Direkt zum Hauptbereich

Fernsehen bildet + Gratisweisheit von der Couch ;-)

Wenn man bei meinen Eltern aufwächst wird man unweigerlich mit Geschichte konfrontiert. Man kommt gar nicht daran vorbei ständig über Fakten, Jahreszahlen und ähnliches zu stolpern. Nebenher wird auch das gemeinsame Tee trinken gerne für politische Diskussionen und kurze Exkurse in die Geschichte genutzt.
Kennedy Attentat, Bismarck, Napoleon und Weltkriege sind also quasi eine Art Dauergast, und obwohl meine Mutter inzwischen alle Bücher über den zweiten Weltkrieg in das Arbeitszimmer meines Vaters verbannt hat, gibt es für ihn doch nichts Schöneres als immer neue Fakten darüber zu sammeln. Gerne auch in Format einer guten Dokumentation. Ich habe meinen Vater ja im Verdacht, nur deshalb länger aufzubleiben um ungestört auf Phönix alte Bundestagsdebatten, Kriegsdokumentationen und Mittelalterliche Könige anzuschauen.
Und so verwundert es nicht, dass auch ich fasziniert von Geschichte bin. Und so war ich absolut begeistert, als ich gestern zum zweiten Mal einen Teil von Making History angesehen habe. Geschichte mal wirklich anders. Dort werden nicht nur Fakten hübsch verpackt und nett erklärt, es gibt auch ein Team aus Grafikdesignern, Kameramännern und Stylisten, die versuchen all dies in anschaulichen Szenen darzustellen. Insofern ja nichts besonderes, denn das passiert in jeder Doku. Der Unterschied ist, dass man direkt zusehen kann wie das ganze inszeniert wird. Sprich: Man sieht den Green Screen, es wird erklärt wie man mit einer Christbaumkugel ein Flugzeug darstellen kann und mit 3 Statisten ein ganzes Ritterturnier. Absolut cool, wenn ihr mich fragt. Ich bekomme jedes Mal direkt Lust auch einen Film zu drehen. Genau das richtige für einen entspannten Samstag Nachmittag oder? Also die Doku, nicht das Film drehen dafür braucht es dann doch länger.
Ich habe nämlich am Freitag beschlossen, dass ich die letzten beiden Tage bei meiner Familie nicht mit lernen verbringen werde, sondern einfach ein bisschen die Seele baumeln lasse. Sprich: Am Strand spazieren gehen, essen, schlafen, lesen und mich auf der Couch fläzen.
Und ganz plötzlich ertappt man sich dabei Weltweisheiten von sich zu geben, wie gestern zum Beispiel folgende:

sarkastischer Komissar im Fernsehen: "Sie glauben wohl immer noch an das Gute im Menschen?"
Lotte ohne nachzudenken: "Natürlich, sonst würde ich ja auch nicht mehr an das Gute in mir glauben"

Unglaublich oder? Ich glaube ausgehend von diesem Satz werde ich dann demnächst ein Coachingprogramm dazu machen. "Glauben Sie an das Gute im Menschen, dann glauben Sie an das Gute in sich selbst" Hihi... Seeeeeeeeeeeehr überzeugend, oder? ;-)

Gut, ich glaube das ist vielleicht ein wenig dick aufgetragen. Ich zeig euch lieber noch ein paar Bilder vom Meer. So zur Entspannung und so. Ist eh viel besser als Coaching. 
Ich wünsche euch den aller schönsten Sonntag :-)
Liebste Grüße
Lotte


Kommentare

  1. Schöööne Bilder! Ich will auch am Meer wohnen!

    Besitze seit zwei Jahren keinen Fernseher mehr und merke bei jeder Konfrontation mit einem, dass ich es kein Stück vermisse. Bilden kann man sich auch im Internet, irgendwie.

    Glaub Du mal weiter an das Gute in Dir, haha. Schöner Gedanke! Wobei es einen irgendwie auch einfach zum Nachdenken bringt. Ich weiß, dass ich meistens mein Bestes gebe. Trotzdem denke ich fast täglich 5x von mir "man, warst du grad unfreundlich" oder "Gott, hättest ja mal Deine Hilfe anbieten können" ... wie mir so was immer erst später auffällt.

    Ach, darüber könnte ich Dir jetzt Aufsätze schreiben.

