Direkt zum Hauptbereich

Manchmal darf man aussortieren- oder wie ich lernte dass nicht jede Mensch zu mir gehört

Manchmal ist das Beste was man tun kann, sich bewusst machen, dass nicht jeder das Recht hat durch unser Leben zu laufen und Dreck zu hinterlassen.
Aber auch ich komme nicht drum herum, ich stoße auf negative Menschen, die es gut finden, wenn sie mir ihren Müll überbraten.
Bewusst oder unbewusst wird versucht den anderen klein zu halten, zum Mäuschen zu machen oder Minderwertigkeiten einzureden, die vorher nie relevant waren.
Ich spreche gar nicht von konstruktiver Kritik. Wir wissen alle wie die aussehen sollte: Wertschätzend, empathisch, zugewandt mit dem Fokus auf das Positive. (Hahah gerade für die Klausur in Interventionsverfahren gelernt- gleich auf den Blog gestellt.)
Ich meine eher die Menschen, die einen deckeln, klein machen und ohne Respekt behandeln, ausschließlich drüber reden wie schlecht man ist, bis du dich am Ende nur noch genauso fühlst: Schlecht.
Sie kommen, stülpen ihren Dreck über dich drüber und warten was passiert.
Und irgendwann vor kurzem kam der Punkt, an dem ich mich entschieden habe:
Das möchte ich nicht mehr.
Ich habe genau ein Leben. Wer mich nicht achtet und wertschätzt hat darin nichts verloren. 
Wer mich ohne Respekt behandelt- der darf gerne gehen. 
Er muss es sogar!
Das hat nichts damit zu tun für jemanden da zu sein, dem es schlecht geht. Freunde, die ich liebe und die eine schwere Zeit haben gehören immer, immer, immer in mein Leben. 
Sie dürfen jederzeit zum Wein Kakao trinken vorbei kommen, mir ihr Herz ausschütten und werden in den Arm genommen, 
Nein, ich meine jene, die mir schon ein schlechtes Gefühl geben sobald ich sie sehe. 
Menschen, bei denen unweigerlich die Anspannung steigt, sobald sie den Raum betreten.
Jene, bei denen man jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen muss, um keinen Ausfall, eine peinliche Szene oder Aggression zu provozieren. Anstrengend und vor allem eins: Ein echter Zirkus.
NICHT mehr meine Zuständigkeit. Dafür ist meine Zeit zu kostbar, zu schön und ich bin mir dafür zu schade. 

Natürlich mache auch ich Fehler und bin dankbar für Menschen, die mich liebevoll darauf hinweisen, es ansprechen und mir trotzdem das Gefühl geben wertvoll zu sein.
Wunderbar und herzlich willkommen!
Der Unterschied zu jemandem, der mich klein macht und mir schadet ist dabei nicht von der Hand zu weisen.
Wer nur noch aus Negativität besteht, alles (an mir) scheiße findet und mir seinen persönlichen Müll aus Minderwertigkeit, schlechtem Gewissen und dramatischer Szene so überstülpt, dass ich das Gefühl bekomme es habe etwas mit mir zu tun- nicht meine Zuständigkeit.
(Ja, ich bekomme später mal sehr viel Geld dafür, dass ich mich mit solchen Menschen befasse- ABER das ist ein Job und etwas völlig anderes, wenn es an mir als privatem Menschen ausgelassen wird).
Ich habe vor kurzem so langsam begriffen: Nicht jeder darf durch meinen Kopf und meine Gedanken spazieren und dort seinen Müll abladen wie er will. Niemand darf mich klein machen, demütigen und respektlos behandeln. Egal wie gut er das auch begründet mit "Mir geht es halt gerade so schlecht und ich lass es an anderen noch viel weniger aus als an mir selbst" oder "Du stehst mir halt so nahe, du bist die Einzige, die ich an mich heran lasse, deswegen bekommst du diese Ausbrüche eben ab"
Nein, nein, nein!
Es ist reine Zeitverschwendung es diesen Menschen recht machen zu wollen. Es führt zu nichts ihre Begründungen zu akzeptieren oder als verdecktes Kompliment dafür zu nehmen, dass man ja für die Person wichtig ist.
Es passt nicht, macht mich traurig, schadet mir und gehört damit nicht in meine Gedanken!
Andere zerstören, weil es einem selbst schlecht geht - das funktioniert nicht.
Egal wie wunderbar dieser Mensch sein kann, wie zuckersüße Komplimente verteilt werden.
Wenn das hauptsächliche Gefühl Druck, Anspannung und Angst vor der nächsten Szene, dem nächsten Ausbruch oder dem nächsten Drama ist, dann möchte ich das einfach nicht mehr. 
Am Ende wird eh wieder etwas gefunden (und wenn es nur ist "du hast damals das gemacht/gesagt/nicht gesagt....") und der ganze Mist geht von vorne los- 
Vielen Dank. Ab jetzt ohne mich.

