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Von Blumen und Schwefelduft

Die letzten beiden Tage habe ich in Rotorua verbracht, einem Ort der vor allem für zwei Dinge bekannt ist:
Seine Geysire und die hier noch für Touristen erhalten gebliebene Maorikultur.
Letzteres erlebe ich in ein paar Stunden, was bei euch am frühen Morgen ist, in Form eines traditionellen Maoriabends inklusive Haka und dem Hangi, dem traditionellen Maoriessen.
Ersteres habe ich in den letzten beiden Tagen ausführlich erkundet. Es gibt die Möglichkeit gegen Eintritt in einen der spektakulären Parks in der Nähe von Rotorua zu fahren und dort Geysire zu bestaunen. Da ich allerdings kein Auto habe und dementsprechend sowohl für die Fahrt als auch für den Park ordentlich Geld gelassen hätte, habe ich mich entschieden einzig die frei zugänglichen Parks zu besuchen. Schon allein das war sehr beeindruckend.
In der ganzen Stadt riecht es immer mal wieder dezent nach Schwefel, was die Menschen mit unzähligen Blumen zu übertünchen versuchen. Geht man dann jedoch in die Parks ist jeder Versuch dem Gestank mit Blumen entgegen zu wirken zwecklos. Zwar sehen die "Tümpel" farblich zum Teil wunderschön aus, sich wirklich nähren möchte man sich jedoch nicht. Zumindest nicht ohne vorher eine Wäscheklammer über die Nase zu stecken. Genau genommen ist ein zu nahes Herantreten aufgrund der Gefahr ohnehin verboten. Hübsch auf den Wegen bleiben heißt es also, wobei sich mir jedes Mal die Frage stellt ob ausbrechende Geysire sich ebenfalls an diese Regel halten und nur abseits der Touristenpfade ausbrechen.












Schweflige Grüße vom Ende der Welt
Lotte

Kommentare

  1. Das sieht ja wahnsinnig toll aus.
    Hansi

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  2. Hallo liebe Lotte, eine schöne Reise machst du. Liebe Grüße von Elke

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