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart morgen!!!
    Maria

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Maria
      Ja, das Meer ist schon klasse, ich genieße es immer wenn ich meine Eltern besuche und am Strand spazieren gehen kann :-)
      Es gibt ganz spannende Studien aus der Sozialpsychologie dazu wann man jemandem wirklich hilft. Und der entscheidende Faktor ist Zeit. Wenn du selbst gestresst und in Eile bist, dann schaffst du es natürlich nicht auch noch hilfsbereit und freundlich zu sein. Und da geht es so ziemlich jedem so. Ich glaub ich habe dazu mal einen Beitrag bei Psycholotte geschrieben... Weiß ich aber nicht mehr genau.
      Also ich kann dir auf jeden Fall versichern, dass es dir damit nicht allein so geht. Es spricht nur keiner drüber ^^
      Einen Fernseher hatte ich auch 2 Jahre nicht, da jetzt aber die GEZ pro Haushalt den gleichen Betrag hat egal ob Fernseher oder nicht (und als nicht BaFög berechtigtes Beamtenkind muss ich GEZ zahlen) habe ich nun ein DVBT für meinen Laptop. War eher eine zweckmäßige Entscheidung. Aber er ist eh fast nie an. :P
      Ich wünsche dir auch einen tollen Wochenstart
      Lotte

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Erholung pur oder Perfektionismus ade ...

Am Freitag letzte Woche hat mein Urlaub begonnen. Noch vor 6 Uhr am Morgen saß ich im Zug an die Ostsee, völlig erschöpft vom Chaos der Reisevorbereitungen (das ist einen eigenen Post wert) und der langen Zeit ohne Urlaub. Ich schlief beinahe die ganze Fahrt und seither ist schlafen eines meiner liebsten Hobbys geworden. Das und das Lesen von wirklich absurd schlecht geschriebenen Romanen. Die meiste Zeit in den letzten zwei Tagen verbrachte ich im Gammellook auf der Couch, wahlweise in ein Buch oder Serien vertieft und das Wetter hier ist so miserabel, das auch kaum etwas anderes möglich war. Und soll ich euch etwas verraten? ICH LIEBE ES.  Wirklich. Die flache Unterhaltung, den langen Mittagsschlaf, der entspannte Tagesablauf - all das könnte kaum besser sein. Und während ich mich in den letzten Tagen einfach erholte, ging mir immer wieder der Begriff Perfektionismus durch den Kopf.  Und als ich diesen Artikel der APA (American Psychological Association) las, beschloss ich daraus e…

Urlaubsgedanken

Gestern stieß ich beim Stöbern in einem Laden am Strand auf folgende Karte und wusste sofort:  Das ist genau der richtige Spruch für eine Montagsmotivation.  Gerade im Urlaub fallen mir immer Millionen von Dingen ein, die ich gerne ändern möchte. Ich will entspannter sein, mutiger darin für mich und andere einzustehen, selbstloser, sportlicher, mich gesünder ernähren und jeden Tag meditieren. Ich möchte mehr Freude verbreiten, lachen und tanzen, Berge von Büchern lesen und ein allgemein unkomplizierter Mensch werden. Tausend Dinge, die mir einfallen, weil ich Zeit dazu habe. Viele von ihnen ergeben Sinn, manche, wie der Wunsch immer unkompliziert zu sein, sind völlig hanebüchen und absolut sinnentleert. Allerdings haben sie alle eine Sache gemeinsam: Sie alle erfordern, dass ich sie lebe und nicht nur darüber spreche/schreibe. Sie erfordern, dass sie zu einer Priorität in meinem Leben werden und nicht nur so nebenher mitlaufen. Urlaub ist eine wunderbare Chance Prioritäten zu überprü…

Montagsmotivation vom Zauber des Phlegma oder "Kann ich etwas ändern? Nein, dann eben nicht"

Letzten Mittwoch hatte ich einen blöden Tag. Mein nagelneues Mac Book entschied sich keinen Ton mehr von sich zu geben und blieb bei dieser Entscheidung, trotz allem was ich und das nette Support Team von Apple versuchten- Das ist wirklich ärgerlich, denn mein uralter Laptop auf dem ich gerade diesen Blogpost verfasse ist nicht nur langsam, sondern kann sich auch nicht mehr wirklich ins Internet einloggen und das Meiste auf dieser Welt überfordert ihn einfach.  Aber immerhin hatte ich einen Abend auf den ich mich freuen konnte. Ich fuhr mit dem Zug in einen Vorort von Hannover um mich dort mit einer Freundin zum Game of Thrones gucken zu treffen. Soweit so gut. Als ich jedoch aus dem Zug auf den Bahnsteig (Betonung auf STEIG also steigen = gehen/zu Fuß sein) stieg und mich nach meiner Freundin umsah, flog ich ein wenig durch die Luft. Mich hatte eine Fahrradfahrerin gerammt, die in vollem Tempo durch den Regen über den Bahnsteig fuhr - ein Ort an dem man nicht Fahrrad fährt- um den Z…