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Muscheln und Meeresduft

Bevor ich loslege möchte ich euch erst einmal für eure lieben Worte zu meinem "Wiedereinstieg" in die Bloggerwelt danken!
Ihr seid so lieb. Ich hoffe sehr wieder regelmäßiger schreiben zu können! Vielen, vielen Dank für eure Worte :-) Und bevor ich jetzt ein Tränchen verdrücke starten wir einfach mit einem Post zum Sonntag oder?

Als ich ein kleines Mädchen war, fuhren meine Eltern mit mir für einen Sommerurlaub in die Bretagne.
In Erinnerung geblieben sind mir aus dieser Zeit der Geschmack gerösteten Hähnchen, das wir frisch kauften und bei diversen Picknicks zusammen mit Knoblauchmayonnaise und knusprigen Baguette verspeisten, der Geruch nach Salz, dem Meer, das plötzlich verschwinden konnte (so etwas kannte ich von der Ostsee ja nicht), Gewitternächte, in denen ich mit meinem Vater vor dem Kamin unseres Ferienhauses Don Giovanni hörte, und eine Horde französischer Kinder, mit denen ich mich mit Händen und Füßen verständigen konnte und unglaublich viel Spaß hatte.
Meine Mutter erzählt gerne, dass ich nach einiger Zeit mitten im Satz plötzlich ein paar Brocken Französisch mit ihr sprach.
Außerdem erzählt sie immer wieder gerne wie ich an unserem letzten Abend dort eine riesige Portion Muscheln bestellte und sie stolz und anmutig wie eine Prinzessin aß. (Angeblich habe ein englisches Ehepaar neben uns den Mund nicht mehr zu bekommen, weil sie so verzückt von mir waren. Ich verbuche das mal unter mütterlicher Überhöhung).
Unser Urlaub in der Bretagne ist eine meiner ersten Urlaubserinnerungen und seither verbinde ich ihn mit Muscheln in Weißweinsauce.
Das hat sich auch nach dem letzten Urlaub dort (damals war ich süße 18 Jahre alt) nicht geändert.
Und so ist für mich das absolute französische Urlaubsessen eben nicht "Coq au vin" sondern Muscheln.
Oh und wie sehr ich sie liebe!
Vor kurzem habe ich mich endlich daran gewagt sie einmal selbst zuzubereiten. Juhuuuuuuuuuu!!! Urlaub in Leipzig. Immerhin für 10 Minuten.
Und weil ich euch dieses wundervolle Gericht nicht vorenthalten möchte teile ich heute das Rezept mit euch :-)
Also rein in den Ringelpulli, Baguette unter den Arm klemmen und los geht es mit dem "Mini Frankreich Urlaub"









Muscheln in Weißweinsauce

Ihr braucht (so für eine hungrige Lotte = 1-2 Personen)
1 Bund Suppengrün 
1 Packung tiefgekühlte Muscheln (400g)
1 Zwiebel
etwas Margarine
Weißwein (schwer zu sagen wie viel- ihr müsst das Gemüse und die Muscheln damit bedecken können)
Salz, Pfeffer, Zucker
etwas Frischkäse und Milch (das ist mein Ersatz für Schlagsahne)

Das macht ihr
Das Suppengrün putzen und in feine Stifte schneiden (nicht den Finger, nicht den Finger, NICHT den Finger schneiden- AUTSCH) und auch die Zwiebel in feine Streifen schneiden. 
Margarine in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse sowie die Zwiebel darin andünsten. Die Muscheln hinzufügen und alles mit Weißwein aufgießen. (Muscheln und Gemüse sollten bedeckt sein). Alles aufkochen lassen und danach 8 Minuten weiter garen. Muscheln und Gemüse mit einer Schöpfkelle herausnehmen . Der Sauce etwas Frischkäse und Milch beigeben und mit Salz, Pfeffer und ganz wenig Zucker abschmecken. 
Die Muscheln zusammen mit der Sauce servieren. Und genießen während man vor dem inneren Auge das Meer vor sich sieht. 
Ich habe dazu Süßkartoffelpommes gemacht, die wirklich wunderbar dazu schmecken. (Das Rezept ist klar oder?)
Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag 
Bisous !
Lotte


PS: Lieblingserinnerung meines Vaters den Bretagneurlaub und mich betreffend: Klein Lotte beobachtet am Strand einen Franzosen, der seinen Müll am Strand ablagert, ist erbost, regt sich fürchterlich auf und rennt (klein wie sie ist- ich war noch nicht einmal in der Schule, vielleicht so 4-5 Jahre alt) auf besagten Herren zu um ihm seinen Müll wieder in die Hand zu drücken. Höhö- Umweltschutz war wohl schon immer ein Thema für mich ;-)

Kommentare

  1. Liebe Lotte,

    deine Fotos aus der Bretagne sind so wunderschön und deine persönlichen "Geschichtchen" süß!
    Die Motive wecken das Fernweh...
    Ich war weder in der Bretagne noch habe ich je Muscheln gegessen.
    Eine wirklich ernst gemeinte Frage: wie schmecken Muscheln? Ich habe mich leider noch nicht dran gewagt.

    Wie wunderbar, dass du wieder mit deiner ganz eigenen Themen-Mischung auf dem Blog präsent bist!
    Bist du eigentlich noch "Vollzeit" an der Uni?

    Einen schönen sonnigen Herbstsonntag
    Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Tina,
      jetzt bringst du mich in Verlegenheit. Der Geschmack von Muscheln ist schwer zu beschreiben und kommt tatsächlich auf die Zubereitung an. Sie schmecken, wenn sie wirklich gut sind gar nicht glitschig und sind vom Fleisch her eher fest. Bei meinem Lieblingsitaliener esse ich sie mit Tagiatelle, Knoblauch und Tomaten- diesen Geschmack nehmen sie dann gut auf. In Weißweinsauce schmecken sie wiederrum ganz anders. Mein Tipp: Einfach mit jemandem zusammen ausprobieren, der sie definitiv kennt und mag, dann kannst du sie zur Not abgeben ;-) Und immer schauen dass du dem Händler vertraust und es sehr hygienisch zugeht in dem Restaurant.
      Zu deiner Frage: Ja ich bin noch Vollzeit an der Uni, pendle dafür von Leipzig nach Dresden und gehe nebenher arbeiten. Viel zu tun also ;-)
      Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag
      Liebste Grüße
      Lotte

      Löschen

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