Direkt zum Hauptbereich

Hunde, die die Welt bedeuten

Nach einem kurzen Trip an die Ostsee meldet sich Lotte Fuchs pflichtschuldig wieder zurück.
Am Freitag erzähle ich euch ein wenig über die große Gartenparty meiner Eltern, die alljährlich stattfindet und bei deren Vorbereitungen ich ein wenig helfen durfte.
Heute kommen wir jedoch auf den Hund.
Ich bin ein großer Fan von Haustieren, wuchs mit Hunden und Katzen auf und könnte mir ein Leben ohne Haustier gar nicht wirklich vorstellen.
Aus diesem Grund war ich schwer begeistert, als ich in einer Berliner Buchhandlung einen Roman liegen sah, der komplett aus der Perspektive eines Foxterriers namens Sirius geschrieben ist.
Das ist jetzt an sich nichts Neues, es gibt unzählige Romane aus der Sicht von Tieren, "Siruis" ist dabei jedoch ein wenig anders.
Als Hund einer jüdischen Familie versucht er im Dritten Reich zu überleben, flieht ins Filmbuisness nach Hollywood, wird ein Star und am Ende nimmt er es sogar mit Hitler auf.
Zum Schreien komisch, sentimental,tragisch und voller großer Momente schildert der Roman wie Sirius die Welt verändert und das, obwohl er "nur" ein kleiner Terrier zwischen großen Menschen ist.
Das Buch ist perfekt für die Urlaubszeit, ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen, empfehle es (ungefragt) beinahe jedem und bin einfach immer noch begeistert.
Was ich besonders an dem Buch liebe, ist der eher ungewöhnliche Stil des Autors, der aus der Sicht von Sirius erzählt ohne dabei kitschig oder sentimental zu werden.
Wenn ihr also noch auf der Suche nach einem kurzen, aber schönen Buch für den Urlaub seid, dann ist Sirius genau der richtige Roman für euch. Ein wenig märchenhaft, spannend, amüsant und voller Momente der Welt- und Filmgeschichte.

Habt ihr Buchtipps für den Sommer?
Auf meiner Liste stehen noch "Madame Picasso", "Als Hemingway mich liebte", "Villa America", "Der zerbrochene Krug" "To whom the bell tolls" "Füchsin" (von Ken Bruen) und "Café Mandelplatz", sowie eine Krimireihe, die in den 30er Jahren in Berlin spielt und von der meine Eltern mir vorschwärmen.
Vor kurzem las ich "Lady Africa" und langweilte mich so sehr, dass ich 50 Seiten vor Ende des Buchs aufhören musste. Das kommt tatsächlich selten vor. Normalerweise lege ich Bücher sofort weg, wenn ich merke mir gefällt es nicht. "Lady Africa" wurde jedoch so sehr gelobt, dass ich jede Seite hoffte es würde besser werden. Das war leider nicht der Fall. Aber man muss ja auch nicht alle Bücher mögen, nur weil sie gelobt werden ;)

Ich wünsche euch den wunderbarsten Mittwoch
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Bücherliste Januar

Irgendwie ist der Januar wahnsinnig schnell vorbei gegangen und gleichzeitig fühlte er sich an wie eine Ewigkeit. Büchertechnisch sah der Beginn des Jahres eher mau bei mir aus. Ich habe ganze drei Bücher gelesen und mich irgendwie auch sonst im Januar ein bisschen verzettelt.
Ich glaube für mich beginnt das neue Jahr offiziell im Februar und ich zähle den Januar einfach als Testphase. Die drei Bücher der Testphase stelle ich euch natürlich trotzdem vor.



1. Der Report der Magd von Margaret Atwood Das Buch ist vor kurzem als Serie verfilmt worden und hat mehrere Emmys sowie zwei Golden Globes gewonnen. Leider kann ich dazu gar nichts sagen, da die Serie in Deutschland nur bei EntertainTV ausgestrahlt wird. Das Buch fand ich sehr bedrückend. Ich habe ja ein Faible für Dystopien und "Der Report der Magd" ist im wahrsten Sinne des Wortes dystopisch.  Was mich allerdings störte sind die Kritiken, die das Buch mit Orwell oder Huxley gleichzusetzen versuchten. Während die beiden Aut…

Weihnachtsgrüße

Die Sache mit Weihnachten ist die: Wir haben unzählige Erwartungen an die Stimmung, an das Fest, an die Geschenke, an das Essen und die lieben Verwandten. Wir erwarten Schnee, Kälte, Romantik und das perfekte Ambiente für eine heimelige Kulisse.
Irgendwie muss alles perfekt sein, klappt ja auch bei all den Bloggern. Die haben schließlich nie Streit am Weihnachtsmorgen, der Baum ist perfekt dekoriert und alle sind immer schön. Also bitte her mit der Perfektion, die sich wie eine Tube Honig über die nächsten Tage ergießt und alles im Keim erstickt, was annähernd gut sein könnte. Steinbeck hat einmal geschrieben "Now that you don't have to be perfect you can be good"  In diesem Sinne wünsche ich euch keine perfekten Weihnachten, keine perfekt angezogenen Menschen, kein perfektes Essen, das erst einmal vier Stunden bewundert und fotografiert werden muss, und keine sich perfekt benehmenden Kinder.  Stattdessen wünsche ich euch Freude, Ausgelassenheit und eine tüchtige Portion…

Montagsmotivation: Mädelsabend

Am Freitag traf ich mich mit einem Pferdemädchen. Wer sich jetzt fragt "Was um alles in der Welt ist ein Pferdemädchen?" dem sei folgendes gesagt: Pferdemädchen sind die absoluten Powerfrauen, sie sind entzückend, wunderbar, authentisch und haben immer eine erfrischende und entdramatisierende Sichtweise auf die Welt. Warum das Pferdemädchen heißt würde jetzt wirklich zu weit führen, Fakt ist: Es gibt diese Frauen (und Männer).
Eines meiner liebsten Pferdemädchen und ich waren am Freitag Pizza essen. Den Termin machten wir vor sage und schreibe beinahe einem Monat aus, damit wir auch beide frei haben.
Und nachdem wir uns gegenseitig auf den neusten Stand brachten, kamen wir recht schnell auf ein Thema, das uns beide sehr beschäftigt. Entschleunigung.
Das ist ja auch immer so ein Wort zum Jahresanfang. Alle wollen plötzlich weniger machen, achtsamer sein und Selbstfürsorge betreiben. 
Macht sich ja auch ganz gut darüber zu reden und wir wirken alle unfassbar wichtig, wenn wir e…