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Berlinurlaub Teil 1

Ich verbrachte das letzte Wochenende und einige Tage danach in der wunderschönen Hauptstadt Berlin.
Gemeinsam mit meiner Mutter machte ich die Stadt unsicher, genoss großartiges Essen und verliebte mich mit jedem Moment ein bisschen mehr in die Stadt.
Es war unser erster Mutter-Tochter Urlaub überhaupt. Bisher bin ich stets mit meinem Vater allein in den Urlaub (wenn meine Mutter Besuch von ihren Freundinnen bekam nahmen wir oft Reißaus) gefahren oder als ganze Familie.
Doch nur meine Mutter und ich- das gab es noch nie.
Dementsprechend wurde es höchste Zeit für einige Mädchentage und was eignet sich dafür besser als ein Städtetrip?
In fünf Tagen erlebten wir unglaublich viel, lachten ohne Ende und hatte mächtig Spaß.
Da ich das Ganze unmöglich in einen einzigen Post packen kann, gibt es heute nur Tipps für Unternehmungen und Museen.

In der nächsten Woche stelle ich euch meine liebsten Essensmöglichkeiten vor und schreibe ein bisschen was zu meiner Shoppingausbeute (wäre ja kein Fauenurlaub ohne die ein oder andere kleine Shoppingtour).
Berlin ist immer eine Reise wert. Ich liebe das multikulturelle Flair, die freche Berliner Schnauze und die Kultur, die man an allen möglichen und unmöglichen Orten trifft.
Ein wahrer Traum!
Da meine Mutter sich in Berlin sehr gut auskennt, vertraute ich ihr in manchen Dingen, wie beispielsweise dem U-Bahn Netz, blind, andere Dinge fanden wir durch Zufall und ohne es beabsichtigt zu haben.

Museen
Wir besuchten in den fünf Tagen zwei Museen.
Das erscheint auf den ersten Blick nicht viel, ich genieße es aber immer mehr weniger Museen zu besuchen und diese dafür richtig zu durchstöbern.
Ein absoluter Klassiker in Berlin ist die Alte Nationalgalerie, die auch dieses Mal bei uns auf dem Programm stand.
Meine Liebe gilt den Impressionisten, bei denen ich Stunden zubringen könnte.
Bei unserem Besuch legten wir den Fokus jedoch auf etwas anderes.
Bis Juli verlängert, ist die Sonderausstellung "Der Mönch ist zurück" auf jeden Fall einen Abstecher in die Nationalgalerie wert.
Dort erfährt man alles übe die r die Restaurierung der beiden Bilder "Mönch am Meer" und "Abtei im Eichwald" von Casper David Friedrich.
Schritt für Schritt wird dort die Restaurierung und Entstehungsgeschichte der beiden Werke erklärt. Besonders eindrucksvoll war dabei die Gegenüberstellung einer Kopie der Bilder vor der Restaurierung und das betrachten der Originale danach. 
Wer ein Faible für Kunst und Kunstgeschichte hat und beides aus einer anderen Perespektive betrachten möchte sollte die Ausstellung auf keinen Fall verpassen. 


Durch Zufall stießen wir beim Schlendern durch die Straßen auf das Kennedy Museum und beschlossen einen Abstecher dorthin zu machen.
Seit ich ein kleines Mädchen war bin ich von den Kennedys fasziniert.
So las ich als junges Mädchen  die Autobiografie von Rose Kennedy "Alles hat seine Stunde" und war schon damals begeistert vom Mythos Kennedy.
Meine Familie ist sehr politisch eingestellt. Diskussionen über aktuelles Weltgeschehen aber auch über Geschichte fanden seit jeher an unserem Abendbrottisch statt und so kam ich früh mit der Kuba Krise, der Politik der 60er Jahre und dem Kennedy Attentat in Berührung (Den Film Thirteen Days sah ich bereits mit 10 oder 11 und war ganz begeistert davon)
Dementsprechend war der Besuch des Kennedy Museums ein echter Glückstreffer.
Alte Fotos reihen sich dort aneinander, gefolgt von interessanten Texten und einigen Ausstellungsstücken. Besonders die Sonderausstellung "My Pony Maceroni", die noch bis zum 12. Juni dort ist, war unterhaltsam.
Gänsehaut pur erlebe ich jedes Mal bei der berühmten "Ich bin ein Berliner" Rede, die dort auch noch einmal anzusehen ist.
Besonders die Zeilen "Freedom has many difficulties and democracy is not perfect, but we have never had to put a wall up to keep our people in, to prevent them from leaving us."
(Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht vollkommen. Aber wir hatten es nie nötig, eine Mauer aufzubauen, um unsere Leute bei uns zu halten und sie daran zu hindern, woanders hinzugehen.) trifft mich jedes Mal ganz direkt



Spaziergang
Das Beste, was man in fremden Städten machen kann, ist einfach spazieren gehen.
Da ich in den meisten Fällen zu geizig für die U-Bahn oder Meto bin, habe ich mir beinahe alle Städte, die ich besucht habe, erlaufen. Das ist fantastisch, weil ich so immer wieder auf Ecken stoße, die ich sonst nie gefunden hätte.
So auch in Berlin.
Mein liebster Spaziergang war übrigens einfach die Spree entlang. Dafür fahrt ihr am besten mit der S-Bahn bis zur Station Tiergarten, steigt dort aus, geht hinunter zur Spree und wandert zurück in die Stadt. Ihr kommt so bis ins Regierungsviertel (und am besten Baumkuchencafé Berlins entlang;))
Markt
Der wunderschönste deutsche Markt, den ich kenne, findet am Samstag in Berlin statt.
Der Winterfeldmarkt bietet alles von Obst, Gemüse und Käse bis hin zu wunderschöner hochwertiger Kleidung, Schmuck und dem besten Street Food überhaupt.
Fahrt mit der Bahn zum Nollendorfplatz, geht vielleicht vorher in einem der umliegenden Cafés frühstücken und genießt den Trubel, der sich auf dem Markt bietet.
Ich laufe mit riesigen Augen an den Ständen vorbei, probiere Köstlichkeiten wie zauberhafte Minitörtchen und Zuckerrohrlimonade und komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. 
(Dabei bin ich verwöhntes Kind die Märkte in Südfrankreich gewohnt)
Fündig werden wir bei einem Besuch des Marktes jedes Mal, geben viel Geld für gute Qualität aus und hoffen fortan auf einen regnerischen und kühlen Sommer (mehr dazu bald mehr)

Berlin ist und bleibt eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Die Möglichkeiten für Unternehmungen scheinen unbegrenzt zu sein. man trifft überall faszinierende Menschen, die Museen sind zahlreich und fabelhaft und vom Essen will ich gar nicht erst anfangen- dafür gibt es schließlich einen weiteren Post.
Für müde Füße noch ein letzter Tipp. Setzt euch in einen Bus der Linie 100 und lasst euch quer durch die Stadt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit fahren. Ihr habt die perfekete Stadtrundfahrt für wenig Geld.
Und wer danach noch immer nicht laufen mag, kauft sich im Bikini Haus einen Kaffee und genießt den dortigen Blick auf das Affengehege des Berliner Zoos. 
Trotzdem bleibe ich Fraktion "Ich laufe quer durch die Stadt" ;)
Was sind eure liebsten Unternehmungen in der Hauptstadt? Mögt ihr Berlin auch so sehr oder ist es euch zu laut, zu voll und zu dreckig?

Ich wünsche euch den wundervollsten Start ins Wochenende 
Liebste Grüße
Lotte

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