Direkt zum Hauptbereich

If you don't do wild things while you're young-

You'll have nothing to smile about when you are old!

Manchmal muss man verrückte Dinge tun, um ein wenig aus dem Trott auszubrechen. Als ich vor einigen Tagen mit einer Freundin zum Frühstück verabredet war, wusste ich natürlich noch nicht, dass ich einen spontanen und leicht verrückten Entschluss fassen würde, über den ich mich jetzt unglaublich freue.
Ich saß mit meiner besten Freundin und einer Tasse dampfendem Chai Latte in der Leipziger Südvorstadt und hörte mir ihren aufgeregten Bericht über künftige Reiseziele mit dem Fernbus an. Sofort packte mich das Fernweh als ich ihrer Vorfreude lauschte. So gerne wollte ich dieses Jahr verreisen.
Letztes Jahr fiel mein Urlaub aus persönlichen Gründen aus und es war die einzige Sache, die ich im Jahr 2015 bereute: Ich habe keine fremden Länder bereisen dürfen.
Dieses Jahr, so nahm ich es mir vor, würde sich das ändern.
Und so machte ich mich, mit dem Herzen voller Fernweh, nach dem Frühstück auf die Suche nach einem geeigneten Ziel.
Und, sehr viel schneller als gedacht, wurde ich fündig. Für sehr, sehr wenig Geld ergab sich die Möglichkeit nach Venedig zu fahren... Mit dem Fernbus.
Ich dachte kurz nach, machte mir bewusst, dass ich völlig allein 18 Stunden Bus fahren würde um eine der romantischsten Städte der Welt zu sehen  und buchte.
Einfach so.
Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/19/16/38/191638fc83bf9fa6ae04e8b63cc507e5.jpg


Ende Februar schreibe ich meine letzten Prüfungen des Studiums und einen Tag später werde ich aufbrechen in die Lagunenstadt voller Sehnsucht, Schönheit und Romantik. (Wir verdrängen an dieser Stelle die bevorstehende Masterarbeit und konzentrieren uns voll und ganz auf die wesentlichen Dinge: Das Reisen also ;-) )
Dass ich ganz allein nach Vendig fahre finde ich übrigens äußerst wunderbar.
Ich sehe nämlich gar nicht ein immer erst auf den perfekten Moment, einen tollen Partner  die großartigen Umstände oder das perfekte Wetter warten zu müssen um Neues zu entdecken.
Was wenn das alles nie kommt?
Dann sitze ich irgendwann alt und klapprig in meinem Schaukelstuhl und bereue all die Dinge, die ich nie getan habe, weil ich auf den perfekten Moment gewartet habe.
Das kann ja nun auch nicht der Sinn sein, oder?
Hinzu kommt, dass ich ein richtiger Verfechter des alleine Reisens bin- Das fand ich schon  in Neuseeland  großartig.
Nie macht man so wundervolle Erfahrungen und lernt derart viele neue Menschen kennen, wie bei einer Reise völlig allein.
Und so bin ich voller Vorfreude wie ein kleines Mädchen, hibbelig und aufgeregt und kann kaum abwarten, dass die Prüfungszeit vorbei ist um endlich aufzubrechen.
Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/50/d6/08/50d6085225aba5e281ee2aa5dfa6345c.jpg

Und, um die Sache mit den neuen Erfahrungen noch so richtig auszureizen: Ich habe vor weder in einem Hotel, noch in einer Jugendherberge zu nächtigen, sondern mich zum allerersten Mal am Couchsurfing zu probieren.
Für alle, denen das Konzept nicht vertraut ist: Couchsurfing gibt es überall auf dieser Welt. Ganz normale Menschen stellen in ihrer Heimatstadt einen Schlafplatz (meistens die genannte Couch) kostenlos zu Verfügung und geben so anderen eine Unterkunft, sowie einen exklusiven Insiderblick in ihre Stadt. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wollte ich das schon immer einmal ausprobieren und eine völlig reiseverrückte Freundin von mir verbringt ihre Urlaube quasi nur noch auf diese Weise- auch in Costa Rica oder New York! Sie hat versprochen mir ein wenig bei der Suche zu helfen und ich bin sehr, sehr dankbar dafür.
Ich bin gespannt was das mit sich bringt und freue mich auf Abenteuergeschichten, spannende Momente und wundervolle Erlebnisse.
Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/36/ae/db/36aedb19bf32bb97db1ac6eb375d7d1b.jpg

