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Silvester mal anders oder "Vornehm geht das Jahr zugrunde"

Eigentlich habe ich fast mein ganzes Leben (mit Ausnahme von 2 Jahren, in denen meine Eltern noch in der Nähe von Düsseldorf wohnten) Silvester an der Ostsee gefeiert.
Sogar als ich schon in Leipzig gewohnt habe, war ich jedes Jahr über Weihnachten und Silvester an der Küste. Wenn man schon 500 km weit nach Hause fährt, möchte man auch möglichst viel Zeit dort verbringen und extra für Silvester früher zurück fahren wollte ich eigentlich nie.
Dieses Jahr war allerdings Premiere. Zum ersten Mal habe ich tatsächlich in Leipzig gefeiert und so luxuriös, wie eigentlich noch nie.
Den Auftakt bildete mein Mittagessen: Mein Freund hat mich exquisit mit argentinischem Rumpsteak und kurz in der Pfanne angeschwenktem Gemüse bekocht.
Ich muss schon sagen liebe Damen: Ein Mann, der einen Morgens mit dem perfekten Rührei (ich habe noch nie so gutes Rührei gegessen) wecken kann, und es dann auch noch schafft argentinisches Rumpsteak so zart rosa und perfekt zu kredenzen, dass sogar das schlechte Gewissen tatsächlich wieder Tier zu essen ausbleibt, ist Gold wert. (Den geb ich nicht mehr her)
Nachmittags ging es dann nach dem obligatorischen "Dinner for One" gucken ins Kino. Zusammen mit gefühlt ganz Leipzig haben wir uns die Feuerzangenbowle angeschaut, dazu Glühwein getrunken und Stollen gegessen.
Besonders schön war es die bunte Mischung aus Alt und Jung zu beobachten, die alle an denselben Stellen lachten und den Text mitsprechen konnten. Nazifilm hin oder her, es ist und bleibt einfach Kult wie Pfeiffer mit drei F seine Lehrer zur Schau stellt.
Anschließend gingen wir schick Sushi essen. Das Restaurant wurde uns wärmstens empfohlen und ich habe dort das bisher beste Sushi meines Lebens gegessen. Auch die Vorsuppe war absolut perfekt. Dazu kommt das wunderschöne und zurückhaltende Interior im Inside Asia, das eine wirklich wunderbare Atmosphäre schafft. Dekadent ohne Ende, aber auf jeden Fall eine sich lohnende Investition.
Zum Anstoßen um Mitternacht sind wir schließlich ans Völkerschlachtdenkmal gefahren.
Da dort vorwiegend Familien und etwas ältere Menschen waren hatten wir nicht nur eine wunderschöne Kulisse zum Feuerwerk bestaunen, sondern ich musste auch kaum um mein Leben fürchten. (Silvester werde ich zum absoluten Angsthasen, der bei jedem Knall zusammen zuckt, sehr passend dann in eine Stadt zu fahren).
Da mein Freund im Leipziger Central Kabarett Schlagzeuger ist, waren wir dort herzlich zur Silvesterparty eingeladen und konnten so all den wunderbaren und talentierten Menschen die dort arbeiten noch ein Frohes neues Jahr wünschen.
Und, damit wir  nicht zu lange an einem Ort bleiben (was wäre denn das ein Silvester ohne ständig in Bewegung zu sein???) sind wir zum Abschluss des Abends in die Villa gegangen um zum Abschluss des Abends des Morgens noch ein wenig zu tanzen.
Garnelensuppe als Vorspeise- ein Gedicht
Zugegeben die Platte war für zwei Personen ;-)
Im hellen ist das "Völki" irgendwie schwer zu ertragen, aber im Dunkeln und mit Feierwerk ist es doch eine ganz schöne Kulisse

Vornehm geht das Jahr zugrunde, man gönnt sich ja sonst nichts also warum nicht Champagner trinken. 
Lotte mit 1000 Schichten, aber glücklich.
Ja... Das Symbol des Leipziger Central Kabaretts ist ein trommelnder Affe... Was auch immer das bedeuten soll.
Zum Abschluss noch das Tanzbein schwingen und Lotte zwischen lauter Goths. Ich liebe ja die Musik, allerdings kam ich mir mit meinem gold-schwarzen Paillettenkleid etwas wie der bunte Hund vor. 
Insgesamt gesehen war meine Silvesternacht so luxuriös und bewegt (im wahrsten Sinne des Wortes) wie noch nie. Das Erstaunliche war, dass wir quasi alles, was wir gerne machen in nur einer Nacht verbinden konnten. Von wunderbar kochen über Kulturprogramm, bis hin zu essen gehen und tanzen war durchweg alles mit dabei. Ein schöner Abschluss und guter Start für ein Jahr. 
Ich hoffe es erging euch ähnlich gut!
Liebste Grüße
Lotte
PS: Da ich zu faul war meine riesige Kamera mitzuschleppen sind die Fotos alle auf dem Iphone meines Freundes entstanden (der Arme musste ständig in der Kälte seine Handschuhe ausziehen- das ist Liebe ;-) )
von daher sind die Nachtaufnahmen natürlich nicht ganz so gut geworden.

Kommentare

  1. Na, das liest sich ja herausragend und das Esse, Freund und Japanisch - sieht ja toll aus, fast so toll wie die Lotte selbst.
    Wenn das kein Start in`s Jahr war!!
    Hansi

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