Direkt zum Hauptbereich

Montagsmotivation - Durchhalten ist alles

Guten Morgen und einen wundervollen Montag wünsche ich euch.
Da ich gestern einen kleinen SPA Tag mit "Lotte tut gar nichts außer in der Badewanne liegen, Pediküre und Maniküre machen, ein wenig lesen und Sport treiben" begangen habe, gibt es heute keine Studie für euch. (Klingt ein bisschen wie diese Modelsendung, der ich früher mit Begeisterung und Tiefkühlpizza folgte die keiner guckt "Ich habe heute leider kein Foto für dich")
Stattdessen habe ich einen wundervollen TED Talk gefunden, der perfekt zum Start der Woche passt.
Es geht um das A und O des Erfolgs: Durchhaltevermögen.
Tatsächlich, so die Sprecherin, ist es nicht unbedingt Intelligenz, die uns erfolgreich macht, sondern vielmehr die Fähigkeit durchzuhalten.
Tatsächlich überschneidet sich das auch sehr gut mit meinen eigenen Erfahrungen.
Wenn ich hart und langfristig an Dingen gearbeitet habe, mein Ziel nicht aus den Augen verlor und weiter machte ohne nach rechts und links zu schauen und mich von gerade am Wegesrand vorbei kommenden schöneren Aktivitäten ablenken zu lassen, führte dieses Verhalten fast immer zum Erfolg.
Harte Arbeit, Ausdauer und die Befähigung die Belohnung einmal aufschieben zu können und nicht sofort zu erwarten, sind tatsächlich Faktoren, die in der Psychologie als besonders wichtig erachtet werden.
So gibt es Theorien, die davon ausgehen, dass Menschen die sehr gut darin sind Belohnungen auf später zu verschieben (also zum Beispiel den Studienabschluss in 5 Jahren anstatt wilde Partys jeden einzelnen Abend ohne zu arbeiten) häufig erfolgreicher sind, weniger Drogen nehmen und insgesamt gesünder leben.
Umgekehrt wurde in einer Langzeitstudie von Caspi & Moffit herausgefunden, dass Kinder, die im Alter von drei Jahren Belohnungen nicht gut aufschieben konnten, eher die Schule abbrachen, kriminell und drogenabhängig wurden und eher zu Übergewicht neigten als andere Kinder.
Ganz bekannt geworden ist hierbei der sogenannte Marshmallow Test von Walter Mischel. (einen ziemlich guten Artikel, der sich auch mit den entsprechenden Veränderungen im Gehirn befasst findet ihr hier)

In diesem Sinne: Haltet durch, denkt an langfristige Ziele und habt eine wundervolle Woche!
Liebste Grüße
Lotte.

PS: Wenn des keine gute Motivation für den Start in die Arbeitswoche ist, dann weiß ich auch nicht. Belohnungsaufschub heißt übrigens nicht, dass ihr euch niemals Spaß gönnen dürft und immer verkniffen bei der Arbeit sein müsst. Ich bin sehr für ein ausgewogenes Leben, in dem Glück, Freude und Spaß extrem wichtig sind. Was nützt der schönste Erfolg, wenn ihr dabei depressiv seid oder viel Falten vom Gesicht zusammen kneifen bekommt?
Sorgt für ausreichend Lachfältchen, Erholungsphasen und wunderschöne Momente. Sonst bringt das alles auch nichts!

Kommentare

Beliebte Posts

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…