Direkt zum Hauptbereich

Rezept für Frühlingsgnocchi und Freude am Abwasch

Nachdem ich gestern die Ergebnisse meiner Bachelorarbiet präsentiert habe, geht es jetzt daran die Arbeit zu schreiben. Klingt paradox, ist aber so. Das liegt daran, dass wir Psychologen erst einmal eine Menge rechnen, bevor wir uns an eine Aussage wagen. Meine Rechnerei habe ich also gestern vorgestellt, mit meinem Betreuer und den anderen Schreiberlingen diskutiert und mache mich jetzt an die Tipperei.
Also theoretisch zumindest, leider bin ich abgelenkt. Von politisch unkorrekten Satiresendungen und einem so spannenden Hörbuch, dass ich inzwischen sogar freiwillig abwasche. Die Hölle ist zugefroren, die Lotte wäscht freiwillig ab, wenn sie jetzt noch anfängt die Bachelorarbeit zu schreiben, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Aber was soll man machen, wenn nun einmal am Freitag die heute show läuft und der Jussi Adler-Olsen so böse Thriller über den Untergang der Demokratie in den USA schreibt? Ich bin also ein Opfer der Umstände, wo kämen wir dahin, wenn ich Eigenverantwortung wahrnehmen würde...
Besonders, da dieser Thriller wirklich unter die Haut geht. Erschreckend realistisch wird beschrieben, wie innerhalb weniger Wochen die Demokratie in den USA zusammenbricht, chaotische Zustände ausbrechen und der Überwachungs/Polizeistaat Einzug erhält.
Ich höre beim Abwasch gern das ein oder andere Hörbuch, normalerweise läuft das nebenher, aber in diesem Fall will ich keine Sekunde verpassen...
Bildquelle: http://ecx.images-amazon.com/images/I/61J4p9oW5LL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_.jpg

Aber damit man auch mit Freude abwaschen kann, muss man erst einmal das Geschirr verschmutzen. Dafür schlage ich Frühlingsgnocchi vor, die sind super lecker und leicht zu machen. Außerdem zaubern sie wunderschöne Farben auf den Teller, die im Kontrast zum Herbst draußen stehen.
 Das braucht ihr (2 Personen): 
eine Packung Ricotta
1 Ei
50 g frisch geriebener Parmesan
ca 80 g Mehl
frisches Gemüse
(ich habe Möhren, Radieschen, Zuckerschoten, Erbsen,
grünen Spargel und Tomaten genommen)
150 ml Gemüsebrühe
Olivenöl
zwei Knoblauchzehen
eine halbe Zwiebel
4 Bärlauchblätter
Saft von einer Zitrone
Salz, Pfeffer und Honig

Das macht ihr: 
Ricotta mit Ei, Parmesan und Mehl vermischen, sodass ein knetbarer Teig entsteht.
Den Teig zu einer langen dünnen Rolle formen und in kleine Scheiben schneiden.
Die Scheiben leicht mit der Gabel eindrücken, sodas die typische Gnocchiform entsteht.
Reichlich Salzwaaser aufkochen und die Gnocchi darin ca. 7 Minuten kochen. Sie sollten zum Schluss oben schwimmen.
Öl in einem Topf erhitzen, die Knoblauchzehen und die Zwiebel würfeln und im Öl andünsten.
Die Möhren hinzufügen und mit Brühe ablöschen. Alles ungefähr fünf Minuten mit geschlossenem 
Deckel köcheln lassen. Das Restliche Gemüse klein schneiden und hinzufügen. (Die Tomaten erst ganz kurz vor dem Ende, sonst werden sie matschig).
Alles so lange kochen, bis das Gemüse gar aber noch knackig ist.
Den Bärlauch klein schneiden und unter das Gemüse geben. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Honig abschmecken und warm halten.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Gnocchi darin goldbraun anbraten.
Zusammen mit dem Gemüse servieren.
Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende.
Bei mir heißt es heute Fußball gucken gehen. Und bei euch? Fußball oder nicht Fußball- Das ist hier die Frage...
Liebe Grüße
Lotte 

Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…