Direkt zum Hauptbereich

Warum nicht mal... indisch?!

Ich bin ja ein Freund der vielfältigen Kulturen und meiner Meinung nach sagt fast nichts so viel über ein Land und seine Bewohner aus, wie die dortige Küche.
Nun fehlt mir als arme Studentin leider das nötige Kleingeld um permanent die ganze Welt zu bereisen (und die Zeit- also die eigentlich am meisten), aber das hält mich nicht davon ab mich zumindest essenstechnisch auf die Reise zu begeben
Finde ich also in der Stadtbibliothek ein Buch, das die indische Küche anpreist (hier wahllos ersetzbar durch arabische/neuseeländnische/spanische/japanische/israelische/... Küche), so kann ich selten widerstehen.
Diverse Rennereien durch Feinkostabteilungen und spezielle Lebensmittelläden später bin ich dann meist in der Lage das ein oder andere exotische Gericht zu kochen und meine sofortige Reise dorthin zu planen. 
Vor kurzem nun also Indien. Ein Land, das mich schon lange fasziniert und das ich unbedingt bereisen möchte. Leider, das gebe ich ehrlich zu, stand an diesem Abend die Romantik im Vordergrund und nicht die perfekte Beleuchtung. Außerdem lugte der Haustrommler über meine Schulter und wollte unbedingt endlich essen.
Bei dem Duft war das auch kein Wunder. Mir erging es da ganz ähnlich.
Das ist einer der Gründe warum ich niemals Foodblogger werden könnte. Ein perfektes Foto während das Essen kalt wird- no way.
Von daher: Lasst euch nicht von den Bildern abschrecken und kocht mutig nach, denn es war fantastisch!
 Kurz mariniertes Butter-Chicken

Das braucht ihr
2-3TL Garam Massala
1-2TL Chillipulver
1TL Korianderpulver
4 Knoblauchzehen 
1 EL gehackter Ingwer
500g Hähnchenbrustfilet
200g Joghurt (ich mag ja am liebsten griechischen Joghurt)
1/4TL Kardamonpulver
etwas Zitronensaft
Salz
2 Schalotten
etwas Ghee (oder Magarine)
4 Gewürzelken
3 grüne Kardamonkapseln
1/4 Tl Nelkenpulver
4 große Tomaten
1 Dose geschälte Tomaten
4 TL Honig
Kurkumapulver
Salz

Puuuuuuuuh viele Zutaten oder? Das Gerenne durch diverse Supermärkte lohnt sich allerdings. 
 Das macht ihr
Zunächst Garam Massala, Chillipulver, Korianderpulver zusammengeben.  Knoblauchzehen schälen und zusammen mit dem gehackten Ingwer mit einem Mörser zerstoßen (oder  à la Lotte: Einfach beides durch die Knoblauchpresse jagen ;-)).
Das Fleisch 1/2 TL mit der Gewürzmischung einreiben. 
Den Joghurt ebenfalls mit 1/2 Teelöffel der Gewürzmischung versehen. Ihm noch eine Messerspitze Kardamonpulver, 1 TL der Knoblauch-Ingwer Paste, Zitronensaft und Salz beimengen und über das Fleisch geben. 
Dieses dann 30 Minuten im Kühlschrank marinieren lassen. 
Den Backofen auf 200°C vorheizen und das Fleisch dann 30 Minuten darin garen lassen. 
Für die Sauce schneidet ihr nun die Schalotten in Würfel, erhitzt etwas Ghee oder Magarine in einer großen Pfanne und bratet die Kardamonkapseln sowie die Gewürznelken kurz darin an. Nun werden die Zwiebeln hinzu gegeben, ebenso die restliche Gewürzmischung, die Knoblauchingwerpaste, Kardamonpulver, Salz und Nelkenpulver. Anschließend werden die Tomaten gewürfelt und zusammen mit den Dosentomaten mit in die Pfanne gegeben. Alles köcheln lassen bis die Tomaten weich sind (ca. 10 Minuten). Kurkumapulver und Honig dazugeben und bei Bedarf nachwürzen. Dann die Sauce pürieren und durch ein Sieb streichen. (Ich hab sie nur püriert- das ging auch wunderbar). 
Erneut etwas Ghee/Magarine in der Pfanne erhitzen, Fleisch und Sauce hinzugeben und gut vermengen lassen. Bei Bedarf mit den Gewürzen abschmecken.
Köstlich schmeckt das Ganze mit etwas Naan-Brot. Das könnt ihr entweder selber machen (Rezepte gibt es im Internet en masse) oder im Supermarkt kaufen. 

