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Warum Mr. H am Ende doch recht behält

Ich bin, was das Schreiben angeht, vermutlich eine der furchtbarsten Menschen, die man sich vorstellen kann.
Schreibe ich und bin gerade im Flow ist die Welt wunderbar, einzigartig und wirklich toll. Menschen, Orte und Handlungen fliegen mir zu, ich bin quasi nur noch Beobachter und Protokollant einer um mich herum stattfindenden Szene.
Kaum bin ich jedoch fertig überkommen mich Selbstzweifel und die sichere Annahme: Das war Blödsinn.
Ich kann von mir geschriebene Texte und Kurzgeschichten nicht noch einmal lesen. Tue ich es doch, so bin ich jedes Mal versucht alles zu löschen und meinen Laptop in die Ecke zu schmeißen.
Dabei liegt das nicht daran, dass ich überhaupt kein Talent besitze.
Schreiben gehört zu mir, wie zu anderen Leuten das morgendliche Zähne putzen (was ich natürlich trotzdem tue ;-)). Und beinahe alle Menschen, die etwas von mir lesen und ehrliche Kritik geben, mögen was ich so verzapfe. Ich habe mir schon Geschichten und Handlungen ausgedacht noch bevor ich selbst schreiben konnte. Schon im Kindergarten musste meine Erzieherin die von mir erfundenen Geschichten aufschreiben und zusammen binden. Die Ärmste. Als sie vor einiger Zeit mein veröffentlichtes Buch signiert haben wollte war ich wirklich gerührt, da liest jemand tatsächlich meinen uralten Erstling und er gefällt!
Nur ich bin mit mir nie zufrieden, kann nicht annehmen wenn mir jemand sagt etwas wäre gut beobachtet oder toll beschrieben, möchte alles löschen und kriege regelmäßige Schaffenskrisen.
Oder, und damit komme ich zum Schluss meines heutigen "Lotte wundert sich über ihr eigenes Chaosköpfchen" Eintrags: Hemingway hat doch recht (wie eigentlich immer)


Ich wünsche euch einen wundervollen Tag
Lotte, die auch nicht genau weiß was dieser Eintrag eigentlich soll ;-)
PS: Nachdem mein Freund diesen Beitrag las war sein Kommentar: "Wunderbar das lese ich dir jetzt immer vor, wenn du sagst du kannst nichts"
Mist, nicht einmal in Ruhe jammern kann man noch .
..

Kommentare

  1. Perfektionismus pur ist eine schlimme Sache, weil sie zu ständiger Unzufriedenheit, Selbstungerechtigkeiten und genau zu dem führt, was Du beschrieben hast. Perfekt ist nur der liebe Gott, der bist Du nicht sondern nur eine "Göttin der Worte." Das solltest Du annehmen und Deine Elaborate entsprechend würdigen. Nur so wie andere es tun, die ja auch nicht alle nur doof sind. Dann siehst Du die Dinge, Dein Geschriebenes wohl richtiger als jetzt.
    Liebe Grüße
    Hansi

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  2. Selbstzweifel sind an dieser Stelle wirklich unangebracht. Dein Buch ist wirklich toll und ich lese es heute immer noch gerne. :) Das war einfach eine tolle Arbeit! :)

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