Direkt zum Hauptbereich

Imagine better- be better

Schaltet man Radio und Fernseher ein, fällt es momentan schwer daran zu glauben, dass der Mensch gut sein kann, dass es Exemplare unserer Spezies gibt, die sich nicht gegenseitig an die Gurgel springen und versuchen sich zu vernichten.
Den Glauben an die Menschheit kann man in Zeiten von den Anschlägen in Istanbul und Brüssel, in Zeiten von Wahlen, die rechts populistische Parteien mit hohen Prozentzahlen bedenkt und Bürgerkriegen schnell verlieren - sehr viel schneller als man es sich vorstellen kann.

Und das ist nur allzu verständlich. Aber nützt es tatsächlich etwas sich zu beschweren, zu beklagen und darüber zu schimpfen dass die Welt ein schlechter und grausamer Ort ist an dem früher alles besser war?
Ich denke nicht.
Meiner Meinung nach ist es jetzt erst recht die Zeit etwas zu tun, sich zu engagieren, aufzustehen und zu zeigen: Ja in dieser Welt geht es schlimm zu, aber ich kann einen Unterschied machen.
Vielleicht nur einen kleinen, aber immerhin.
Sei es im Engagement gegen Rechts, in der Hilfe bei Menschen, die nichts mehr haben (ob Flüchtlinge oder nicht) oder in der "kleinen" Hilfe bei meinen Nachbarn und Nächsten.
Wir alle können etwas tun.
Es wird die Welt nicht von jetzt auf gleich zu einem bessern Ort machen, es wird vielleicht keine Kriege beenden. Aber es macht den Unterschied.
Zu Weihnachten erzählte ich euch von dieser Geschichte.
Heute möchte ich euch ein Zitat von J.K. Rowling nahe bringen, das sie in ihrer Harvard Rede verwendete.



Derzeit mache ich ein Praktikum an einem Ort, an dem viele Menschen den Glauben an das Gute und an die Menschheit verlieren können. Tagtäglich treffe ich auf Menschen, die man nur aus Filmen und Alpträumen kennt, spreche mit ihnen, höre ihre Lebensgeschichte und glaube noch immer fest daran, dass ich einen Unterschied machen kann. (Naivität verliert man dort recht schnell. Ich weiß: Ich werde nicht jeden "retten" können und auch nicht jedem kann geholfen werden)

Ich kann nicht verhindern, dass schlimme Dinge geschehen.
Sie passieren jeden Tag. Jetzt in dieser Sekunde, aber ich kann dafür sorgen, dass ich die Welt durch mich ein besserer Ort wird. Indem ich einen Unterschied mache, indem ich das tue wozu ich in der Lage bin. Abseits von Prestige, persönlicher Macht oder Reichtum ist genau dies meiner Meinung nach unsere Aufgabe auf der Welt.
Ich bin ein kleines Steinchen, das in einen riesigen Ozean geworfen wird.
Nach mir werden Millionen von Menschen kommen, vor mir kamen Millionen.
Es wird sich wahrscheinlich in 100 Jahren niemand mehr an meinen Namen erinnern, daran dass ich einmal gelebt, geliebt und gearbeitet habe.
Aber ich kann dafür sorgen, dass diese kleinen Miniwellen meines kleinen Steinchens im Ozean gut sind, dass sie die Welt, wenn auch nur für einen winzigen Teil, zu einer besseren, schöneren und liebevolleren machen. Einfach so. Dafür kann ich mich entscheiden.
Vieles liegt nicht in meiner Macht. Aber genau diese Entscheidung tut es.
Und mit jedem Anschlag, mit jeder schlechten Nachricht und mit jeder Schauergeschichte mit der ich beruflich und privat konfrontiert werde wird meine Überzeugung umso fester, meine Entscheidung immer bewusster: Ich mache den Unterschied. Jetzt erst recht.

Liebste Grüße
Lotte


Kommentare

  1. Da sage einer, Gene würden eine Rolle spielen. Über 2 Generationen hinweg meine ich Arnold, den auch ich nur mittelbar enne zu hören.
    Hansi

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

No Risk - no Fun?

Nachdem mich in der Woche einige Besorgnis erreichte - ja, ich lebe noch, aber ich war ein bisschen angeschlagen und habe es nicht geschafft Posts für dich Woche vorzubereiten-  meldet sich Lotte Fuchs zurück zum Dienst.  Schließlich ist Montag und dementsprechend Zeit ein wenig motiviert in die Woche zu starten. 

Vor kurzem saß ich mit einer Freundin zusammen, die ich wirklich sehr schätze. Obwohl wir uns noch nicht einmal ein Jahr kennen, ist sie mir unglaublich ans Herz gewachsen. Dazu kommt, dass sie ein Mensch ist, der in Krisensituationen das Talent besitzt die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Solche Menschen sind in Gold nicht aufzuwiegen. Besagte Freundin hatte vor kurzem den Ausspruch des Jahres für mich:  "Was wäre jetzt das Schlimmste, das passieren kann? Dann wird eben mal irgendein Herz gebrochen. SO WHAT?"  Nachdem sie sich von ihrem Ausbruch beruhigt hatte, mussten wir beide ein wenig lachen. Nicht, weil gebrochene Herzen so witzig wären, so…

Aktuelles

zum #metoo ist inzwischen so viel geschrieben und gesagt worden, dass ich das Gefühl habe auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, wenn ich darüber schreibe.
Deswegen möchte ich heute gar nicht meine eigenen Worte verwenden, sondern die von Najwa Zebian, die mich vor einigen Wochen mit einem wunderbaren TED Talk beeindruckte und die genau die richtigen Worte zur aktuellen Debatte fand. 

Your story. I know that they make you Doubt Yourself. But let me tell you this. I believe you. I hear you. I honour your story. I salute the hero in you. I commend the courage in you. I stand with the heart in you. You are brave. Don’t you ever doubt that. You are strong. Don’t you ever give up. It’s okay to be tired. But do not give up. It’s okay to be tired. But do not give up. It’s okay to feel the pain. But do not let the pain overtake you. You Overtake It. You owe it the survivor in you. You owe it to the fighter in you. To get back up. To stand tall. And say, I am a hero. I am a survivor. I am a ch…

Paris, Paris - 9 Kleinigkeiten aus dem letzten Urlaub

Vor ungefähr zwei Wochen machten meine Mutter und ich gemeinsam Urlaub. Das mutet vielleicht etwas seltsam an, immerhin bin ich vor sieben Jahren ausgezogen, aber um ehrlich zu sein ist so ein Mutter-Tochter Urlaub gar nicht schlecht.
Unser Ziel war Paris. Eine Stadt, die wir beide sehr gut kennen (ich war das sechste Mal dort, meine Mutter so ungefähr zum 10. Mal) und mögen.
Meine Mutter feierte Geburtstag und mein Geschenk war es, sie zu einem Jazz Brunch in meine liebste Frühstücksmöglichkeit von Paris einzuladen, das Bellevilloise. Und überhaupt genossen wir die Stadt ohne Ende.
Während es also draußen vermehrt regnet und grau wird, habe ich heute ein paar Bilder dabei, die vielleicht kurz träumen lassen.


Einige Aktivitäten, die in Paris nicht fehlen dürfen.

1. Essen. Bitte da, wo man nur Französisch spricht und außerhalb der Touristenfallen, dann ist es wirklich gut. Günstig kann man vergessen. So etwas gibt es leider einfach nicht.



2. Ok, das widerspricht Punkt 1, aber das Angel…