Uns hat das Essen wirklich vorzüglich geschmeckt.  Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie auch der letzte Rest aus der Pfanne verschwunden war. 
Als passendes Getränk servierte ich ein Mango-Lassi. Das geht blitzschnell und schmeckt herrlich erfrischend. Einfach 1/2 bis 3/4Mango mit 200g Joghurt und 130g Buttermilch pürieren. Fertig, lecker, perfekt. 
In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Tag
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

No Risk - no Fun?

Nachdem mich in der Woche einige Besorgnis erreichte - ja, ich lebe noch, aber ich war ein bisschen angeschlagen und habe es nicht geschafft Posts für dich Woche vorzubereiten-  meldet sich Lotte Fuchs zurück zum Dienst.  Schließlich ist Montag und dementsprechend Zeit ein wenig motiviert in die Woche zu starten. 

Vor kurzem saß ich mit einer Freundin zusammen, die ich wirklich sehr schätze. Obwohl wir uns noch nicht einmal ein Jahr kennen, ist sie mir unglaublich ans Herz gewachsen. Dazu kommt, dass sie ein Mensch ist, der in Krisensituationen das Talent besitzt die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Solche Menschen sind in Gold nicht aufzuwiegen. Besagte Freundin hatte vor kurzem den Ausspruch des Jahres für mich:  "Was wäre jetzt das Schlimmste, das passieren kann? Dann wird eben mal irgendein Herz gebrochen. SO WHAT?"  Nachdem sie sich von ihrem Ausbruch beruhigt hatte, mussten wir beide ein wenig lachen. Nicht, weil gebrochene Herzen so witzig wären, so…

Aktuelles

zum #metoo ist inzwischen so viel geschrieben und gesagt worden, dass ich das Gefühl habe auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, wenn ich darüber schreibe.
Deswegen möchte ich heute gar nicht meine eigenen Worte verwenden, sondern die von Najwa Zebian, die mich vor einigen Wochen mit einem wunderbaren TED Talk beeindruckte und die genau die richtigen Worte zur aktuellen Debatte fand. 

Your story. I know that they make you Doubt Yourself. But let me tell you this. I believe you. I hear you. I honour your story. I salute the hero in you. I commend the courage in you. I stand with the heart in you. You are brave. Don’t you ever doubt that. You are strong. Don’t you ever give up. It’s okay to be tired. But do not give up. It’s okay to be tired. But do not give up. It’s okay to feel the pain. But do not let the pain overtake you. You Overtake It. You owe it the survivor in you. You owe it to the fighter in you. To get back up. To stand tall. And say, I am a hero. I am a survivor. I am a ch…

Paris, Paris - 9 Kleinigkeiten aus dem letzten Urlaub

Vor ungefähr zwei Wochen machten meine Mutter und ich gemeinsam Urlaub. Das mutet vielleicht etwas seltsam an, immerhin bin ich vor sieben Jahren ausgezogen, aber um ehrlich zu sein ist so ein Mutter-Tochter Urlaub gar nicht schlecht.
Unser Ziel war Paris. Eine Stadt, die wir beide sehr gut kennen (ich war das sechste Mal dort, meine Mutter so ungefähr zum 10. Mal) und mögen.
Meine Mutter feierte Geburtstag und mein Geschenk war es, sie zu einem Jazz Brunch in meine liebste Frühstücksmöglichkeit von Paris einzuladen, das Bellevilloise. Und überhaupt genossen wir die Stadt ohne Ende.
Während es also draußen vermehrt regnet und grau wird, habe ich heute ein paar Bilder dabei, die vielleicht kurz träumen lassen.


Einige Aktivitäten, die in Paris nicht fehlen dürfen.

1. Essen. Bitte da, wo man nur Französisch spricht und außerhalb der Touristenfallen, dann ist es wirklich gut. Günstig kann man vergessen. So etwas gibt es leider einfach nicht.



2. Ok, das widerspricht Punkt 1, aber das Angel…