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Organize your life

Adventszeit, die Zeit wild Plätzchen zu backen, Weihnachtsduft zu atmen und sich der Besinnlichkeit hinzugeben. Oder auch: um hektisch durch die Gegend zu flitzen, in Panik zu verfallen und das Gefühl zu haben die Aufgaben und Pflichten werden immer mehr.
Das ganze ist ja irgendwie auch immer mit Arbeit und Besorgungen verbunden.
Und damit der Berg von Aufgaben euch nicht über den Kopf wächst, habe ich heute ein paar kleine Kniffe für euch, die mir den Alltag sehr erleichtern.

Ich bin ja ziemlich zwanghaft gut organisiert. Und das muss ich auch sein, denn neben einem anspruchsvollem Studium, inklusive der damit verbundenen  Pendelei nach Dresden, gehe ich auch noch arbeiten und habe noch die ein oder andere weitere Verpflichtung (Leider entlasse ich all meine Hauselfen immer sofort, weil sie so süß und knuffig sind und in Freiheit leben sollen).
Deswegen ist mein Tag recht gut strukturiert und  meine To-Do-Liste lang.
Das macht aber gar nichts, denn ich bin wirklich gerne fleißig.
Ein paar Dinge mache ich allerdings, damit ich nebenher nicht die Lust und Motivation verliere und das möchte ich euch heute weiter geben.



1) Ich umgebe mich mit schönen Dingen
Natürlich ist es objektiv betrachtet völlig egal, ob ich mit einem Werbekugelschreiber oder einem Stift schreibe, der mir wirklich gut gefällt.
Allerdings macht es für mich einen unglaublich großen Unterschied. Habe ich in meiner Umgebung Arbeitsmaterialien, die mir gefallen und die ich gern betrachte, ist meine Motivation diese zu nutzen gleich um einiges größer.

Auch meine To-Do-Listen bekommen ein schönes Gewand. Früher nutze ich altes Papier und kritzelte darauf einfach alles, was mir einfiel. Folglich flogen in meiner Wohnung Zettel herum, die ich schwer wiederfand und die alles irgendwie unordentlich machten.
Vor einiger Zeit jedoch kam mir die Idee das zu ändern.
Kurzerhand kaufte ich ein kleines Vokabelheft (die kosten nur wenige Cent), schlug dieses in Packpapier ein und beklebte es mit einem motivierenden Spruch aus einem meiner liebsten Kinderfilme (Mary Poppins- so herrlich auch für Große). 
Seither sind all meine Punkte hübsch aufgeführt, keine Zettel fliegen mehr umher und ich schlage das kleine Heft tatsächlich gerne auf, weil ich es schön und ansehnlich finde. Besonders großartig ist natürlich das Gefühl abgearbeitete Punkte durchzustreichen. Das macht noch einmal doppelt so viel Spaß.


2) Kalender, Kalender, Kalender
Eine Praktikumsbetreuerin von mir sagte einmal "Hast du Kopf wie Sieb- musst du aufschreiben!" Recht hat sie damit und ich tue das mit großer Begeisterung in viele, viele Kalender. 
Ich weiß, ich weiß ein sehr alter Hut- und inzwischen macht das ja auch die halbe Welt elektronisch.
Ich bin da allerdings kein Fan von.
Ganz getreu nach Punkt 1) kaufe ich mit großer Begeisterung Taschen- und Wandkalender, die ich eifrig beschrifte. 
Dieses Jahr war mein Taschenkalender mit Zitaten und Bildern von Antoine de Saint Exupéry gestaltet. Diesen kaufte ich fertig im Buchladen.
Für nächstes Jahr begeisterte mich ein Taschenkalender mit Parismotiv so sehr, dass ich ihn kaufte. Allerdings fehlte mir innen ein wenig Persönlichkeit. Aus diesem Grund suchte ich mir einige Zitate, die mir persönlich gefallen, druckte sie mir aus und verzierte jede Woche mit einem lustigen, motivierendem Spruch. 
Das gibt dem ganzen einen persönlichen Touch und lässt mich jeden Montag mit Vorfreude beginnen, da ich nun einmal ein Gedächtnis wie ein Sieb habe und mir nicht merke welchen Spruch ich nun erwarten kann. 
Als Wandkalender verwende ich stets die ganz billigen für 5 Euro mit diversen Städten in schwarz-weiß.
Diese haben den Vorteil große Kästchen zu besitzen, in die ich wunderbar alles eintragen kann. 
So habe ich direkt eine gute Monatsübersicht und kann langfristiger planen.


3. Gib mir Farbe Baby
Achtung, jetzt wird es zwanghaft. Ich habe ein Farbsystem. 
Alle eingetragenen Punkte in den Kalendern werden zusätzlich mit unterschiedlichen Textmarkern farbig gemacht.
Knalliges Pink steht für Uni, Orange für wichtige Arbeitstreffen (die normale Arbeitszeit vermerke ich nie) und Grün für Freizeit/Treffen mit Freunden/Kulturelles. 
So sehe ich erstens, wenn ich mal wieder etwas mehr Grün in meinem Leben brauche und habe zweitens auch einen guten Überblick wo ich Prioritäten setzen muss.
Außerdem macht es das Leben natürlich ein Stück bunter ;-)
Auch beim Lernen versehe ich übrigens Überschriften, Unterpunkte und ähnliches mit einer bestimmten Farbe, aber das wäre jetzt ein anderer Post (möchte jemand einen Post zu Lerntipps? Kann ich auch gerne mal machen)


4. Finanzplanung
Eine liebe Freundin von mir arbeitet beim Finanzamt. Sie ist eine der fantastischsten Personen, die ich kenne, und erklärte mir die Idee ihrer Exceltabelle zur Finanzplanung, die sie mir in Rohfassung auch gleich schickte.
Dort trage ich alle Einnahmen und Ausgaben ein und die wunderbare Tabelle berechnet mir wie viel Geld mir nun zur Verfügung steht. Das Programmieren der Berechnung geht wirklich leicht (Habe sogar ich hinbekommen!) und je detaillierter ihr das macht, umso besser seht ihr am Ende des Monats wofür ihr eigentlich wie viel Geld ausgegeben habt.
Für Fortgeschrittene: Das ganze Jahr zusammenrechnen lassen. Da hat man einen guten Überblick!

5. Locker bleiben
Das klingt jetzt alles wahnsinnig gut durchorganisiert und strukturiert.
Ja, das bin ich auch. Aber, und das ist das allerwichtigste an der Sache, vergesst nicht locker zu bleiben und Spaß zu haben.
Keine To-Do-Liste ist so wichtig, dass sie ausschließlich euer Leben bestimmen sollte. 
Fleißig und fokussiert ist gut, verbiestert und stoisch ist es nicht. Deswegen sorge ich immer für genügend grüne Farbe im Kalender. Treffe mich mit Freunden, mache Blödsinn, verbinde Tage, die voller Arbeit sind, mit positiven Erlebnissen und mache es mir so schön wie möglich.
Für Fortgeschrittene: einfach auch bei der Arbeit Spaß haben. Das ist schließlich auch Lebenszeit. Und wer diese nur möglichst schnell vorbei haben möchte vergisst, dass auch die am Ende zählt.  

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Start in die Woche
Liebste Grüße
Lotte

PS: Die Fröbelsterne habe ich mit einer Freundin zusammen gebastelt. Es stellte sich heraus, dass ich für derlei Dinge kein Talent besitze. Spaß gemacht hat es trotzdem. 

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