Direkt zum Hauptbereich

Blumenkohl mal anders

Ich gebe gern zu, dass ich kein Fan der deftigen deutschen Hausmannskost bin. Eher ganz im Gegenteil. Ich schrecke zurück, wenn mir jemand Bratwurst oder Kassler mit Sauerkraut und Salzkartoffeln andrehen will. Und Blumenkohl gehörte für mich bisher in genau diese Kategorie. Fette Sauce, Blumenkohl, Salzkartoffeln und eine nicht näher defnierbare Frikadelle... Das war meine Erfahrung mit Blumenkohl und so beschloss ich eines schönen Tages: Den mag ich nicht!
Aber als ich dieses Rezept für Sizillianische Blumenkohlnudeln fand, beschloss ich dem Gemüse doch noch eine Chance zu geben. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Lieber Blumenkohl, lass es uns doch noch einmal miteinander versuchen, du hast mich wirklich verführt!
Sizilianische Blumenkohlnudeln 

Ihr braucht (2 Personen)
1/2 Blumenkohl in Röschen gebrochen
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise getrockneter Chili
1 Messerspitze Safran
25g Rosinen
25g Pinienkerne
1 EL Tomatenmark
1 El Zitronensaft
Olivenöl
ein wenig gehackte Petersilie
Vollkornnudeln

Das macht ihr
Den Safran mit ewtas kochendem Wasser verrühren und beiseite stellen.
Den Blumenkohl ca. 4 Minuten in sprudelndem und gesalzenem Wasser kochen.
Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und das Wasser aufbewahren
Die halbe Zwiebel fein würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl anschmoren.
Knoblauch pressen und zusammen mit dem Chili in die Pfanne geben. Eine Minute dünsten.
Dann die Pinienkerne und die Rosinen hinzugeben und kurz mit anbraten, bis die Pinienkerne 
leicht geröstet sind. Mit 1 Schöpfkelle Blumenkohlwasser ablöschen. Blumenkohl, Tomatenmark, 
und Safran hinzugeben. Mit einem Holzlöffel den Blumenkohl leicht zerdrücken, sodass eine schöne Sauce entsteht. Sollte die Sauce zu trocken sein, einfach ein wenig Blumekohlwasser hinzugeben. 
Die Vollkornnudeln nach Packungsanweisung kochen und sobald sie fertig sind unter die Sauce heben. Alles mit Zitronensaft und Petersilie abschmecken. Ich habe noch etwas Halloumi dazu angebraten, den ich vom Vortag übrig hatte. Das gab dem Ganzen noch den letzten Schliff. ;-)
Ich war besonders begeistert von der Kombination aus süßen Rosinen, salzigem Halloumi und Blumenkohl.
Ich wünsche euch einen wunderbaren Donnerstag
Liebe Grüße
Lotte, die Besuch von den Eltern bekommt und die Wohnung putzen muss ;-)

Kommentare

  1. Sobald es nach deutschem Essen riecht, mag ichs nicht mehr :D das riecht für mich nach Oma, und ich stelle mir immer vor, dass es im Krieg überall so gerochen hat. Komisch.
    Blumenkohl hat da für mich aber nie dazu gehört :) Lass es dir schmecken, sieht köstlich aus!

    AntwortenLöschen
  2. Mit Salzkartoffeln kann man mich auch jagen. Ich glaube, seit ich von Zuhause ausgezogen bin - vor 10 Jahren! - habe ich ungefähr 5 Mal Kartoffeln gekauft. Und die nie für Salzkartoffeln! ;-) Sauerkraut und Kartoffelpürree (ohne Kassler, sondern mit weißen Bohnen) hingegen mag ich echt gern, und einer schönen groben Bratwurst zwischendurch bin ich auch nicht abgeneigt. Der Blumenkohl sieht super aus, auch wenn ich die Zutatenliste durchforstet habe nach diesen "Dingern", die da oben drauf liegen, und erst am Ende den Hinweis mit dem Halloumi gesehen habe. ;-) Den muss ich eigentlich auch unbedingt mal probieren! Das ist dieser Quietschkäse, oder? Wird der noch paniert oder so?

    Liebe Grüße
    Nele

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Nele
      Salzkartoffeln habe ich auch noch NIE gemacht, aber hin udn wieder gibt es Kartoffelspalten mit Olivenöl aus dem Ofen zu Salat.
      Halloumi ist wirklich lecker, er quietscht schon ein bisschen in der Pfanne, das stimmt. Eigentlich ist es eine Art sehr fester Ziegen- oder Schafskäse, der extra zum Grillen und braten geeignet ist. Er muss vorher auch nicht paniert werden, sondern sieht ganz von allein so schön goldbrau aus.
      Ganz liebe Grüße
      Lotte

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…