Direkt zum Hauptbereich

Weihnachtliche Burgerliebe

Hallo liebe Leser! Ich hoffe ihr hattet großartig Feiertage und seid nun bereit für neue Abenteuer! Ich bin es auf jeden Fall und möchte euch nun, zwischen den Jahren ein wundervolles Rezept vorstellen, das mich in seiner Einfachheit und Originalität sehr überraschte. Wir haben ja schließlich über Weihnachten alle  wenig gegessen, wie ich annehme.
Ein Bekannter erzählte mir vor einiger Zeit von einer Kochsendung, die er sich ansah. Darin musste Gans zu einem Burger verarbeitet werden. Voller Schaudern berichtete er wie das gute Gänsefleisch durch den Fleischwolf gedreht wurde und von der Gans am Ende nicht mehr viel übrig war.
Daran musste ich unweigerlich denken, als ich mit meiner Mutter vor einigen Tagen einen weihnachtlichen Burger zubereitete.
Dabei nutzen wir weder Gans noch Fleischwolf sondern Entenbrust und Ziegencamembert, aber ganz los wurde ich diese Erinnerung trotzdem nicht.
Überzeugt hat mich dann am Ende das Ergebnis.
Ente muss gar nicht immer traditionell mit Rotkohl und Klößen sein (habe ich ja schon hier festgestellt), sie macht sich auch wunderbar mit Rote Beete, Ziegenkäse und in Burgerform.
Und da es ja noch immer Winter ist (merkt man zwar nichts von- ist aber so), bin  ich der Meinung man kann noch immer Ente essen.


Weihnachtlicher Entenburger

Ihr braucht (3-4 Personen)
1-2 Entenbrüste (ca. 400g)
1-2 Äpfel
75g Ziegencamenbert
1/2 Bio-Orange
1 kleine rohe Rote Beete
Chilliflocken
Salz
4 Spekulatius
2 EL Frischkäse
4 Brötchen (Ich hasse die normalen Burgerbrötchen aus dem Supermarkt, deswegen nahmen wir die leckersten Brötchen vom Bäcker, die es gab)

Das macht ihr
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Entenbrust waschen, trocken tupfen und die Haut kreuzweise einritzen. Dabei aufpassen, damit das Fleisch nicht verletzt wird. 
Die Ente auf der Hautseite 2 Minuten scharf anbraten, dann wenden und eine weitere Minute braten. 
Danach die Ente in eine feuerfeste Form geben und 15 Minuten im Ofen garen. Zwei Minuten vor dem Ende der Garzeit die Ente mit dem geschnittenen Ziegencamembert belegen. 
Die Äpfel waschen und entkernen (am besten mit so einem Ausstanzer ;-)) und in ca. 1cm dicke Ringe schneiden. 
Danach die Äpfel im Entenfett anbraten. 
Während die Ente im Ofen ist, wird die Schale der Orange abgerieben und ihr Saft ausgepresst. 
Die Rote Beete schälen und fein raspeln, danach mit der Orangenschale und tüchtig Chilliflocken und Salz vermengen. 
Den Frischkäse mit dem Orangensaft und viel Chilli sowie Salz vermengen. Den Spekulatius mit einem Mörser zerstoßen (Alternative für Menschen ohne Mörser: in einen Gefrierbeutel packen, den Beutel sorgfältig verschließen und das Ganze mit dem Nudelholz/einem Küchenbrett zerstoßen) und unter den Frischkäse mengen. 
Eine Brötchenhälfte mit dem Frischkäse bestreichen, die Rote Beete darauf drapieren und mit einer Apfelscheibe garnieren. 
Die Ente aus dem Ofen nehmen, in dünne Scheiben schneiden und auf den Burger legen.
Zuklappen und essen. Schwer zu beantworten war dabei übrigens die Frage wie man den Burger ohne größere Unfälle am besten essen kann. 
Mein Tipp: Kein Essen für das erste Date. Beim vertilgen sieht man nämlich alles andere als schön aus ;-)


Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die neue Woche.
Liebste Grüße
Lotte



Kommentare

Beliebte Posts

Bücherliste Januar

Irgendwie ist der Januar wahnsinnig schnell vorbei gegangen und gleichzeitig fühlte er sich an wie eine Ewigkeit. Büchertechnisch sah der Beginn des Jahres eher mau bei mir aus. Ich habe ganze drei Bücher gelesen und mich irgendwie auch sonst im Januar ein bisschen verzettelt.
Ich glaube für mich beginnt das neue Jahr offiziell im Februar und ich zähle den Januar einfach als Testphase. Die drei Bücher der Testphase stelle ich euch natürlich trotzdem vor.



1. Der Report der Magd von Margaret Atwood Das Buch ist vor kurzem als Serie verfilmt worden und hat mehrere Emmys sowie zwei Golden Globes gewonnen. Leider kann ich dazu gar nichts sagen, da die Serie in Deutschland nur bei EntertainTV ausgestrahlt wird. Das Buch fand ich sehr bedrückend. Ich habe ja ein Faible für Dystopien und "Der Report der Magd" ist im wahrsten Sinne des Wortes dystopisch.  Was mich allerdings störte sind die Kritiken, die das Buch mit Orwell oder Huxley gleichzusetzen versuchten. Während die beiden Aut…

Weihnachtsgrüße

Die Sache mit Weihnachten ist die: Wir haben unzählige Erwartungen an die Stimmung, an das Fest, an die Geschenke, an das Essen und die lieben Verwandten. Wir erwarten Schnee, Kälte, Romantik und das perfekte Ambiente für eine heimelige Kulisse.
Irgendwie muss alles perfekt sein, klappt ja auch bei all den Bloggern. Die haben schließlich nie Streit am Weihnachtsmorgen, der Baum ist perfekt dekoriert und alle sind immer schön. Also bitte her mit der Perfektion, die sich wie eine Tube Honig über die nächsten Tage ergießt und alles im Keim erstickt, was annähernd gut sein könnte. Steinbeck hat einmal geschrieben "Now that you don't have to be perfect you can be good"  In diesem Sinne wünsche ich euch keine perfekten Weihnachten, keine perfekt angezogenen Menschen, kein perfektes Essen, das erst einmal vier Stunden bewundert und fotografiert werden muss, und keine sich perfekt benehmenden Kinder.  Stattdessen wünsche ich euch Freude, Ausgelassenheit und eine tüchtige Portion…

Montagsmotivation: Mädelsabend

Am Freitag traf ich mich mit einem Pferdemädchen. Wer sich jetzt fragt "Was um alles in der Welt ist ein Pferdemädchen?" dem sei folgendes gesagt: Pferdemädchen sind die absoluten Powerfrauen, sie sind entzückend, wunderbar, authentisch und haben immer eine erfrischende und entdramatisierende Sichtweise auf die Welt. Warum das Pferdemädchen heißt würde jetzt wirklich zu weit führen, Fakt ist: Es gibt diese Frauen (und Männer).
Eines meiner liebsten Pferdemädchen und ich waren am Freitag Pizza essen. Den Termin machten wir vor sage und schreibe beinahe einem Monat aus, damit wir auch beide frei haben.
Und nachdem wir uns gegenseitig auf den neusten Stand brachten, kamen wir recht schnell auf ein Thema, das uns beide sehr beschäftigt. Entschleunigung.
Das ist ja auch immer so ein Wort zum Jahresanfang. Alle wollen plötzlich weniger machen, achtsamer sein und Selbstfürsorge betreiben. 
Macht sich ja auch ganz gut darüber zu reden und wir wirken alle unfassbar wichtig, wenn wir e…