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Es war GREAT Mr. Gatsby


Ich habe es in den letzten Tagen endlich geschafft das Buch "Great Gatsby" zu lesen. Seit geraumer Zeit hege ich eine gewisse Schwäche für Autoren aus den Zwanzigern, besonders für jene, die zu dieser Zeit in Paris lebten und wirklich gute Literatur machten. Francis Scott Fitzgerald war einer von ihnen und so stand "The Great Gatsby" schon lange auf meiner Leseliste. Als dann in den letzten Wochen immer mehr von der Verfilumg die Rede war, habe ich mich endlich dazu entschlossen das Buch in Form eines netten englischen Reclamheftes zu kaufen.
Und was soll ich sagen? Wie schon Millionen Leser vor mir, war ich fasziniert und begeistert vom Gatsby. Die Geschichte, mit all ihrer Düsternis, hat mich nicht mehr losgelassen. Und nachdem ich den letzten Satz gelesen hatte, konnte ich nicht anders, als sprudelnd vor Begeisterung meiner Mutter (die arme Frau war unglücklicherweise anwesend und musste da durch) immer wieder davon zu erzählen.
Gatsby ist keine Liebesgeschichte, auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, sondern Gesellschaftskritik in Reinform. Da ist ein Mann, der endlos seinem Traum hinterher rennt und nicht bemerkt, dass er diesen bereits weit hinter sich gelassen hat. Jemand, der um alles in der Welt aufsteigen will und Reichtum scheffelt nur um eine Frau zurückzugewinnen, die sich von Reichtum blenden lässt, "Geld in der Stimme" hat und so oberflächlich scheint, dass es fast schon weh tut.
Aber da sind auch die 'roaring twenties', zwielichtige Geschäfte, Alkoholschmuggel und ein längst verlebter Amerikanischer Traum.

Während ich mich von der Geschichte gefangen nehmen ließ, kam ich nicht umhin die Parallelen zu unsere heutigen Zeit zu bemerken. Gatsby ist und bleibt so aktuell wie eh und je.
Dementsprechend hat mir das Konzept der neuen Verfilmung unheimlich gut gefallen. Zwischen knallenden Champagnerkorken und Charlstonkleidern, hört man modernen Hip Hop und sieht Details aus der aktuellen Pradakollektion. Mich hat diese Kombination aus Alt und Neu wirklich begeistert. Natürlich sind einige Stellen anders als im Buch, so ist Nick Carraway aus irgendeinem Grund in der Psychiatrie um sich von einer Alkoholsucht zu kurieren und Jordan Baker geht ein wenig unter. Trotzdem bin ich begeistert von der Metaphorik in dem Film. So haucht Lana Del Rey
an Stellen, die wilde Partys und Überfluss zeigen, ins Mikro  "Will you still love me when I'm no longer beautiful and young?"
Die Antwort dieser Gesellschaft im Dunstkreis von Mr. Gatsby? Nein, wir bleiben solange der Champus fließt und wenn du tot bist haben wir dich längst vergessen.
Buch und Film sind auf jeden Fall empfehlenswert. Allerdings plädiere ich dafür erst das Buch zu lesen und dann den Film zu sehen, wie eigentlich immer.
 Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die Woche
Liebe Grüße
Lotte


Kommentare

  1. Liebe Lotte!
    Eine grossartige Gatsby-Zusammenfassung, danke dafür!
    Herzensgrüsse von
    Cookie

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  2. Danke für diese tolle Zusammenfassung und Empfehlung!

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