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Fast zwei Monate ist es nun her, dass ich aus Neuseeland wieder zurück gekommen bin. Mein Aufenthalt dort war letztendlich kürzer als gedacht und beinhaltete was ausschließlich reisen und kaum Arbeit. Es war also mehr ein "Travel" als ein "Work and Travel". Ich habe viel erlebt, viel gesehen, viele Menschen kennen gelernt.
Und nun, zwei Monate später sitze ich wieder in Deutschland im schönsten Matschewetter, während es am anderen Ende der Welt mit großen Schritten auf den Hochsommer zugeht.
Für mich heißt es joch: Stromanbieter vergleichen statt Schafe hüten, Umziehen statt Umherziehen und traute Zweisamkeit statt Zimmerparty im Hostel.
Im Februar beginnt mein neuer Job, mit dem ich mein Jahr Studienpause überbrücke, und zwischen dem alltäglichen Wahnsinn heißt es für mich im Moment auch: Farbe für die Wohnung aussuchen und überlegen wie ich meine Möbel unter all die wunderschönen Dachschrägen bekomme, die meine neue Wohnung zu bieten hat.
Irgendwie alles anders als gedacht. Noch vor wenigen Monaten war ich mir sicher ein dreiviertel Jahr am anderen Ende der Welt zu sein.
Seltsam wie sich die Dinge verändern. Wie ich zu dem Schluss kam meinen Aufenthalt zu verkürzen habe ich ja schon einmal hier beschrieben.
Plötzlich steht man da und das ganze Leben hat sich gedreht. Ist das jetzt schlimm?
Nein, ist es nicht. Im Gegenteil. Die Surferweisheit ist zwar sehr pathetisch, hat aber für mich einen unglaublich wahren Kern.
Zwar sollte man sein Fähnchen nicht immer ausschließlich nach dem Wind richten, aber wenn die Umstände es erfordern und man merkt, dass sich das Leben in eine andere Richtung bewegt als gedacht, ist es vielleicht an der Zeit den Kurs zu ändern.
Eine sehr weise Frau hat mir einmal  gesagt: "Du spürst in deinem Inneren eigentlich immer sehr gut, was du willst und was für dich richtig ist. Unglücklich warst du immer nur in den Momenten in denen du diesem Gefühl entgegen gehandelt hast. Vielleicht aus Angst vor Häme oder weil du die Erwartungen anderer erfüllen wolltest. Aber jedes Mal wenn du auf dein Innerstes gehört hast ging es dir gut"
Und so kann ich nach zwei Monaten in Deutschland tatsächlich sagen:
Neuseeland war eine wundervolle Zeit, reich an einzigartigen Menschen und Erfahrungen, es war eine Reise wert und wunderschön, aber ich bin froh da zu sein wo ich jetzt bin.
Ich wünsche euch einen wundervollen Tag
Liebste Grüße
Lotte



PS: Für die Menschen unter euch die harte Fakten bevorzugen: Beruflich bringt es mir natürlich auch einiges mehr in einem großen Forschungsprojekt am Universitätsklinikum zu arbeiten, als in Neuseeland Schafe zu scheren ;.)

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