Direkt zum Hauptbereich

Weihnachtsmarktspecial Teil 3 oder Hamburg meine Perle

Was für ein ereignisreiches Wochenende es doch wieder war. Nicht nur dass meine Freundin Miri und ich Hamburg unsicher gemacht haben, ich habe auch endlich einen Vormittag mit einer lieben Freundin verbringen können, die kürzlich aus Australien wieder kam und "Anna Karenina" mit einer anderen Freundin geguckt. Nur so am Rande, ich war begeistert von der Art den Stoff umzusetzen, einfach großartig.
Aber heute nehme ich euch erst einmal mit nach Hamburg.
Da wir am aller frühsten Morgen aufgebrochen sind gab es ein wunderbares Frühstück im Zug, mit Sandwiches, Käsecroissants und anderen Köstlichkeiten...
Nach nur 5 1/2 Stunden waren wir dann endlich in der Hansestadt und haben uns gleich ins Getümmel gestürzt: 
Meine Freundin Miri fasste den Hamburgausflug so zusammen "Geld und Kalorien spielen heute keine Rolle" Genau das haben wird dort ausgenutzt und geschlemmt bis zum geht nicht mehr. 

In dieser Bäckerei haben meine Freundin und ich ein Vermögen gelassen. Jaaaaaaaaa für Brot, aber es sah alles so wunderbar aus!
Danach ging es ab an die Alster


Und natürlich stürzten wir uns auf jeden noch so kleinen Weihnachtsmarktwinkel, den wir entdecken konnten, bald auch in Begleitung meiner Schulfreundin und ihres Freundes 
Wunderschön und zum selber basteln. Noch einmal Kind sein *seufz*
Ist das nicht der süßeste Name der Welt ?!

Geld und Kalorien und so ;-)
Natürlich ging es auch an die Landungsbrücken. Ach war das schön. Wir hatten durch meine Schulfreundin und ihren Freund zwei ganz wunderbare Hamburgtouriguides, die unglaublich viel über die Stadt wissen.  Wusstet ihr das Hamburg mehr Brücken als Venedig hat?
Lieben Gruß von uns drei Mädels... Der Hahn im Korb musste das Foto schießen ;-)
Nachdem unsere "Touriguides" zur Arbeit mussten, gingen wir noch auf die Reeperbahn. 
Dort gibt es nämlich den mit Abstand coolsten Weihnachtsmarkt der Welt ;-). Santa Pauli verkauft all die Dinge, von denen man glaubt sie auf der Reeperbahn kaufen zu müssen.
Das nenn ich doch mal kunstvoll ;-)
Ja ja, echte deutsche Handarbeit. Man konnte sogar zusehen, wie sie gefertigt wurden
Laut Miri waren diese Waffeln einfach genial
Und zum Abschluss noch etwas Besinnliches:
:
Kurz bevor wir wieder Richtung Leipzig aufbrachen haben wir noch einem Altrocker auf der Straße zugehört und das Tanzbein geschwungen. Da kam so richtig 68er Feeling auf. Miri meinte daraufhin: "Jetzt auf die Reeperbahn fahren und in der Großen Freiheit die ganze Nacht durchtanzen" Lottes Antwort "Das einzige Problem: Was machen wir nur mit all dem Brot?"
Ihr seht, das wäre wirklich ein Problem geworden:
Hamburg war wunderbar. Wir waren insgesamt 11 Stunden in Zug und Bus unterwegs, sind 8 Stunden durch die Stadt gerannt und hatten einfach einen wundervollen Tag. Der Weihnachtsmarkt hat mir richtig gut gefallen und Santa Pauli war super- Ja ich weiß, Weihnachten das Fest der Besinnlichkeit und so. Aber um ehrlich zu sein waren auf diesem Weihnachtsmarkt, abgesehen von den gewissen Objekten, auch richtig schöne alternative Dinge. Unter anderem ein Stand mit Dingen, die Gefängnis hergestellt wurden. Und mal ganz davon abgesehen, dass es verrückt ist für einen Tag quer durch Deutschland zu fahren und man es schon allein dafür mal machen sollte, war einfach alles perfekt. Sogar der Abschied vom Bahnhof: 
Und die Stimmung blieb bis zum bitteren Ende, abgesehen von der aufkommenden Müdigkeit, gut. So saßen wir um halb Eins auf dem Bahnsteig in Halle und haben Weihnachtslieder gesungen. Was für ein wunderbarer Tag.
Also mein Tipp für die Adventszeit. Fahrt hinaus in die große Welt und macht unvernünftige Dinge!
Ich wünsche euch einen wunderbaren Wochenstart
Lotte