Und soll ich euch etwas verraten? Das Leben ist sehr viel entspannter, wenn man sich nicht mit jedem Müll befasst, der einem vor die Füße geworfen wird.
Plötzlich hat man unendlich viel Zeit, Raum in seinem Kopf und ist um einiges zufriedener als vorher. 
Ist ja mein Kopf und ich entscheide wer und was darin Platz hat.
Wunderbare Freiheit. 
Warum schreibe ich das? Nun ok, aus aktuellem Anlass und plötzlichem Aufwachen bei mir. 
(Hat dieses Mal etwas länger gedauert *räusper*). 
Und außerdem um euch ganz dezent darauf hinzuweisen, dass ihr mich ab sofort auch bei Pinterest finden könnt. ;-) Ich bin seit kurzem dabei und, wie ihr dort unschwer erkennen könnt, ein kleiner Zitatejunkie. 
Schaut also gerne vorbei und lasst euch von meiner Nerdseite nicht abschrecken. Ich mag das nun einmal sehr, sehr gerne. 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen Start ins Wochenende voll von großartigen und positiven Menschen, die euer Leben reicher und schöner machen. 
Liebste Grüße
Lotte

* alle Fotos via Pinterest

Kommentare

  1. Sehr weise Worte! Leider musste ich das auch lernen wie du weißt und hinterher ist man froh, wenn man solche Menschen aus seinem Leben verbannt hat! Niemand hat das Recht einen klein zu machen, nur um sich selbst besser zu fühlen! Manchmal kommt diese Erkenntnis spät, aber ein Glück, wenn sie überhaupt kommt. :)

    Glg Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anna,
      Es stimmt, besser man lernt es etwas später als nie. Und um sich klein zu machen - naja dafür sind wir halt zu groß ;-)
      Liebe Grüße
      Lotte

      Löschen
  2. Wunderbar ausgedrückt, ich stimme Dir voll und ganz zu. Vor allem die Art und Weise wie Du die positive Kritik beschreibst.Ich versuche es schon immer so zu praktizieren und die meisten, die mich gut kennen schätzen meine Kritik, denn sie wissen, dann ist sie angebracht. Wenn man nie jemanden persönlich und verletzend kritisiert, dann hören die meisten auch zu, wenn man wirklich etwas zu sagen hat. Leider wird viel durch vorhandene Emotionen in falsche Bahnen gelenkt. Ich freue mich, dass Du zu deinem inneren Gleichgewicht zurückgefunden hast. Wenn man selbst stark ist, hat man auch Kraft für andere(s). Herzliche Grüße Joevlin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Joevlin.
      Das hast du so schön gesagt und genau auf den Punkt gebracht. Ein inneres Gleichgewicht ist so wichtig, es hilft ungemein, wenn es mal schwierig wird.
      Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende
      Lotte