Wart ihr schon einmal in Venedig? Ich giere nach Ideen, Tipps und Anregungen was diese einzigartige Stadt betrifft und freue mich über jeden Insidertipp, den ich bekommen kann.
Und ach ich bin so froh endlich wieder die Welt zu sehen. Nachdem letztes Jahr  die geplante Reise nicht stattfinden konnte, gierte mein fernwehlastiges Herz nach neuen Erfahrungen, Momenten und Inspirationen. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich schon bald aufbrechen kann.
Wenn mein Trip auch nur wenige Tage dauern wird, so weiß ich:
Dieses Jahr geht es noch mindestens einmal weiter weg.
Ich beende im Oktober mein Studium und werde danach auf jeden Fall die Welt erkunden, bevor es mich ins Arbeitsleben verschlägt. (Mit viel Glück geht es entweder nach Amerika oder Afrika- bleiben Sie dran, wenn es heiß Lotte Fuchs travels the world)
In diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen Start in die neue Woche!
Liebste Grüße
Lotte
Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/5b/cb/d3/5bcbd39248a930fc8b5a8f1a4f65c086.jpg


Kommentare

  1. Venedig muss wunderschön sein. Meine Mutter war vor zwei (oder schon drei?!) Jahren dort und schwärmt noch heute davon. Im übrigen finde ich es toll, dass du alleine verreist und ich wünsche dir wundervolle Momente! Ich werde im Oktober ebenfalls alleine verreisen, jedoch für drei Wochen und du glaubst gar nicht welche Reaktionen ich daraufhin erhalte... Unglaublich wie wenige mit sich selbst alleine sein können... Ich bin gespannt auf deinen
    Bericht.
    Liebe Grüsse Alizeti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Alizeti,
      Ich finde es super, dass du alleine reist! Und drei Wochen sind natürlich traumhaft- darauf hoffe ich auch nach dem Ende meines Studiums.
      Und ja, die meisten Menschen reagieren komisch, wenn man sagt man sei froh auch einmal mit sich allein unterwegs zu sein.
      Erst heute wurde ich vollkommen entgeistert gefragt ob ich tatsächlich allein auf ein Konzert ginge-
      Meistens lernt man dann ja wunderbare Menschen vor Ort kennen oder man begegnet sich selbst, was mindestens genauso spannend sein kann. ;-)
      Von daher lass uns weiterhin eine Lanze für das Reisen ohne Begleitung brechen. <3
      Liebste Grüße
      Lotte

      Löschen
  2. Ich wünsche Dir eine tolle Reise! Den besten Erlebnisse im Leben gehen spontane Entscheidungen voran. Leider wohne ich auf der anderen Seite Italiens, aber ein paar Tipps kann ich Dir generell geben. In Bars immer den Caffé an der Theke trinken, morgens ein Croissant ("Brioche") und einen Cappuccino und du solltest nicht mehr als 2,50€ zahlen. Das gleiche am Tisch und serviert kostet etwa 8-10€. Mittags kann man in den gleichen Bars sehr günstig Mittag essen. Man bestellt an der Theke, dort ist meist schon alles ausgelegt, entweder ein "primo", meist Pasta oder Risotto, oder ein "secondo" mit Fleisch und Gemüse. Zusammen mit Wasser und Brot kommt man dann auf 7-8•€. Da darf man dann auch am Tisch essen und sie bringen es dir zum Tisch. Das Mittagsmenü in den Bars iat meist echt lecker.In Venedig werden Turisten leider gern mal ausgenommnen, aber so kannst du beim Essen sparen.
    Und wenn Du Eis essen willst findest du bei Grom immer reichlich Auswahl zu einem guten Preis. Ach ja, am besten immer vorher fragen was es kostet!
    Buon viaggio!
    Saluti Joevlin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Joevlin,
      Vielen, vielen Dank für deine herrlichen Tipps! Ich werde sie auf jeden Fall beherzigen und berichten.
      Hab einen wundervollen Tag
      Liebste Grüße
      Lotte

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…