Direkt zum Hauptbereich

Allerlei Nichtigkeiten

Ach wie großartig ist es doch wieder in Leipzig zu sein.
Die Zeit bei meinen Eltern war wunderschön, aber wieder zurück in Leipzig merkte ich erst wie sehr ich das Leben in der Stadt liebe.
Gleich am ersten Abend gingen wir ins Kino, das ist keine 10 Minuten von unserer Haustür entfernt. Wir feierten Silvester bei Freunden und im Leipziger Central Kabarett (eigentlich wollten wir nach Chemnitz, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung), unsere Freunde wohnen um die Ecke, sodass Spieleabende inklusive allerlei Getränke innerhalb weniger Minuten geplant und umgesetzt sind. Kurz und gut: Ich liebe die Flexibilität und Unabhängigkeit, die solch ein Großstadtleben mit sich bringt.
Was ich übrigens auch toll finde ist, das Martin tatsächlich den Schal trägt, den ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe. Ganz im Sherlock Holmes Style - mit Hut sogar. Der Schal war übrigens Teil eines "Mottogeschenks". Es beinhaltete einige Flaschen sehr guten Whiskey samt zwei wunderbarer edler Whiskeygläser, einen Schal im Schottenmuster und (ein kleiner Scherz meinerseits) ein Benimmbuch aus dem Jahr 1921 (sehr zu empfehlen ist das Kapitel über Turnen und darüber wie man sich im Job zu kleiden hat)
Martin hat mein Geschenk übrigens extra in Fuchspapier gekleidet und ist dafür noch einmal gesondert losgezogen. Das nenne ich Liebe ;-)
Was ich nach den Feiertagen übrigens besonders genieße, ist frische und gesunde Küche. Wir haben uns für dieses Jahr vorgenommen etwas mehr auf die Ernährung zu achten und ich muss sagen es tut so unglaublich gut nach der ganzen Schlemmerei. Zwar haben wir uns zuvor schon gesund ernährt, doch hin und wieder tauchte auch mal eine Tiefkühlpizza, ein Sandwich einer bekannten Kette oder auch Sushi vom Bringdienst bei uns auf. Damit soll dieses Jahr Schluss sein. 
Und zum Abschluss dieses Posts ohne jeglichen roten Faden ein Bild von einer gewissen Dame, die mich jeden Tag zum Schmunzeln bringt. Bella, die während jedes Aufenthalts bei meinen Eltern so tut als wären Martin und ich nicht vorhanden (streicheln- neeeeeeeeeeeeeeeeeein auf GAR KEINEN FALL), die große Katze meiner Eltern nervt und sich dadurch ordentlich Prügel einfängt, ist nun, da sie wieder mit uns in Leipzig ist, voller Kuschelbedürfnis und total verschmust. War ja klar. Jetzt sind wir wieder interessant.
Ach so und eine kleine Geschichte zum Montag noch.
Am Wochenende trafen wir uns mit guten Freunden zum Spieleabend und Schokoladenfondue. Dabei war auch eine gewisse rothaarige Dame mit ihrem neuen Schal, den sie zu Weihnachten bekam (in der Familie war Schals verschenken offenbar der Hit des Jahres).
Sie, den Schal dummerweise lässig elegant um den Hals tragend. Es kam, wie es kommen musste. Eine kleine Unaufmerksamkeit, da alle dicht gedrängt saßen und ein Stück Birne mit Schokolade beginnt zu fallen.
Sie zu dem Herrn, dessen Stück Birne in ihre Richtung fällt:
"Achtung pass bitte mit der Schokolade auf. Das hier ist Seide-Kaschmir Gemisch"
Er daraufhin ernsthaft: "Na und, DAS HIER ist Schoko-Birne!!!"
Liebe Leser: Es heißt Prioritäten setzen. Nichts, ich wiederhole gar nichts!!! ist so wichtig wie Birne mit Schokolade!
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche
Liebste Grüße
Lotte, die verzweifelt nach dem Sinn dieses Posts Ausschau hält ;-)


Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…