      Löschen
  3. Ich denke jeder muss dies lernen. Manche merken es früher, andere jedoch gar nicht. Auch bei mir war dieser Prozess wichtig. Nach einer langjährigen Beziehung, merkte ich, dass ich nun wieder zu mir finden muss. Dass ich schauen muss, was mir gut tut, wer mir gut tut. Und da gab es schon die eine oder andere Person, die ich nicht mehr haben wollte auf meinem weiteren Weg. So hart wie es ist, dort müssen wir egoistisch sein. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft beim "Aufräumen" auf deinem Weg und dass die wichtigen Leute bei dir bleiben werden.
    Liebe Grüsse Alizeti

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Bücherliste Januar

Irgendwie ist der Januar wahnsinnig schnell vorbei gegangen und gleichzeitig fühlte er sich an wie eine Ewigkeit. Büchertechnisch sah der Beginn des Jahres eher mau bei mir aus. Ich habe ganze drei Bücher gelesen und mich irgendwie auch sonst im Januar ein bisschen verzettelt.
Ich glaube für mich beginnt das neue Jahr offiziell im Februar und ich zähle den Januar einfach als Testphase. Die drei Bücher der Testphase stelle ich euch natürlich trotzdem vor.



1. Der Report der Magd von Margaret Atwood Das Buch ist vor kurzem als Serie verfilmt worden und hat mehrere Emmys sowie zwei Golden Globes gewonnen. Leider kann ich dazu gar nichts sagen, da die Serie in Deutschland nur bei EntertainTV ausgestrahlt wird. Das Buch fand ich sehr bedrückend. Ich habe ja ein Faible für Dystopien und "Der Report der Magd" ist im wahrsten Sinne des Wortes dystopisch.  Was mich allerdings störte sind die Kritiken, die das Buch mit Orwell oder Huxley gleichzusetzen versuchten. Während die beiden Aut…

Weihnachtsgrüße

Die Sache mit Weihnachten ist die: Wir haben unzählige Erwartungen an die Stimmung, an das Fest, an die Geschenke, an das Essen und die lieben Verwandten. Wir erwarten Schnee, Kälte, Romantik und das perfekte Ambiente für eine heimelige Kulisse.
Irgendwie muss alles perfekt sein, klappt ja auch bei all den Bloggern. Die haben schließlich nie Streit am Weihnachtsmorgen, der Baum ist perfekt dekoriert und alle sind immer schön. Also bitte her mit der Perfektion, die sich wie eine Tube Honig über die nächsten Tage ergießt und alles im Keim erstickt, was annähernd gut sein könnte. Steinbeck hat einmal geschrieben "Now that you don't have to be perfect you can be good"  In diesem Sinne wünsche ich euch keine perfekten Weihnachten, keine perfekt angezogenen Menschen, kein perfektes Essen, das erst einmal vier Stunden bewundert und fotografiert werden muss, und keine sich perfekt benehmenden Kinder.  Stattdessen wünsche ich euch Freude, Ausgelassenheit und eine tüchtige Portion…

Mehr von dem guten Zeug bitte

Am Wochenende, während der Schnee die Welt ein bisschen weiß zauberte, kuschelte ich mich in Worte und Geschichten wie in eine warme Decke. Ich habe begonnen das erste Buch von Charlotte Eriksson zu lesen, ein Buch um das ich seit einem Jahr herum schlich. Gleich die ersten Sätze verzauberten mich und ich musste sie gleich allen möglichen Menschen schicken.  Ich las auch in "The Sun and her Flowers" von Rupi Kaur - noch so ein Buch, das ich schon ewig lesen wollte (und ja, ich muss dringend auch noch "Milk and Honey" dazu kaufen) und irgendwie bin ich gerade sowieso sehr sprach- und wortverliebt. Es gibt ja so Zeiten, gerade im Winter, da können Worte durchaus viel bewegen und verändern. 
Ich habe, während ich all die Gedichte und Geschichten las - und ich gebe zu das habe ich die ganze letzte Woche gemacht, wenn ich Zeit dafür fand-  gespürt wie ich innerlich ruhiger wurde und mir über viel Dinge klar wurde.  Und auf einmal führt dieser Post in eine völlig andere…