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Wenn einem das Internet ausfällt...

Ja, ein vorbereiteter Post ist alles, wenn man ganz ohne Interent wieder ins Mittealter zurück katapultiert wurde. Eigentlich finde ich die Idee mal ein paar Tage ohne Internet zu leben ganz gut, man merkt endlich einmal wie viel Zeit dafür "verschwendet" wird nur mal eben schnell etwas nachzuschauen. Das Ganze ist nur blöd, wenn man seinen Blog weiter betreiben möchte.
Im ersten Moment war ich richtig geschockt. Als der nette Mensch im Callcenter mir völlig emotionslos sagte: "Ihr Router ist dann wohl kaputt. Sie bekommen Ende nächster Woche einen Neuen geschickt", wusste ich nicht so recht, ob ich lachen oder schreien soll. Da der Herr allerdings wirklich sehr freundlich und zuvorkommend war (was regen sich da eigentlich immer alle auf? Wenn man nett ist sind die Andern meistens auch nett und er macht ja nur seinen Job), habe ich mich gegen schreien entschieden und ihn freundlich gefragt, ob es denn nicht irgendeine Möglichkeit gäbe--- Nö. Pech gehabt. Lotte ist von der Außenwelt abgeschnitten.
Wie gesagt ich finde es ja heilsam eine Zeit ohne gegoogel und Mails checken zu leben, aber der Blog???
Ích wusste mir nicht anders zu helfen, als meine übliche Verarbeitungsstrategie anzuwenden, die gegen alles hilft, egal ob persönliche Rückschläge, sehr schlechte Stimmung, schlechtes Wetter, Trennung, miese Noten oder auch alles andere (habe wirklich viele Tiefs in meinem Leben ghabt und es hat fast immer ein wenig geholfen). Wer mich kennt weiß wovon ich spreche: Backen! Mit Händen in der Rührschüssel, die Teig verkneten und dem herrlichen Geruch frischer Backwaren sieht die Welt fast immer ganz anders aus. Sehr zu empfehlen ist dieses Rezept. Ich  habe nur die Hälfte der Mengen genommen und wie üblich den Zuckergehalt auf ein absolutes Minimum begrenzt. Und auch ohne große Gugelhupfform habe ich ein wunderbares Ergebnis erzielen können. Es ist ein Standardkuchen meiner Mutter, den ich noch nie gegessen habe, weil sie ihn in einer Zeit buk als ich mich von Knäckebrot und Gurke ernährte und das ausgewogen nannte... Aber jetzt bin ich eines besseren belehrt worden. Das Rezept ist ein Traum und hilft bestimmt gegen fast alles. Und weil ich nicht anders kann hier noch ein paar Bilder von meinem "Schlachtfeld" in der Küche.

Et voilà: Das Ganze kann man auch wunderbar in einer Cannelés Form backen
Ich schicke euch ganz liebe Grüße
Lotte, die Kommentare leider erst sehr sehr spät freischalten kann (vielleicht sogar erst am Montag)

Kommentare

  1. O.o habe noch nie Törtchen in dieser Form gesehen! Klingt aber lecker und sieht auch sehr gut aus!

    Ohne Internet kann ich auch nur schlecht - in 4 Wochen Osterferien hab ich genau zwei Posts hinbekommen gehabt, und das war nichtmal weil ich kein Internet hatte, sondern keinen persönlichen Laptop dabei hatte und den von anderen hätte nutzen müssen ^^

    Hoffe der Router kommt ganz flott an!
    Liebste Grüße und einen guten Start ins Wochenende!
    Maria

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    1. Die Törtchenform ist ursprünglich aus Frankreich. Darin werden die tradtionellen Cannelés Bordelais gebacken, die übrigens ein absoluter Traum sind, schon allein dafür lohnt sich Frankreich immer ^^.
      Der Router kommt vermutlich Ende nächster Woche, da bin ich dann im Ostseeurlaub, aber das ist schon ok, denn da habe ich ja auch wieder Internet.
      Ich wünsche dir auch ein ganz tolles Wochenende
      Liebe Grüße
      Lotte

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  2. Ohne Internet ist's ganz böse, da kann ich dich gut verstehen. Ich bin da immer um mein Smartphone froh, damit blogge ich zwar nicht, kann aber wenigstens Mails lesen, Kommentare freischalten und so was alles.

    Übrigens bin ich auch immer nett an Hotlines! Ich denke nämlich immer "Der kann ja nix dafür, den ich da an der Strippe habe." Das Problem ist nur, dass man sicherlich niemals jemanden am Hörer haben wird, der doch "was dafür" kann. Und manchmal kommt man mit Nettigkeit nicht weiter, wie ich gelernt habe, als irgendwann dann nach zahlreichen fruchtlosen Versuchen meinerseits mein Papa die Hotline anrief, direkt losschimpfte wie ein Rohrspatz (ich saß daneben und war selbst wohl am meisten erschrocken) und das Problem innerhalb 30 Minuten gelöst wurde... Grumpf! Ich hatte schon eine Woche mich mit der Sache rumgeschlagen, aber war wohl nicht wichtig genug!

    Ich drücke die Daumen, dass bei dir wirklich bald alles wieder so fluppt, wie es soll!
    Liebe Grüße
    Nele

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    1. Ich bin ein smartphonloses Mädchen und finde das gar nicht schlimm. Allerdings war ich im ersten Moment wirklich ein wenig geschockt. Jetzt habe ich mich daran gewöhnt ohne ständigen Onlinezugriff zu sein. Ich merke, man hat sich echt abhängig gemacht.
      Der Mann an der Hotline war wirklich freundlich und ich denke mir auch immer, dass es ja auch nicht unbedingt der Traumjob ist Stunden an so einem Telefon zu sitzen und bin da sehr für Perspektivübernahme. ^^
      Liebe Grüße
      Lotte

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