Direkt zum Hauptbereich

Teenagerliebe

Wisst ihr noch wie es war als man Dreizehn war? All die Sorgen und Nöte, die der Schulhoftratsch mit sich brachte, wie verkrampft man versuchte dazu zugehören und rebellisch die erste Zigarette auf dem Feld hinter dem Elternnhaus rauchte... Der erste Herzschmerz, die ersten großen Krisen, die ersten tiefen Freundschaften.
Und immer mit dabei, zumindest in meiner Umgebung, waren die Ärzte, die irgendwie zu jeder Situation den passenden Text hatten und den richtigen Ton trafen.
Als Ärztefan war man nicht nur rebellisch, sondern frühzeitig sehr abgeklärt und es gibt ja durchaus schlimmere Vorbilder für Teenager als einen Farin Urlaub, der kein Fleisch isst, keinen Alkohol trinkt und sich auf seinen Konzerten Tee zu Gemüte führt.
Wenig erstaunlich also, dass ich sofort kreischend ja geschrien habe als meine Freundin Anne mich fragte ob wir wir gemeinsam auf das ein Ärztekonzert gehen wollen.
Das beste daran: Wir haben Tickets für Berlin gekauft, der Heimatstadt der besten Band der Welt. Alles perfekt!
Also bin ich nach der Party bei meinen Eltern in die Hauptstadt gefahren und habe dort zusammen mit Anne eine wundervolle Zeit verbracht.
Zunächst ging es selbstverständlich an die Verpfelgung. Vor einem Konzert, bei dem gehüpft und gesprungen wird was das Zeug hält, ist es wichtig genügend Energie gesammelt zu haben. Also gab es Pizza im Park und danach ging es auf zum Konzert auf dem Rollfeld in Tempelhof.
Es wurde gerockt, getanzt, gesprungen und geschrien ohne Ende. Am nächsten Tag war ich unglaublich heiser, aber das war es auf jeden Fall wert!
Sogar die Vorbands waren richtig gut. Besonders gefallen hat mir LaBrassBanda, eine bayrische Band die im Originaldialekt singt und dazu mit Blasinstrumenten aufwartet, unglaublich aber wahr sie rocken barfuß (laut Farin die Hobbits unter den Blaskapellen) ein Publikum von 45.000 Menschen und das, obwohl alle sehnsüchtig auf die Ärzte warten!
Das Hauptaugenmerk lag aber natürlich auf den Ärzten und bei mir ist endlich der Teenagertraum in Erfüllung gegangen sie einmal live zu sehen. Obwohl ich früher auf diversen Konzeren war, habe ich es bis dato nämlich nicht einmal geschafft die Ärzte zu sehen!
Übernachtet haben wir in diesem Hostel in Charlottenburg in einem gemischten 8Mann Zimmer. Für eine Nacht wunderbar, sehr sauber und erstaunlich ruhig. Man hat wunderbare S Bahn Anbindung und der Omnibusbahnhof ist in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Von dort aus fahren günstige Fernbusse in alle möglichen Städte. Wir sind damit unglaublich günstig nach Leipzig gekommen.
Nur so als Tipp am Rande, wenn ihr als arme Studenten einmal günstig nach Berlin wollt. So bleibt auch mehr Geld für ein Bandshirt auf dem Konzert ;-) (Musste natülich sein, wenn schon wieder Teenager, dann doch bitte richtig)
Ich wünsche euch einen wundervollen Dienstag
Liebste Grüße
Lotte
PS: Entschudligt, dass ich eure Kommentare vom Wochenende erst gestern freischalten konnte. Ich hatte keinen Laptop mit in Berlin.

Kommentare

  1. OOOH TOLL! Die Ärzte hab ich bei Rock am Ring (2006? 2007?) Live gesehen und ich war damals total vernarrt. Schulhofmusik eben. Da muss ich dran denken, wie ich mit Freunden aufm Spielplatz gesessen habe, wir haben laut "Claudia hat nen Schäferhund" gesungen und uns sooo erwachsen und cool gefühlt. Gottogott, wie unangenehm :D

    Schön, schön. Bin ein wenig neidisch!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Bücherliste Januar

Irgendwie ist der Januar wahnsinnig schnell vorbei gegangen und gleichzeitig fühlte er sich an wie eine Ewigkeit. Büchertechnisch sah der Beginn des Jahres eher mau bei mir aus. Ich habe ganze drei Bücher gelesen und mich irgendwie auch sonst im Januar ein bisschen verzettelt.
Ich glaube für mich beginnt das neue Jahr offiziell im Februar und ich zähle den Januar einfach als Testphase. Die drei Bücher der Testphase stelle ich euch natürlich trotzdem vor.



1. Der Report der Magd von Margaret Atwood Das Buch ist vor kurzem als Serie verfilmt worden und hat mehrere Emmys sowie zwei Golden Globes gewonnen. Leider kann ich dazu gar nichts sagen, da die Serie in Deutschland nur bei EntertainTV ausgestrahlt wird. Das Buch fand ich sehr bedrückend. Ich habe ja ein Faible für Dystopien und "Der Report der Magd" ist im wahrsten Sinne des Wortes dystopisch.  Was mich allerdings störte sind die Kritiken, die das Buch mit Orwell oder Huxley gleichzusetzen versuchten. Während die beiden Aut…

Weihnachtsgrüße

Die Sache mit Weihnachten ist die: Wir haben unzählige Erwartungen an die Stimmung, an das Fest, an die Geschenke, an das Essen und die lieben Verwandten. Wir erwarten Schnee, Kälte, Romantik und das perfekte Ambiente für eine heimelige Kulisse.
Irgendwie muss alles perfekt sein, klappt ja auch bei all den Bloggern. Die haben schließlich nie Streit am Weihnachtsmorgen, der Baum ist perfekt dekoriert und alle sind immer schön. Also bitte her mit der Perfektion, die sich wie eine Tube Honig über die nächsten Tage ergießt und alles im Keim erstickt, was annähernd gut sein könnte. Steinbeck hat einmal geschrieben "Now that you don't have to be perfect you can be good"  In diesem Sinne wünsche ich euch keine perfekten Weihnachten, keine perfekt angezogenen Menschen, kein perfektes Essen, das erst einmal vier Stunden bewundert und fotografiert werden muss, und keine sich perfekt benehmenden Kinder.  Stattdessen wünsche ich euch Freude, Ausgelassenheit und eine tüchtige Portion…

Montagsmotivation: Mädelsabend

Am Freitag traf ich mich mit einem Pferdemädchen. Wer sich jetzt fragt "Was um alles in der Welt ist ein Pferdemädchen?" dem sei folgendes gesagt: Pferdemädchen sind die absoluten Powerfrauen, sie sind entzückend, wunderbar, authentisch und haben immer eine erfrischende und entdramatisierende Sichtweise auf die Welt. Warum das Pferdemädchen heißt würde jetzt wirklich zu weit führen, Fakt ist: Es gibt diese Frauen (und Männer).
Eines meiner liebsten Pferdemädchen und ich waren am Freitag Pizza essen. Den Termin machten wir vor sage und schreibe beinahe einem Monat aus, damit wir auch beide frei haben.
Und nachdem wir uns gegenseitig auf den neusten Stand brachten, kamen wir recht schnell auf ein Thema, das uns beide sehr beschäftigt. Entschleunigung.
Das ist ja auch immer so ein Wort zum Jahresanfang. Alle wollen plötzlich weniger machen, achtsamer sein und Selbstfürsorge betreiben. 
Macht sich ja auch ganz gut darüber zu reden und wir wirken alle unfassbar wichtig, wenn wir e…