Direkt zum Hauptbereich

Es ist kalt und grau und regnet- Her mit den Büchern

Da es hier vor kurzem sogar geschneit hat und sich das Wetter eher so im Bereich grau und deprimierend einpendelt, gibt es nichts schöneres als zusammen mit einem guten Buch, einer Tasse heißen Tee (oder selbstgemachten Pumpkin Chai Latte) auf der Couch zu sitzen, die Katze zu kuscheln und das Wetter draußen zu vergessen. Besonders gut gelingt mir so etwas immer bei Büchern, die voller Abenteuerlust und verrückter Ideen sind.
Etwas wie Couchsurfing im Iran zum Beispiel. Ich bekam das Buch dieses Jahr zu Ostern geschenkt und habe es sofort verschlungen. Witzig, originell und zur Zeit schwer gehypt berichtet Stephan Orth in seinem Buch "Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossenene Türen" von dem Alltag in einem Land, das wir meistens nur aus negativen Schlagzeilen kennen.
Dabei bleibt es, bei all der Schwere die sich dahinter verbirgt, amüsant, lebensfroh und voller Abenteuer.
Bei all dem Humor, den Anekdoten und verrückten Momenten wird allerdings trotzdem nicht außer Acht gelassen in was für einem Regime die Menschen leben. Couchsurfing im eigentlichen Sinne ist im Iran nämlich nicht erlaubt und so ist es immer ein kleines Spiel mit dem Feuer einen Fremden für einige Nächte bei sich aufzunehmen.
Ein Beispiel? Die Urheber des "Happy Teheran" Videos wurden verhaftet, weil sie gegen "Sitte und Moral" verstoßen hatten. Seither hat das Video unzählige Klicks und ist trotz stärkster Bemühungen nicht aus dem Netz weg zu bekommen.

Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches übrigens gar keine Ahnung vom Iran- von den Schlagzeilen einmal abgesehen. Das Buch macht allerdings große Lust selbst dorthin zu reisen.
Vor kurzem war der Autor zu einer Lesung in der Leipziger Stadtbibliothek und präsentierte nicht nur Ausschnitte seiner Texte, sondern auch Bilder einer Landschaft und von Menschen, die verzaubern und zum Nachdenken anregen.
Für alle, die noch nicht wissen was sie der abenteuerlustigen Rucksacktouristenfreundin zu Weihnachten schenken wollen: Eine ganz klare Empfehlung ;-)
In diesem Sinne wünsche ich euch herrlich graues Regenwetter um mit Büchern ein Stück zu träumen ;-)
Lotte

Kommentare

  1. Liebe Lotte, schön von Dir zu lesen. Du bist eine Bereicherung im Bloggerland und ich habe dich wirlich vermisst und wünsch dir alles Gute. Liebe Grüße von Elke

    AntwortenLöschen
  2. Antworten
    1. Liebe Lu,
      gerne hätte ich dir einen netten Kommentar auf deinem neuen Blog hinterlassen. So zur Begrüßung ;-) Leider kann ich nicht "anonym" kommentieren.
      Nun also auf diesem Wege: herzlich willkommen im Bloggerland. Ich möchte sehr gerne bei dir reinschauen und bin auf deine "bunte Mischung" gespannt.
      Herzliche Grüße
      Tina

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…