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Anti-Vampir-Kampfstoff oder: Wie ich den Brotbackautomaten lieben lernte

Sind wir bei unserer lieben Freundin I. zu Besuch, ist häufig eine der ersten Fragen, die wir stellen: "Kommt K. heute auch?!". Das liegt nicht nur daran, dass K. eine liebenswerte, aufgeschlossene und wunderbare Person ist, sondern begründet sich ebenfalls in dem was sie regelmäßig zu diversen Partys und Spieleabenden mitbringt: K.s legendäre Fetacreme ist schneller leer als man "Oh ist die leeeeeeeeeecker!!!" sagen kann und jeder stürzt sich mit Begeisterung und bewaffnet mit einigen Scheiben Brot oder dippfähigem Gemüse (Paprikastreifen, Gurke etc.) sofort ins Getümmel.
Und da man meistens zu kurz kommt sich daran gar nicht satt essen kann, bat ich K. vor einiger Zeit mir ihr Rezept zu verraten.
Antwort: "Klar, sofort" Und zack war ich im Besitz eines Rezepts, das nicht nur Vampire vom Beißen abhält, sondern auch sofort süchtig macht.
Mein Tipp: Probiert die Creme unbedingt mit frisch gebackenem Brot! Das ist einfach himmlisch.
So, nun habe ich aber genug geschwärmt. Hier das super einfache, süchtig machende Rezept der besten Fetacreme der Welt:

K.s perfekte Fetacreme für wilde Partynächte

Das braucht ihr
1 Packung Feta
1 Packung Frischkäse
3-4 El Ajvar
(Gemüsepaste aus Paprika, Auberginen und Pfefferonen- gibt es hier in jedem Supermarkt)
Knoblauchzehen nach Belieben (für einen kommenden Arbeitstag eine, nach Oben gibt es keine Grenze. K. nimmt immer ordentlich)
evtl. Tomatenmark
Salz und Pfeffer
1 Hand voll gehackte Petersilie
Das macht ihr
Feta und Frischkäse zusammen zu einer homogenen Masse zerdrücken. 
Ajvar und die ausgepresste Knoblauchzehe hinzufügen.
Mit Salz, Pfeffer und Petersilie im Geschmack abrunden
Wer mag experimentiert mit Kreuzkümmel oder Curry oder auch mit GAR NIX ;-)

Das war es dann auch schon mit der Arbeit. Bei uns gab es die Creme gestern zusammen mit einem fisch gebackenem Brot und dieser Tomatensuppe aus getrockneten Tomaten. 
Zum reinlegen gut!

Thema frisches Brot: Vor einiger Zeit schleppte der Haustrommler den alten Brotbackautomaten seiner Eltern an. Begründung: "Ahhh der Duft von frisch gebackenem Brot, wenn der durchs Haus zieht. Wir können JEDEN Tag frisches Brot backen, Lotte (der kleine Junkie). GANZ OHNE ZUSATZSTOFFE (Okay, you've got me Babe...)"
Ähhh ja, klar können wir alles machen. Aber werden wir auch?
Lotte blieb skeptisch. In erster Linie nimmt das Ding ja tüchtig Platz weg und das Brot sieht IMMER gleich aus (nicht so meine Welt). Aber das Argument man könne ja ohne ungewollte Zusatzstoffe Brot zu sich nehmen--- Ach Mann, da kam dann mein Ökoherz durch, außerdem dieser Duft...
Kurz gesagt, das Monstrum durfte bleiben. 
Nun haben wir innerhalb von 2 Wochen schon zwei Mal damit gebacken und ich gebe zu: Ich bin begeistert. 
In Gedanken plane ich schon mich Sonntags von dem Duft nach frisch gebackenem Rosinenbrot wecken zu lassen, wenn der Haustrommeler dann aus lauter Liebe 3 Stunden eher aufgestanden ist, um mich zu überraschen ich gelernt habe das Ding zu programmieren. Okay, okay ich weiß, aber träumen darf man doch wohl oder?
Zumindest gibt es jetzt, wenn wir abends Fetacreme oder ähnlichen Firlefanz machen frisches Kräuterbrot aus Dinkel-Roggen-Vollkornmehl dazu. So. Hat sich also doch gelohnt. ;-)
Ich wünsche euch einen herrlichen Dienstag
Liebste Grüß
Lotte, deren Low Carb Versuche glorreich am neuen Brotbackautomaten scheiterten.

Kommentare

  1. Das Rezept werde ich mir merken und ja, ich backe auch gerne selbst Brot

    Liebste Grüße zu dir :-)

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