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Montagsmotivation: Meal Prep oder: Lotte ist gut vorbereitet

Zur heutigen Montagmotivation wird es nicht psychologisch, dafür aber ökonomisch.
Es soll um ein kleines Selbstexperiment gehen, das ich diese Woche starte.
Oder vielmehr gestartet habe, denn so richtig begonnen habe ich bereits gestern.

Als am Nachmittag mein letzter Besuch das Haus verließ,  legte ich mich zunächst mit Kopfschmerzen für eine Viertelstunde aufs Sofa   war ich hoch motiviert viel zu schaffen.
Denn den ganzen Sonntagnachmittag gammeln ging keineswegs.
So wusch ich Wäsche, bezog mein Bett neu, machte ein kurzes Workout und bügelte.
Allerdings waren dies nur Beschäftigungen am Rande, denn die wahre Kunst am Sonntagnachmittag bestand darin mein Essen für die gesamte nächste Woche vorzukochen und in total hässliche Plastikbehälter  stylische Plastikschalen umzufüllen.
Heute beginnt mein letztes Praktikum für dieses Studium und ich freue mich unglaublich drauf.
Allerdings wäre nur Praktikum ja auch etwas langweilig oder? Und so gehe ich nebenher weiter arbeiten und schreibe an dem Exposé für meine Masterarbeit, das ich möglichst bald, möglichst gut und möglichst umfangreich recherchiert fertigstellen muss.
Außerdem habe ich einmal gehört, dass es so etwas wie soziales Leben, Freunde und Interessen geben soll, die außerhalb von Uni und Arbeit bestehen. Seltsame Vorstellung, ich weiß...
Da mein Tag jedoch leider auch nur 24 Stunden hat, wird es wie üblich etwas eng mit der Zeit. Besonders, wenn man nebenher auch noch einigermaßen gesund und ausgewogen essen möchte.
(Zumal ich in der Prüfungszeit unglaublich viel ungesunde Sachen gegessen habe und mch damit derzeit wirklich unwohl fühle)
Deswegen übernahm ich den aktuellen Trend der Youtuber und beging meinen Sonntag damit umfangreich für die kommenden Tage zu kochen.
Gar nicht so blöd, wenn man mal genauer darüber nachdenkt.
Zwar liebe ich es spontan, frisch und schnell eine Mahlzeit zuzubereiten-  an Abenden nach 12 Stunden Arbeitszeit fehlt mir jedoch manches Mal die Kraft für umfangreiche Zaubereien.
Und so landet in diesem Fall das eine oder andere Ma(h)l Tiefkühlpizza auf dem Teller, garniert mit einem Nachtisch aus feinster Schokolade.
Das muss ja nicht sein. Oder, um Game of Thrones mäßig auszudrücken: "Summer is coming" und mit ihm die Bikinisaison. Also dann doch lieber ausgewogen und gesund, wenn ihr mich fragt. ;)

Ich stand also den Sonntag in der Küche und fragte mich was genau ich hier eigentlich mache.
Noch nie in meinem Leben habe ich vorgekocht, eingetuppert und aufbewahrt. Und nun erwischte ich mich dabei wie ich Mango in feinste Würfel schnitt, Chiasamen abwog und ein Curry für Donnerstag einkochte. Verrückte Welt!
Wie bereits erwähnt bin ich was das Kochen angeht mehr so "Ich habe gerade spontan Lust auf" Typ. Ob ich mich mit dem Gedanken anfreunden kann jeden Tag ein vorbereitetes Mahl aus dem Kühlschrank zu ziehen weiß ich daher nicht so genau.
Ein Versuch ist es aber wert. Und genau aus diesem Grund startet heute eine Woche lang mein Selbstexperiment: Meal Preparation.
Für die kommende Arbeitswoche habe ich unterschiedlichste Gerichte und Snacks vorbereitet: Alle gesund, alle (hoffentlich) lecker und alle in meinem Kühlschrank verstaut.
Vom Frühstück bis zum Abendessen ist alles aufbewahrt. Ich teste ob ich mit diesem Konzept zurecht komme, ich es euch empfehlen kann und worauf ich achten muss.
Meine heutige Montagsmotivation ist sozusagen Lotte well prepared- eine völlig neue Erfahrung.
Und da ich jetzt genug geschrieben habe gibt es einige seltsame Kühlschrankbilder für euch.


