Direkt zum Hauptbereich

Spontanität leicht gemacht

Wie sehr ich den Sommer mit  lauen Abenden und all seinen Facetten liebe habe ich euch ja schon hier erzählt.
Nun hat es die letzte Woche in Leipzig geregnet und grau ausgesehen, was gar nicht schlimm ist, aber natürlich spontane Abendspaziergänge etwas erschwert.
Als gestern dann schließlich doch die Sonne hervor kam hieß es: Nichts wie raus. Durch den Park nach Plagwitz spazieren, Pitas draußen essen, kleine Enten beobachten, eine Lipz-Schorle trinken und einfach leben.
Ich liebe es spontan einen Abend alle Pläne und vernünftigen Iden (heute mal gesunde Low Carb Ernährung und früh ins Bett gehen) über den Haufen zu werfen und sich einfach mal treiben zu lassen. Hier schlendern, da gucken, dort Eis kaufen. Perfekt. Und Leipzig ist wie geschaffen dafür. Als wir über die Brücke zurück nach Hause liefen sang ein Chor dort- wie in einem (Kitsch?)Film.
Und irgendwie braucht es keinen großen Aufwand, nur ein bisschen Lockerheit um so einen Abend zu genießen.
Auf dem Weg von Plagwitz nach Hause kauften wir nicht nur vegetarische Pitas, sondern fanden auch eine alte Kiste zum Mitnehmen, die wir kurzerhand als Picknicktisch umfunktionierten. Spontanität  gute Vorbereitung ist alles ;-)

Es gibt für mich kaum ein zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk, das es mit der Lipz-Schorle aufnehmen kann. Viele Schorlen und Limonaden sind a) viel zu süß und b) man weiß nicht wo es herkommt. Das ist bei Lipz anders. Super lecker und aus der Region. Sie sind sogar vegan. Sehr zu empfehlen. Besonders Rhabarber hat es mir angetan. Wenn ihr in Mitteldeutschland seid unbedingt probieren!
Liebste Grüße
Lotte

PS: Auf dem Nachhauseweg liefen wir an diesem Auto vorbei. Sollte mir das jemand spontan schenken wollen (und Spontanität ist wie wir gelernt haben eine feine Sache) ich habe nichts dagegen ;-)

Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…