PS: Es wurde sich schon gefragt warum ich Connecticut nicht erwähnt habe. Ich war unterwegs und habe erst sehr spät davon erfahren. Und, um ehrlich zu sein, fehlen mir auch die Worte. Ich kann nichts tröstliches oder wütendes darüber schreiben. Natürlich kann ich mich über Waffengesetze, böse Computerspiele und Ähnliches aufregen. Ich kann mich auch fragen, warum so etwas immer wieder passiert. Warum an Schulen? Warum im Kino? Oder noch einmal Bowling for Columbine anschauen und mich fragen warum die Welt in Kanada so anders aussieht. Aber im Moment gilt mein Mitgefühl all den Familien und, auch wenn das viele vielleicht nicht verstehen, auch der Familie des Täters, die vermutlich ebenso sehr leidet, aber weniger Mitgefühl erhält (ganz nach dem Motto "Ihr habt ein Monster erschaffen, ihr seid Schuld"). 
Wie gesagt, mir fehlen, wie immer in solchen Momenten, die passenden Worte. Schrecken und Grauen sind stets sprachlos, genau das lässt sie ja so unfassbar werden.

Kommentare

Beliebte Posts

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Montagsmotivation: all die kleinen Dinge

Es gibt da so ein großartiges Zitat von Andy Rooney, das mir immer mal wieder in den Sinn kommt, sobald der Alltag Einzug hält:

"For most of life, nothing wonderful happens. If you don’t enjoy getting up and working and finishing your work and sitting down to a meal with family or friends, then the chances are that you’re not going to be very happy. If someone bases his happiness or unhappiness on major events like a great new job, huge amounts of money, a flawlessly happy marriage or a trip to Paris, that person isn’t going to be happy much of the time. If, on the other hand, happiness depends on a good breakfast, flowers in the yard, a drink or a nap, then we are more likely to live with quite a bit of happiness."

Andy Rooney

Tatsächlich passieren große und lebensverändernde Dinge doch (zum Glück) nicht jeden Tag. Eigentlich lebt man ja so insgesamt betrachtet mehr vor sich hin. Das kann einerseits frustrierend erscheinen, ist aber andererseits vielleicht auch gar nicht sch…

Zeitmanagement zusammengefasst

Gestern war ich ziemlich fertig. Nach nur drei Stunden Schlaf verbrachte ich den Tag eigentlich damit im Bett zu liegen, Torte zu essen, "Da Vincis Demons" zu schauen und mit Freunden zu telefonieren. Und ganz nebenbei stolperte ich über ein Zitat zum Thema Zeitmanagement. Und weil ich es so schön finde, habe ich es euch einfach heute mitgebracht. Um ehrlich zu sein war ich am Sonntag nämlich nicht in der Lage weiter zu denken als "Oh ich esse jetzt einmal ganz viel Kuchen". 
“ Instead of saying “I don’t have time” try saying “it’s not a priority,” and see how that feels. Often, that’s a perfectly adequate explanation. I have time to iron my sheets, I just don’t want to. But other things are harder. Try it: “I’m not going to edit your résumé, sweetie, because it’s not a priority.” “I don’t go to the doctor because my health is not a priority.” If these phrases don’t sit well, that’s the point. Changing our language reminds us that time is a choice. If we don’t like…