Direkt zum Hauptbereich

How I survive a 18 hours work day--- 18 Stunden Tage mit Freude überstehen

Ich habe ja ständig geschrieben vielleicht ein bis zwei Mal kurz erwähnt, dass ich in letzter Zeit viel zu tun habe. Nun ist viel zu tun ein eher subjektives und wenig greifbares Maß für Arbeit.
Bei mir heißt das konkret: Ich bin manchmal 18 Stunden außer Haus und arbeite.
Das ist nicht besonders wenig, kann sehr anstrengend sein und ein ums andere Mal das Gefühl vermitteln man sei ein kleiner Workaholic.
In den letzten Wochen habe ich jedoch eine gewisse Routine entwickelt was solche "Monster Tage" angeht.
Meine Woche ist wenig planbar derzeit. Es kann sein, dass ich den ganzen Tag von Zuhause aus an meiner Masterarbeit schreibe und an einem weiteren Forschungsprojekt arbeite, an anderen Tagen verlasse ich früh um 6.30 Uhr das Haus in Richtung Dresden und bin nicht vor 21 Uhr wieder zurück, während ich versuche ein wenig an diversen Projekten im Zug zu arbeiten, nur um dann am nächsten Tag zu meiner Arbeitsstelle in Leipzig zu gehen und dort zu arbeiten.
Ein ziemliches Durcheinander und damit ich über das ganze Chaos und viele Arbeiten nicht den Kopf verliere habe ich ein paar Strategien entwickelt, die mir helfen den Tag zu überstehe, selbst wenn ich 18 Stunden lang arbeite.
Habt ihr Lust mich zu einem Arbeitstag zu begleiten wie beispielsweise letzten Freitag?
Dann auf geht es zu einem Tag "Arbeit mit Lotte - How to stay sane"

Der Abend zuvor
Jaaa... Das ist paradox, aber mein eigentlicher Tag beginnt schon am Abend zuvor. Ich schreibe meine To Do Liste für den kommenden Tag, überlege mir meine Tagesziele (mehr dazu hier) und versuche so früh ins Bett zu gehen, dass ich 7 Stunden Schlaf bekomme.


5.00 Uhr am Morgen
Mein Wecker klingelt seit neustem immer eine halbe Stunde vor meiner früheren Aufstehzeit. Ein wenig verschlafen schmeiße ich mich in meine Sportsachen und mache mich an mein morgendliches Sportprogramm. Was erst einmal gruselig klingt, gibt mir die Power den Tag zu beginnen und weckt mich perfekt auf. Gute und sehr kurze Workouts für den Morgen findet ihr zum Beispiel hier.
Danach gibt es ein gesundes und nährhaftes Frühstück, das ich am Abend zuvor zubereitet habe.
Derzeit ist das meist das beste Bircher Müsli der Welt nach einem Rezept von Jamie Oliver, das ich euch unbedingt zeigen muss! Dazu gibt es einen Yogi Tee (wegen der schönen Sprüche) und ein Glas Wasser mit einem Schuss Apfelessig.
Danach folgt das Ganze übliche Prozedere mit Anziehen, waschen, Zähne putzen und und und.
Und GANZ WICHTIG ich packe mein Essen für den Tag ein (ich kleiner Hobbit)

6.30 Uhr am Morgen 
Fräulein Fuchs verlässt hektisch die Wohnung nachdem sie sich von Bella verabschiedet hat und stürzt in Richtung S-Bahn davon (wie üblich ein bisschen spät dran die Dame - das Rennen zählt quasi als Workout Nummer Zwei des Tages)

7.00 Uhr am Morgen
Der Zug fährt in Richtung Dresden los. Fräulein Fuchs vertieft sich wahlweise in Forschungsunterlagen oder ihre eigene Masterarbeit und versucht anderthalb Stunden ein wenig von der To Do Liste abzuarbeiten, bevor Erhebungen und Seminare beginnen.



9.20 Uhr am Morgen 
Beginn des Seminars... Danach beginnen Untersuchungen für meine Masterarbeit. Die Wissenschaft dahinter erspare ich euch (darf ich eh nichts zu schreiben). Zwischendrin gibt es eine kurze Pause für selbstgemachte gesunde Müsliriegel und Mittagessen. Aber dann geht es gleich weiter

18.30 Uhr am Abend 
Die Arbeit am Institut ist geschafft jetzt heißt es zurück zum Bahnhof. Ich habe mir letzten Freitag den Luxus einer IC Rückfahrt gegönnt.
Während ich auf den Zug warte, der NATÜRLICH erst in 45 Minuten kommt, erledige ich Telefonate (immer so, dass ich niemanden damit störe. Nichts finde ich schlimmer als jemanden der neben mir lautstark ins Handy brüllt und ich danach die Lebensgeschichte des Onkels vom Dackel seiner Nachbarn kenne)

19.20 Uhr am Abend
Ok, ich nehme den IC zurück. Das habe ich während des gesamten Studiums genau zwei Mal gemacht. Sparpreis und Bahncard sei Dank kostet die Fahrt 15 Euro. Ok, das ist Luxus, aber manchmal gönne ich mir den. Ich spare nämlich eine halbe Stunde Fahrzeit damit und das macht abends wirklich einen Unterschied.
Im Zug mache ich nicht mehr viel. Vielleicht schreibe ich noch einen Blogpost (ratet mal wo dieser entstanden ist ;)), arbeite ein wenig an leichteren Designaufgaben für meine Masterarbeit, beantworte Mails oder wichtige Nachrichten und lese manchmal in der internationalen Presse. Die Rückfahrt ist immer ein wenig Entspannung mit leichter Arbeit. Außerdem ist da noch mein mitgebrachtes Abendessen, das nach mir ruft.

