Direkt zum Hauptbereich

Lang nichts mehr gekocht

Am Dienstag Abend habe ich immer die spannendste Vorlesung des Semesters. Blöd nur, dass man danach immer erst so spät zu Hause ist. Spät und ausgehungert, denn nach einem Tag voll von Wirtschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts schreit der Körper förmlich nach Nahrung und zwar SOFORT bitte. Ich bin ein bisschen selbst dran schuld, da ich nie Mittag esse und deswegen Abends richtig hungrig bin. Zumal mein Nachmittagsapfel beim Spaziergang (mache ich immer eine Stunde um den Kopf mal durchzupusten) auf die Straße fiel. So ein Mist! Da ist der Hunger am Abend noch mal größer...
Also gab es bei mir gestern Polenta mit Champignons aus diesem wunderbaren Kochbuch.  
Das geniale daran ist: Alles geht richtig schnell und ist sehr sehr einfach und da kann ich euch das Rezept nicht vorenthalten. 
Polenta mit Champignons

Ihr braucht
(2 Personen, ich habe für mich etwa 1/2 genommen und das war mehr als genug)
125g Polenta
25 g  frisch geriebenen Parmesan
(mach ich selbst, da im gekauften ganz viele Schimmelsporen sind)
2 Frühlingszwiebeln 
75 g Butter
eine Hand voll große Champignons 
gehackten Thymian 
gehackten Salbei
Salz, Pfeffer
Ziegenkäserolle
1 Schuss dunkler Balsamicoessig

Das macht ihr
Champignons in grobe Stücke und die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
In einer Pfanne ca 750 ml Wasser zum Kochen bringen, danach die Polenta einrieseln lassen.
Zwei Minuten unter Rühren dick werden lassen. Dann die Hälfte des Parmesans und die Hälfte der Butter hinzu geben.
Die Kräuter, Pfeffer und Salz hinzu fügen, verrühren und im Backofen warm halten.
Die restliche Butter in die Pfanne geben und die Frühlingszwiebeln kurz anbraten. Pilze hinzu fügen 
und goldbraun werden lassen. Das ganze mit Balsamicoessig ablöschen und mit ein wenig Zucker karamellisieren lassen. Auf der Polente anrichten und dünne Scheiben Ziegenkäserolle darauf geben. 
Mit dem restlichen Parmesan bestreuen -
Und sich im norditalienischen Himmel befinden :-)

Nach einem langen Tag voll Lernen war das natürlich genau das Richtige und hat mich sogar noch dazu motiviert zu bügeln. Wenn das mal keine Leistung ist ;-)
Ich war zuerst ein wenig skeptisch, wegen der eigenwilligen Zutatenkombination, aber auf Donna Hay ist einfach Verlass!
Ein so üppiges Essen ist zur Zeit wirklich von Vorteil, denn es ist wieder einmal kalt hier und lernen verbraucht unheimlich viel an Energie. 
Ich wünsche euch eine tolle Wochenmitte 
Lotte

Kommentare

  1. Das klingt ganz schön lecker!
    Voller Stolz darf ich berichten dass es hier gerade angefangen hat, zu schneien (endlich). Ich hoffe, es schneit eine Weile und ich kriege tolle Fotos davon gemacht! Ich bin ganz aufgeregt!
    Viele liebe Grüße und einen guten Appetit!
    Maria

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Montagsmotivation: all die kleinen Dinge

Es gibt da so ein großartiges Zitat von Andy Rooney, das mir immer mal wieder in den Sinn kommt, sobald der Alltag Einzug hält:

"For most of life, nothing wonderful happens. If you don’t enjoy getting up and working and finishing your work and sitting down to a meal with family or friends, then the chances are that you’re not going to be very happy. If someone bases his happiness or unhappiness on major events like a great new job, huge amounts of money, a flawlessly happy marriage or a trip to Paris, that person isn’t going to be happy much of the time. If, on the other hand, happiness depends on a good breakfast, flowers in the yard, a drink or a nap, then we are more likely to live with quite a bit of happiness."

Andy Rooney

Tatsächlich passieren große und lebensverändernde Dinge doch (zum Glück) nicht jeden Tag. Eigentlich lebt man ja so insgesamt betrachtet mehr vor sich hin. Das kann einerseits frustrierend erscheinen, ist aber andererseits vielleicht auch gar nicht sch…

Zeitmanagement zusammengefasst

Gestern war ich ziemlich fertig. Nach nur drei Stunden Schlaf verbrachte ich den Tag eigentlich damit im Bett zu liegen, Torte zu essen, "Da Vincis Demons" zu schauen und mit Freunden zu telefonieren. Und ganz nebenbei stolperte ich über ein Zitat zum Thema Zeitmanagement. Und weil ich es so schön finde, habe ich es euch einfach heute mitgebracht. Um ehrlich zu sein war ich am Sonntag nämlich nicht in der Lage weiter zu denken als "Oh ich esse jetzt einmal ganz viel Kuchen". 
“ Instead of saying “I don’t have time” try saying “it’s not a priority,” and see how that feels. Often, that’s a perfectly adequate explanation. I have time to iron my sheets, I just don’t want to. But other things are harder. Try it: “I’m not going to edit your résumé, sweetie, because it’s not a priority.” “I don’t go to the doctor because my health is not a priority.” If these phrases don’t sit well, that’s the point. Changing our language reminds us that time is a choice. If we don’t like…