Direkt zum Hauptbereich

Es muss nicht immer Mainstream sein

Da schau her- die Lotte kocht mit Kartoffeln.
Ich weiß, ich weiß, eine ziemlich verrückte Angelegenheit für Verfechterinnen der Hasenküche- aber dennoch ist es wahr.
Und ihr werdet es nicht glauben: Kaum kocht die Lotte mit Kartoffeln- da kommt der Sommer zurück nach Leipzig.
Oha. Wenn das mal kein Timing ist. Fortan werde ich bei fehlender Sonneneinstrahlung
ausschließlich Kartoffelsuppe kochen. Der Trick funktioniert ja ganz offensichtlich.
Zumindest, wenn man beim Kochen das folgende Rezept verwendet.
Frei nach dem Motto: Klassiker goes Rock 'n' Roll.
Man nehme etwas Koriander, Ingwer und Wasabi- schon ist die deutsche Hausmannskost erträglich.
Gefunden habe ich das Rezept in der Edeka Zeitschrift "Mit Liebe", die liegt in besagtem Lädchen kostenlos aus und hat wunderbare Rezepte parat.


Wasabi-Kartoffel Suppe mit Ingwer

Das braucht ihr (für 2 Personen)

4 mittelgroße mehlig kochende Kartoffeln
ein Stück Ingwer (so groß wie eine Walnuss)
2 Knoblauchzehen
400ml Gemüsebrühe
100ml Milch
1-1,5 TL Wasabi (je nach gewünschter Schärfe)
1 Bund Koriander
Saft 1/2 Zitrone
etwas Muskatnuss zum Abschmecken



Das macht ihr

Kartoffeln, Ingwer und Knoblauch schälen und würfeln. Alles in Olivenöl anschwitzen. 
Mit Brühe und Milch aufgießen (im Rezept heißt es eigentlich Sahne, aber so weit geht meine Liebe zum Deftigen dann doch nicht ;-)) und ca 20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln gut sind. 
In der Zwischenzeit den Koriander waschen und grob schneiden.
Unter die Suppe geben und alles pürieren. 
Das Wasabi hinzufügen. 
Mit Zitronensaft und Muskatnuss abschmecken und sich in die Aromenvielfalt verlieben. 

Zu Dekozwecken habe ich die Suppe mit etwas Frischkäse und Lachs garniert.
Der Lachs passt wunderbar- ebenso wie der Frischkäse. 
Wir haben die Suppe ohne den Frischkäse und nur mit Lachs noch besser gefunden, da die unterschiedlichen Aromen besser zur Geltung kommen. 
 Na, plötzlich Lust auf Kartoffelsuppe? Ich hätte auch nicht gedacht, dass mir so etwas mal passiert (Wobei ich vor Kurzem tatsächlich auch ganz klassische Bratkartoffeln gemacht habe und sie einfach göttlich fand- aber das ist eine völlig andere Geschichte :P)
Ich bin immer noch ganz verliebt in das wunderschöne Leipzig Bild in unserer Küche. Deswegen musste das noch einmal mit aufs Bild. Da habt ihr es: Leipzig ist schön, das weiß sogar Ikea ;-)
Einen wunderbaren Donnerstag wünsche ich euch 
Lotte


Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…