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Von Einhörnern und neuen Rezepten

Gestern waren eine Freundin und ich anlässlich der Jüdischen Woche, die zur Zeit in Leipzig stattfindet, beim Konzert der Band "Das blaue Einhorn". Es ist zufällig die Lieblingsband meiner Freundin. Ich hingegen kannte sie bis dahin gar nicht und war wirklich positiv überrascht.
Wirklich schöne Musik, die Lust zum Tanzen macht. Leider ging das in der Kirche nicht so gut.
Wir sind übrigens gefühlt bis ans Ende der Welt gefahren (angeblich gehörte das noch zu Leipzig, aber ich bin mir da nicht sicher).
Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall. Solltet ihr auf Folk/Klezmer/Tango etc stehen, ist das DIE Band für euch. Leider lösen sie sich im November auf. Also wer sie anschauen möchte: Schnell sein!
Live sind die wirklich ein Erlebnis!

Und passend zur Jüdischen Woche in Leipzig, habe ich mir mal wieder ein Rezeptbuch aus der Stadtbibliothek ausgeliehen. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass man eine Kultur über das Essen am besten kennenlernen kann. "Die jüdische Küche" von Clarissa Hyman ist aufgeteilt nach: Milchig (Gerichte mit Milchprodukten), Flayschig (Fleischprodukte, die ja nicht mit Milchprodukten gemischt werden dürfen) und Parwe (weder fleischig noch milchig).
Nachdem ich gefühlte Jahre durch Leipzig gerannt bin um Matzen zu kaufen (ungesäuertes Brot), habe ich mich gestern entschlossen zum Frühstück Bumywelos zu machen, das sind Matzeküchlein aus Saloniki. Gemacht werden sie ganz einfach. Man lässt pro Person eine Scheibe Matze in Wasser aufweichen, drückt sie zusammen sobald sie richtig weich ist und vermischt sie mit einem Ei. Das Ganze mit ein wenig Zucker süßen (ich habe Honig genommen) und esslöffelweise in einer Pfanne mit Olivenöl zu kleinen Küchlein braten. Das Ganze zum Abschluss noch mit ein wenig Honig beträufeln und genießen.
Die meiste Arbeit macht wirklich das durch die Geschäfte rennen und Matzen besorgen. Ich bin schließlich im Biomarkt fündig geworden und bin jetzt stolze Besitzerin von Biovollkornmatzen mit Kleie. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Biomarkt ist für mich allerdings gefährlich. Dort gibt es immer so viel spannende Sachen, die ich gern ausprobieren möchte, die aber  leider zu teuer um sie nur mal eben aus Jux zu kaufen.
Aber wer weiß, wenn mein Biovollkornmatzen mit Kleie demnächst alle ist, habe ich ja wieder Anlass dorthin zu stiefeln und vielleicht habe ich dann die passende Ausrede um den Laden leer zu kaufen ;-)
Ich wünsche euch einen zauberhaften Tag
Liebe Grüße
Lotte

Kommentare

  1. Hmmm mit jüdischer Küche sollte ich mich auch mal genauer auseinandersetzen - klingt sehr interessant!

    Liebste Grüße und einen schönen Tag wünsche ich Dir!
    Maria

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