich etwas Sinnvolles fabrizieren kann. Siehe da: Ich werde dich NIE, NIE wieder unterschätzen!
    Rezept wird am Montag geliefert :)
    Ich mag dich so!

    frau p.

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    1. Ja, aber dafür muss man vorher durch die Leipziger Nacht laufen, da ist dann genug Sauerstoff im Hirn...
      Ich freu mich auf die Lebkuchen, die ich nun endlich backen kann :-)

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