21.15 Uhr am Abend
Endlich in der Wohnung. Ich mache ein leichtes Strechting um mich nach dem vielen Sitzen und der wenigen Bewegung zu entspannen, esse einen super gesunden, zuckerfreien low carb Brownie, dessen Rezept ich euch unbedingt verraten muss, und lasse den Abend ausklingen.
Vielleicht trinke ich noch einen Tee und gehe dann schlafen. Nach einem solchen Monster Tag bin ich nicht mehr fähig zum Ausgehen. Das fällt an anderen Tagen an - wobei... ist es Montag, so gehe ich Abends definitiv zum Pub Quiz auch wenn die Welt einstürzt ;)

22.00 oder manchmal auch 23.30 am Abend
Ich bereite mich auf den nächsten Tag vor, packe meine Tasche, schreibe meine To Do Liste und mein Ziele für den nächsten Tag auf, gehe ins Bad und mache mich fein fürs Bettchen. Danach meditiere ich für einige Minuten, schreibe in mein Dankbarkeitstagebuch und gehe schlafen.



So sieht derzeit ein recht normaler Tag bei mir aus. Was mache ich um durchzuhalten und nicht verrück zu werden?
Nun ein bisschen etwas habt ihr in der Beschreibung ja mitbekommen:
1) Ich beginne und beende meinen Tag mit ein wenig Bewegung. Das ist vielleicht nur ein Stretching oder leichtes Workout, gibt mir aber die Energie für den Tag/entspannt mich nach einem Tag sitzen vor dem PC.
2) Ich achte auf gesunde Ernährung auch und gerade wenn ich viel unterwegs bin braucht mein Körper gute und ausgewogene Mahlzeiten, womit wir wieder beim guten alten Meal Prep wären. Darüber hinaus sorge ich für gesunde Alternativen zu Snacks in Form von selbstgemachten Müsliriegeln (Hat jemand Interesse an dem Rezept) oder auch Brownies. Diese sind die perfekte Nervennahrung und trotzdem gesund. Ich achte darauf viel Obst und Gemüse zu essen und esse nur sehr wenig Fleisch
3) Drink Water Baby. Seit neustem habe ich so eine Hipsterflasche in die ich durch ein komisches Sieb Obst einfüllen kann. Sie fasst einen Liter und ich achte darauf sie mindestens zwei besser drei Mal am Tag aufzufüllen
4) Handy aus. Jawohl. Ich bin viel produktiver und entspannter wenn mein Handy auf Flugmodus ist und ich nur darauf schaue wenn ich gerade tatsächlich die 10 Minuten habe um auf Nachrichten zu antworten. Das entspannt mich ungemein.


5) To Do Listen. Durch die To Do Listen weiß ich was mein Tagessoll ist und höre genau in dem Moment auf zu arbeiten in dem es erfüllt ist. Basta.
6)Abendroutine. Meditation ist ein fester Bestandteil meines Abends. Egal wie müde ich bin, diese sieben Minuten habe ich noch. Es hilft mir mit dem Tag abzuschließen, meinen Geist zu beruhigen (à la Snape: Verschließe deinen Geist Potter!) und wieder runter zu kommen.  In der nächsten Montagsmotivation erkläre ich euch auch warum.
7) Kleine Highlights im Alltag. Nicht umsonst schreibe ich ein Dankbarkeitstagebuch. Es hilft mir auch an einem vollen Tag auf die Kleinigkeiten zu achten, die das Leben ausmachen. Eine schöne Nachricht einer lieben Freundin. ein nettes Gespräch in der Bahn. Die kleinen Momente sind so wichtig
8) Es ist alles eine Einstellung. Ich habe gemerkt wenn ich beginne zu jammern und mich zu beschweren wird der Tag auch anstrengend. Versuche ich es aus einer anderen Perspektive zu betrachten (Es ist toll dass ich so viele Untersuchungen habe, das sind wunderbare Daten für mich/ Das Forschungsprojekt sit so großartig und ich will darüber wirklich mehr wissen/ Ich schaffe das mit Leichtigkeit und einem Lächeln) wird es sehr viel schöner, einfacher und entspannter. er ultimative Tipp am Rande ;)



Was tut ihr um an einem vollen Arbeitstag/in einer vollen Arbeitswoche nicht verrück zu werden? Habt ihr auch kleine Tricks und Kniffe entwickelt?
Ich freue mich von euch zu hören
Lotte

Kommentare

  1. Wow, ein wirklcih vollgepackter alltag hast du. Meiner sieht nicht so voll aus :-) Trotzdem ist es mir zum Beispiel wichtig, morgens ein gesundes Frühstück zu essen und dazu ein paar Zeilen zu lesen. Auch das Lesen in der Bahn ist für mich ein "Abschalt"-Ritual geworden. Oft achte ich darauf, dass ich nicht jeden Abend vor dem Fernseher sitze, sondern mir auch einmal ein Bad einlasse oder fürh ins Bett schlüpfe und noch ein wenig lese. Auch das Dankbarkeitstagebuch führe ich. Und das seit bereits 3 Jahren,es ist so wertvoll. <3
    Liebe Grüsse Alizeti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bei mir ist auch nicht jeder einzelne Tag so voll. Nach Dresden fahre ich circa 2-3 Mal die Woche und ansonsten arbeite ich ja in Leipzig. Da fallen die langen Fahrten schon einmal weg und das entspannt mächtig ;)
      Deine Rituale klingen auch wunderbar! Lesen in der Bahn ist so toll, ich wünschte das würde ich öfter schaffen!
      Liebste Grüße
      Lotte

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…