Das ist im Groben alles was ich für die kommende Woche gekauft habe. Frische Zutaten wie Gurke, Tomate und Avocado verwende ich übrigens weiterhin frisch. Die Zeit um ein paar Cocktailtomaten zu halbieren werde ich wohl gerade noch finden denke ich. Außerdem soll eine gewisse Frische in meinem Essen nun auch nicht völlig fehlen.
Am meisten freue ich mich um ehrlich zu sein darüber, dass mein Frühstück komplett vorbereitet ist. Dadurch spare ich morgens eine komplette Viertelstunde, die ich sonst für die Zubereitung benötige.
Ihr sehr übrigens 4 EL Haferflocken, mit 2 EL Chiasamen und 4 EL griechischem Joghurt vermischt. Dazu gab es eine Prise Zimt und Tiefkühlobst, das ich obendrauf gelegt habe. Für die Portion Frische sorgt zugeschnitte Mango, die ich separat lagere.


Die kommende Woche bleibt trotz aller Vorbereitung abwechslungsreich. So habe ich verschiedene Bohnen-, Linsen und Reisgerichte vorbereitet, ein veganes Curry ist auch dabei und natürlich darf in dieser Woche auch Pasta nicht fehlen (allerdings ab sofort in der Dinkelvollkorn Variante)

Für den Hunger zwischendurch habe ich einige Kleinigkeiten vorbereitet, wie Bananmuffins ohne Mehl und Zucker, aber in lecker. Gesünder geht nicht mehr!

Und so sieht er aus - mein Kühlschrank. Bis Oben vollgeräumt mit komischen Tupperbehältern.. Im Gemüsefach befindet sich einiges an Tomaten, Avocado und kleinen Gurken, dich ich schnell schneiden und nutzen kann um mein Essen zu variieren und aufzufrischen.
Insgesamt benötigte ich für die Vorbereitung meines Essens knapp 2,5 Stunden. Gar nicht so lange wie gedacht, wenn man bedenkt, dass ich insgesamt 5 unterschiedliche Gerichte kochte.

Wie ist es bei euch? Kocht ihr mehr spontan aus dem Bauch heraus oder seid ihr die perfekten Planer und Vorbereiter? Habt ihr schon einmal Meal Preparation ausprobiert oder könnt ihr euch gar nichts darunter vorstellen? Ich freue mich auf eure Ideen und wünsche euch den zauberschönsten Start in die neue Woche
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

  1. Oh das sieht alles so lecker aus!! Gute Idee, ich schaffe es ja meist nur bis Dienstag vorzukochen. Also meiner Meinung fehlt da ja nur noch eins: Rezepte!!! Vor allem die Bananenmuffins klingen lecker! Herzliche Grüsse Joevlin!

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    1. Liebe Joevlin,
      Du hast ganz Recht da fehlen einige Rezepte. Die meisten davon habe ich von Rachel Aust übernommen und leicht abgewandelt. Nächsten Montag kommen, zum Bericht meines Experiments auch ein paar Rezepte dazu- versprochen :)

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  2. Bei mir ist es so, dass ich morgens zu Hause frühstücke und da ich meist mindestens eine Stunde bevor ich das Haus verlasse wach bin, kann ich dies frisch zubereiten. Das Mittagessen nehme ich in der Kita gemeinsam mit den Kindern und das Abendessen lasse ich meistens weg. Oder dann ist es noch einen Salat oder ein Jogurth. Einzig am Wochenende koche ich und dann meistens frisch. Dazu suche ich mir Ende der Woche zwei Rezepte heraus und kaufe dementsprechend ein. :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

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    1. Ohh ich bin eigentlich auch so früh wach morgens, brauche aber ewig um in die Gänge zu kommen. Theoretisch haben wir in der Klinik auch die Möglichkeit zu essen. Das geht allerdings ganz schön ins Geld (blöd als Studentin) und außerdem vertrage ich Mensaessen überhaupt nicht. Daher fällt die Variante leider für mich aus.
      Abendessen weglassen könnte ich gar nicht! Da ich eigentlich ein Hobbit bin geht so etwas bei mir nicht- da werde ich übellaunig ;)
      Liebste Grüße und einen schönen Abend
      Lotte

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