Direkt zum Hauptbereich

Exotisch für Anfänger

Einer unserer Vorsätze für das neue Jahr war es mehr auf die Ernährung zu achten. Zwar aßen wir bis dahin auch in 90% aller Fälle gesund und ausgewogen, doch manchmal kamen einige Begleiter wie Tiefkühlpizza oder schnelles Sushi vom Bringdienst auf unseren Speiseplan.
Auch habe ich, seit ich mit Martin zusammen bin, wieder angefangen Fleisch zu essen. Das finde ich gar nicht schlimm (zumal Martins selbstgemachtes Steak einfach G E N I A L ist), möchte es aber wieder um einiges reduzieren. Deswegen fällt bei uns dieses Jahr alles weg, was Fast Food heißt und dem Körper offensichtlich nicht gut tut. Außerdem haben wir einen festen "Fleischtag" eingeführt. Der ist einmal die Woche und für den Konsum von teuren Fleischprodukten wie Rumpsteak, Biohühnchen etc. gedacht. Ansonsten gibt es bei uns vegetarische Kost, mit Ausnahme von Fisch, auf den wir beide nicht verzichten wollen.
Ziemlich einfach eigentlich oder? Für Abende an denen es folgendermaßen aussieht: Martin hat bis spät Musikschule und Lotte kommt  um 21 Uhr von der Uni nach Hause, was irgendwie doch häufig der Fall ist. Kochen wir entweder vor, oder unser Tiefkühler ist gefüllt mit Gemüse, das man schnell in der Pfanne anbrät und dazu ein paar Mie Nudeln oder Couscous zubereitet. Das Ganze dauert nicht länger als eine Bestellung in diversen "Ich bin zu faul zum Kochen und brauch jetzt schnell was" Läden und mir schmeckt es um einiges besser.
Wenn wir jedoch richtig Zeit haben um zu kochen. probieren wir mit größtem Genuss neue Rezepte aus. Das wunderbare daran ist, dass wir zum Teil ganz neue geschmackliche Experimente wagen und es beinahe so viel Spaß macht sie zu kochen, wie zu essen.
Vor kurzem probierten wir ein wunderbares Gericht aus, das so farbenfroh und reich an tollen Zutaten ist, dass jeder Winterblues sofort der Vergangenheit angehört.

Orientalisches Auberginen-Aprikosen Ragout

Das braucht ihr (2 Personen):
1 Aubergine 
2-3 Schalotten
Olivenöl
100g getrocknete Aprikosen
200ml Gemüsebrühe
2 TL Paprikapulver
2 Tl gemahlenen Kreuzkümmel
1/2 Tl Cayennepfeffer
1 TL Zimt
1 EL Granatapfelsaft 
1/2 Granatapfel



Das macht ihr: 
Die Aubergine waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben viertel und mit Salz bestreuen und danach kurz stehen lassen (das entzieht ihnen Wasser). Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, die Aprikosen klein schneiden und beiseite stellen. Die Auberginenscheiben  abbrausen und abtupfen.
Die Zwiebeln in Olivenöl glasig andünsten, dann die Auberginenscheiben hinzu geben und 5 Minuten garen. Die Aprikosen hinzufügen und 5 Minuten weiter schmoren lassen. Dann die Gemüsebrühe hinzu geben und das Ragout so lange köcheln lassen, bis das Gemüse und die Auberginen weich sind und eine sämige Masse entstanden ist. Alles mit den Gewürzen, Salz und dem Granatapfelsaft abschmecken.
Die Kerne aus dem halben Granatapfel lösen und über das in einer Schale angerichtete Ragout streuen. 

Ich habe dazu Couscous serviert, den ich mit etwas Kurkuma und Brühe gewürzt habe, dadurch erhält er die gelbe Farbe. Natürlich kann man auch einfach etwas Reis dazu machen. 
Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die Woche
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…