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Herbst, Herbst, Herbst - Studentenleben in der Realität

Hier ist gerade ein bisschen Land unter. Ich hatte ja die Hoffnung mit Beginn des vorletzten Semesters würde mein Arbeitspensum etwas sinken.
Pustekuchen.
Stattdessen mache ich strukturierte Tagespläne, damit ich irgendwie noch einmal Land sehe.
Denn, ganz ehrlich, so wie ich zu Beginn meines Studiums gleich nach dem Abi gelebt habe, möchte ich nicht mehr leben. Damals spürte ich den vollen Druck von Bologna, der de facto hieß: Es gibt nicht genügend Masterplätze für euch. Also wenn ihr keine 1,0 in der Prüfung habt, dann seid ihr draußen und könnt euch trotz Spitzenabi (NC Psychologie = 1,2) und Bachelorabschluss auf  die Arbeitslosigkeit freuen.
Das hat ziemlich viel des lockeren Studentenlebens einfach mal eben kaputt gemacht. "So viel Zeit wie im Studium wirst du nie wieder haben" oder "Ach das Studentenleben ist so herrlich" waren Sätze, die ich der Diplomgeneration gerne einmal genauer erklärt hätte.
Aber wir wollen ja nicht meckern. Im Bachelor habe ich mich irgendwann gegen Ende entschieden einfach trotzdem Spaß im Studentenleben zu haben und alles nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.- Siehe da: Meine Noten wurden besser und ich ausgeglichener.
Im Master (den ich an einer richtig guten Uni bekommen habe- trotz nicht perfektem Schnitt, sondern mit Hilfe von Engagement über das Studium hinaus) bin ich noch ein bisschen entspannter. Da ich nach Dresden pendle, überlege ich jedes Mal genau, ob diese eine Vorlesung wirklich insgesamt 5 Stunden Fahrt wert ist.
Ist dem nicht so, bleibe ich fröhlich Zuhause und eigne mir den Stoff selbstständig an.
Und, wer hätte das gedacht, meine Noten leiden nicht ein Stück drunter (eher im Gegenteil, da ich mich intensiver als sonst mit dem Stoff beschäftige). Läuft also, wie es so schön heißt.
Allerdings heißt das nicht ich sei völlig faul. Im Gegenteil. Ich gehe arbeiten, fahre tatsächlich auch mal nach Dresden, lerne und habe ein enormes Pensum zu bewältigen. (Im Praktikum hatte ich einen Arbeitstag von sehr, sehr früh am Morgen bis zum späten Nachmittag- ich hatte danach jedoch Feierabend. Ihr glaubt nicht wie toll das war!) Es ist jedoch nicht mehr ausschließlich von Druck und Angst begleitet.
Und ich möchte nicht dass die schönen Dinge in meinem Leben zu kurz kommen. Ein Herbstspaziergang, ein heißer Kakao, eine WG-Party, Kino, Tanzen gehen - all das sind Dinge, die ich trotzdem genießen möchte und auch in meinen Zeitplan integriere.
Deswegen heute ein paar Bilder aus dem herbstlichen Leipzig und der Aufruf an alle, die sich noch im Bachelor quälen: Alles wird gut. Ein bisschen locker bleiben schadet am Ende gar nicht ;-)







Ich wünsche euch einen wundervollen Start ins Wochenende
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

  1. Hallo liebe Lotte, jeder Mensch hat Aufmerksamkeit verdient... manche werden einfach... vergessen. Also Augen auf. Viel Spaß beim Studieren. Liebe Grüße von Elke

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