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Es muss nicht immer Rotkohl sein

Meine Güte, die Adventszeit hat doch gerade erst angefangen, wenn ich mich nicht irre?! Kann es Tatsächlich sein, dass wir in einer Woche schon wieder alle unter dem Weihnachtsbaum , Kerzenwachs tropft und wir "Alle Jahre wieder" singen?
Irgendwie ging es dieses Jahr ganz besonders schnell oder? Neben Job und Studium hatte ich kaum Zeit für all die Dinge, die ich mir im Advent vorgenommen hatte.
Alle Harry Potter Bücher lesen zum Beispiel.. Ähhh ich bin da noch bei Band 1. Einfach keine Zeit gehabt.
Zum Glück hat Martin einen Adventskalender voller vorweihnachtlicher Aktivitäten. Da konnte ich mich nicht drücken, wenn entsprechendes zu erfüllen war.
Wollte ich ja auch gar nicht (wobei... diese Sache mit dem Starwars Film). 
Zur Weihnachtszeit gehört ja auch die hektische Menüplanung für Heiligabend und die anschließenden Feiertage.
Aber immer nur Rotkohl und Ente, das macht auch auch keinen Spaß und wird dann nach über 20 Jahren auch ein bisschen langweilig.
Deswegen haben wir letztes Wochenende mal ein anderes Rezept ausprobiert. Zwar Ente, aber mit ohne Rotkohl.
Entstanden ist ein fabelhaftes Weihnachtsmenü, das ich gerne mit euch teilen möchte.
Vorspeise: 
Maronensüppchen mit Zimt

Hauptgereicht: 
Ente mit Möhren Pflaumen Gemüse und Ricottaklöschen

Dessert: 
Honigkuchen-Spekulatius Tiramisu mit Granatapfelkernen


Da ich bei unserem Adventsessen auf schummrige Beleuchtung und Gemütlichkeit und weniger auf Fotos achtete, möchte ich mich schon vorher für die Bilder entschuldigen- Lecker war es trotzdem ;-)

Ich gebe gerne zu, es gibt optisch ansprechendere Suppen als Maronensuppe, aber dafür wenige die noch leckerer sind. Bestehend aus Maronen, Wein und Gewürzen ist sie nicht nur leicht und schnell zu kochen, sondern auch überragend gut. Der Trick dabei ist übrigens die Prise Zimt für den weihnachtlichen Geschmack.

Maronen-Suppe mit Zimt

Das braucht ihr (2 Personen)

1 Packung vakuumierte Maronen
1/4 l Weißwein
1 Schalotte
Salz, Pfeffer 
1 Msp Muskatnuss 
1 Prise Zimt

Das macht ihr
Die Schalotte würfeln und in etwas Olivenöl anbraten. Die Maronen hinzufügen und mit Weißwein (wer mag nimmt noch etwas Brühe dazu, oder auch nur Brühe) ablöschen. Alles köcheln lassen bis die Maronen weich sind. 
Dann alles pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. 


Was wäre Weihnachten ohne Ente? Genau, ein bisschen trostlos beinahe. Aber muss es denn immer Rotkohl dazu sein? Ich finde nicht.Möhren und Pflaumen sorgen für einen kleinen Beilagenkick und machen das Essen erst richtig interessant. Mit kleinen Ricottaklößchen und in einer würzigen Teriyaki Sauce schmeckt die Ente einmal anders. 


Ente an Möhren-Pflaumengemüse mit Ricottaklößchen

Ihr braucht (für 2 Personen)
1-2 Entenbrustfilets
4 Möhren
1-2 Hände voll Backpflaumen
100ml Teriyaki Sauce
1 EL Speisestärke
ca 1/4 l Wasser
1/2 Packung Kloßteig
1-2 EL Ricotta
Salz und Pfeffer

Das macht ihr
Die Möhren schälen und in schräge Scheiben schneiden (können natürlich auch grade sein ;-))
Den Kloßteig mit Ricotta vermengen und kleine Klößchen daraus formen. 
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Möhren 5 Minuten darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Backpflaumen vermengen. Das Gemüse in eine  Auflaufform geben und ca 10-15 Minuten bei 150°Umluft schmoren lassen.  Das Fleisch in der Pfanne (kein Öl mehr dazu geben!) anbraten. Dafür zuvor die Haut einritzen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hautseite ca. 5 Minuten, die andere Seite 3 Minuten anbraten. Danach zum Gemüse in den Ofen geben und weiter 10 Minuten (zusätzlich zu den oben genannten) schmoren lassen. 
Das Bratenfett mit der Teriyki Sauce und dem Wasser lösen und köcheln lassen (muss nicht gewürzt werden!) 1 EL Speisestärke mit etwas Wasser verrühren und zum binden unter die Sauce geben. Aufkochen lassen und sehen wie gut es eindickt. (Sollte die Sauce zu flüssig bleiben den Vorgang wiederholen). 
Wasser aufkochen und salzen. Die Ricottaklößchen hinein geben und ca 8 Minuten kochen lassen. Dann heraus nehmen. Wer mag kann sie anschließend in etwas Magarine goldbraun backen (geht auf die Hüften, schmeckt aber unglaublich gut und schließlich ist Weihnachten!). 
Die Fleisch Gemüse Mischung aus dem Ofen nehmen und kurz ruhen lassen. 
Dann die Ente aufschneiden und wieder auf das Gemüse legen.
Alles zusammen servieren. 
Last but not least das Dessert. Während ich das Hauptgereicht aus der Dezemberausgabe der lecker Zeitschrift habe. (ohne in irgendeiner Weise von der Zeitschrift gesponsert zu werden), sind Suppe und Nachttisch von mir zusammen klamüsert. 
Ich persönlich bin nicht allzu großer Freund von Tiramisu, aber in diesem Fall habe ich mir etwas überlegt, was vermutlich jeden Italiener zum Herzinfarkt, mich jedoch zur Glückseligkeit bringt.
 Honigkuchen-Spekulatius Tiramisu 

Ihr braucht (für 2-3 Personen)

Eine Auflaufform
Honigkuchen
Mascarpone
etwas Milch
3 Spekulatius 
etwas Johannisbeerlikör
Lebkuchengewürz
1/2 Granatapfel 

Das macht ihr
Den Honigkuchen in kleine Stücke schneiden und die Auflaufform damit auslegen. 
Den Honigkuchen mit Johannisbeerlikör beträufeln. 
Spekulatius klein bröseln (zum Beispiel indem man es in einen Gefrierbeutel tut und dann mit einem Nudelholz bearbeitet) und zusammen mit Mascarpone, Milch und Lebkuchengewürz zu einer Creme verrühren. Die Creme über den Honigkuchen geben und mit etwas zerbröseltem Honigkuchen und Lebkuchengewürz bestreuen. Alles mehrere Stunden ziehen lassen. Beim Servieren Granatapfelkerne mit dazu geben (sie machen das ganze etwas saftiger und interessanter)


Von der Bildqualität einmal abgesehen ist dieses Essen wirklich ein wahrer Genuss. Ich wollte euch die Rezepte einfach nicht vorenthalten. Besonders von der Ente was ich positiv überrascht und würde sie jederzeit wieder kochen.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Tag
Liebste Grüße
Lotte


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