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In der Weihnachtsbäckerei...

gibt es manche Leckerei... Ja bitte alle laut singen ;-). Gestern habe ich das erste Mal für mich ganz allein Weihnachtsplätzchen gebacken. An unserem hochoffiziellen Dies academicus (internem Uniprojekttag an dem keine normalen Vorlesungen stattfinden) habe ich nämlich das Projekt Arbeiten und Backen gewählt. Was das bedeutet? Mmh sich ein wenig über Statistik ärgern, nicht aufgeben, Weihnachtsgeschenke besorgen und dann:
Jede Menge Spaß, eine chaotische Küche und  Kekse für Große (da mit Ingwer und Kürbis oder auch mit Nüssen...)
Dabei habe ich mich intensiv mit französischer Geschichte auseinander gesetzt in dem ich "Désirée" vorgelesen von Martina Gedeck gehört habe. Das Buch hat schon meine Mutter als Kind gelesen und  es mir dann ebenfalls gegeben. Ich habe es geliebt und könnte es immer wieder lesen. Es ist so wild romantisch und nett beschrieben, dass es besonders gut in diese kitschige Vorweihnachtszeit passt ;-)
Und da wir ja alle finden, dass perfekte Dinge langweilig sind habe ich es auch gewagt meinen Arbeitsplatz (=Esszimmertisch im Chaos) und meine ganz und gar nicht perfekt aussehenden Plätzchen zu fotografieren.
Ihr werdet es nicht glauben, obwohl sie nicht aussehen wie aus einer Backzeitschrift sind sie so unglaublich lecker, dass ich sie am liebsten alle auf einmal essen würde.
Besonders angetan haben es mir die Ingwer-Kürbis Plätzchen mit Lebkuchengewürz. Soooo gut und würzig, das man gar nicht genug bekommen kann.Da die von mir geschmolzene Schokolade erstens sehr zäh und zweitens zu wenig war, sind die Plätzchen sehr... individuell verziert. Denn nach 100 vergeblichen Versuchen die Schokolade schwungvoll elegant über den Keksen zu verteilen habe ich sie einfach so gut es ging mit der Oberfläche in die Schokolade getaucht. Sehr expressionistisch diese Komposition ;-)


sehen nach nichts aus, machen aber richtig süchtig: Kürbis-Ingwer Kekse
Gesamtkunstwerk aus Schokolade ;-)
Während ich buk, fiel der Schnee vor meinem Fenster! Romantisch ohne Ende, was?
Das Rezept für die Aprikosen Kekse habe ich von Joanna, sie schafft es auf unglaubliche Weise diese Kekse in eine ansehnliche Form zu bringen, aber Übung macht den Meister...
Das Rezept für die Kürbis-Ingwer Kekse stammt aus dem oben abgebildeten Buch. "Wärmende Winterküche" von Claudia Seiffert und Sabine Hans.

Ihr braucht
300 g Mehl
125g kalte Butter
1 EL Lebkuchengewürz
240 g geriebenen Kürbis
(was für eine Arbeit, habt ihr schon mal versucht Hokkaido Kürbis
 mit einer Käsereibe zu reiben? Ich bekomme Muskeln wie Poppei
so viel ist klar)
80 g gemahlene Haselnüsse
50 g Ingwer
30 g Zucker

Das macht ihr
Alles vermengen, 30 Minuten kalt stellen, ausrollen, ausstechen und 
15 Minuten backen. 
Die meiste Arbeit war es den Kürbis zu reiben und nicht die Finger...
Hat nur so halb geklappt.


Ich war etwas übereifrig was den Kürbis angeht und habe einen halben Hokkaidokürbis verwendet, dadurch ist es zu viel Teig mit zu wenig Mehl. Ich werde Morgen die zweite Ladung backen und noch einiges an Mehl unterheben, sodass der Teig richtig gut wird. Aber auch meine jetzige Version schmeckt super, da sie überhaupt nicht ekelhaft süß, sondern richtig würzig ist. 
Am Abend habe ich dann die "Familie Stone" besucht, einer meiner liebsten Weihnachtsfilme, und festgestellt, dass die Weihnachtszeit als Single zwar etwas merkwürdig ist (Und wer küsst mich unter dem Mistelzweig?!), aber gar nicht traurig sein muss. Im Gegenteil! Es macht richtig Spaß und ist ausgefüllt von Unternehmungen. :-)

Also: Einfach keine Sorgen mehr darum machen, erst recht nicht weil es weihnachtet. Das wird schon alles. Einfach leben mit allen Höhen und Tiefen, der Rest ergibt sich. 
Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag
Lotte

Kommentare

  1. Die Plätzchen sehen - ich meine die oberen - nicht nach nichts, sondern nach Reibekuchen aus.
    Hansi

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    1. Hihi, stimmt. Ich finde sie allerdings leckerer als Reibekuchen.

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  2. Liebste Lotte! Wunderbar! Ich bin begeistert ;o) Denn meine Kekse sehen auch immer etwas... naja... experimentell aus. Und meine Mutter ist auch so eine: sie bäckt was und das sieht dann nicht so aus, wie sie es sich vorgestellt hat---also heisst es: der Kuchen (oder was auch immer) ist ja GAR NICHT GELUNGEN! Komischerweise schmeckt es IMMER ;o) Ist ein bisschen wie mit den Menschen: auf die inneren Werte kommt es an *kicher*. naja, das wird mein erstes Weihnachten als Single. Schon seltsam. Und vergiss bitte nicht, liebe Lotte, ich bin 15 Jahre älter als du. Da macht man sich schon mehr nen Kopf.. Hilft aber nichts. Muss ja weitergehen ;o) Dann viel Spaß beim backen Teil 2... Alles Liebe, Birgit

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    1. Jaaa. Diese Menschen, die immer behaupten etwas wäre nicht gelungen, weil es nicht perfekt ist... Da kenn ich auch einige, Ich bin manchmal selbst so. Es ist übrigens auch mein erstes Singleweihnachten. Schon etwas merkwürdig, das kann ich gut verstehen.
      Aber lass dich nicht unterkriegen.
      Lotte

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  3. Bin auch fleißig am backen :) Aber hier schneit es nicht. Das treibt mich langsam zur Weißglut. Meine Eltern sind eingeschneit und ich sitze hier im REGEN. Frustrierend. Ich wünsche Dir einen schönen Tag!!

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    1. Hier hat es bis vor kurzem auch geregnet. Vielleicht kriegst du ja doch ein bisschen Schnee auf der Insel, wer weiß?
      Dir auch einen wunderschönen Tag
      Lotte

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  4. Also ich LIEBE deine Plätzchen! Und nicht ganz so perfekt ist doch sowieso viel schöner, oder??

    Liebeste Grüße
    Nadine

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    1. Oh ich liebe Plätzchen auch. Habe schwer überlegt ob es sich für eine Person lohnt zu backen, bin aber zu dem Schluss gekommen das meine Verfressenheit locker ausreicht

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  5. Hallo liebe Lotte, die Aprikosenkekse habe ich auch schon von Joanna stibitzt, die Kürbiskekse werden nun auf die Rückseite gehämmert und dann will ich losbacken. Eine schöne Adventzeit wünscht dir Elke. Wenn wir dann die Kekse essen schicke ich in Gedanken schöne Grüße an Euch.

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    1. Oh das ist aber lieb :-) Ich bin mir sicher die Grüße werden ankommen.

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