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Von andern Gefühlen am Ende der Welt

Kia Ora  oder auch Hallo vom Ende der Welt. :-) Seit Mittwoch bin ich nun endlich in Neuseeland gestrandt. Nach über 30 Stunden in Bahn, Flugzeug und Bus kam bin ich nun bei den Kiwis und bekomme gerade die volle Dröhnung an Umgewöhnungsphasen.
Zwischen Jetleg, schlaflosen Nächten, Zeitumstellung und der Angst keinen Job zu finden bin ich bisher hauptsächlich damit beschäftigt gewesen Organisatorisches zu erledigen.
Das ist eigentlich schade, weil Auckland natürlich danach verlangt erkundet zu werden.
Im Moment ist allerdings die Sorge keinen Job zu finden so allgegenwärtig, dass es mir schwer fällt etwas anderes zu machen als im Internet Bewerbungen zu schreiben und nach Angeboten zu gucken.
Nichtsdestotrotz habe ich am Freitag eine kleine Bustour durch Auckland mitgemacht, die von unserer Organisation gestellt wurde.
Dort habe ich endlich auch einmal die schönen Seiten der Stadt gesehen und war fasziniert davon wie schnell aus einem einfachen Park plötzlich ein Dschungel werden kann, die Kiwis begeistert davon sind von hohen Gebäuden oder Brücken zu springen und dass neuseeländisches Bier nicht das Schlechteste ist.
Gewöhnen muss ich mich noch an die hohen Preise (besonders für gesunde Lebensmittel), an das fettige und ungesunde Essen (ich habe bestimmt schon 3 Kilo abgenommen, weil ich das Zeug beim besten Willen nicht runter bekomme), schnarchende Room mates und die dauerhafte Unsicherheit wovon ich leben soll.
Aber jeder mit dem ich bisher gesprochen habe meinte dass es ihm am Anfang ganz ähnlich ging und die Arbeitssaison hier geht auch erst nächsten Monat richtig los.

Das Symbol für Auckland ist der sogenannte Skytower. Von dort stürzen sich viele Neuseeländer mit großer Begeisterung und einem Seil hinunter. Von unten betrachtet sieht er ja recht harmlos aus, ist allerdings ungefähr so lang wie 2 Fußballfelder. Unser guide hat mit uns ein sehr nettes Spiel gespielt. Er warf eine Münze in die Luft und wir sollten raten ob sie Kopf oder Zahl anzeigt. Wer falsch riet musste raus und derjenige der am Ende übrig blieb bekam einen Sprung vom Skytower geschenkt. In diesem Fall war ich doch ganz froh, dass ich keinerlei Glück bei solchen Spielen habe.
Ziemlich beeindruckend war es, als wir innerhalb von 2 Minuten von einem ganz normalen Park direkt in den Dschungel kamen und das mitten in Auckland!
Zur Tour gehörte auch eine Überquerung der Habour Bridge. Und da dort gerade gebaut wird durften wir alle lustige Helme tragen.
 Oh ja, Jetleg ist durchaus eine sichtbare Sache denke ich...

Natürlich gab es auch auf der Habour Bridge einen mutigen von uns, der tatsächlich dn Bungeesprung gemacht hat. Irgendwie scheint das hier tatsächlich dazu zu gehören und jeder macht hier irgendwann einmal einen Absprung...


Wirklich spannend an der Erfahrung sind hier die Leute die man trifft, ein Franzose der sich entschieden hat komplett auf Geld zu verzichten und nur noch zu woofen, ein Brite, der seit über 3 Jahren nur die Welt bereist und seither nicht mehr zu Hause war, eine 65Jährige Hippiefrau, die ihre Jugend in den 68ern in Kalifornien verbracht hat und eine Weisheit besitzt wie ich sie noch nie zuvor bei einem Menschen erlebt habe und und und...
Allein diese Menschen sind schon beinahe die Reise wert und wenn ich jetzt noch einen Job find kann das große Abenteuer eigentlich nicht mehr schief gehen^^
Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag
Lotte, bei der jetzt Samstagabend ist während ihr so langsam aufsteht/von der Party heimkommt.

Kommentare

  1. Spannend deine erste Eindrücke zu sehen. Und ich bin sehr gespannt ob du auch noch einen Sprung wagst :-)
    Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit in Neuseeland!!

    Liebe Grüsse Alizeti

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