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Montagsmotivation: Let's talk about Sugar, Honey

Wisst ihr wie viel ein Teelöffel Zucker wiegt? Nein? Es sind 4 Gramm. Woher ich das weiß? Tjaaaaaa Prokastination ist das Stichwort. Anstatt wie üblich den Nachmittag über meiner Arbeit zu brüten, beschloss ich nämlich vor einigen Tagen mir einmal einen Nachmittag frei zu nehmen.
Und was macht Fräulein Fuchs an einem Nachmittag? Richtig, sie schaut sinnlos youtube Videos sie sieht sich Dokumentationen an.
Genau das tat ich an diesem Nachmittag.
Ich setze mich ja schon sehr lange mit gesunder Ernährung auseinander und achte sehr darauf was ich zu mir nehme, doch ganz zufrieden war ich nicht.
Trotz Sportprogramm und ausgewogener Ernährung passierte bei mir nicht besonders viel und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich so große Portionen auf meine Teller häufe, dass davon bequem eine ganze Fußballmannschaft satt werden könnte und dann nach immer mehr Essen giere.
Das ist alles nicht schlimm, hält sich in Maßen und ich bin keinesfalls auf dem "Ich hasse meinen Körper" Trip. Nein, im Gegenteil. Ich mag mich genauso wie ich bin und bin sehr dankbar dafür, dass mein Körper mich jeden Tag aufs Neue so wunderbar begleitet.
Trotzdem wollte ich einmal etwas mehr darauf achten was und wie viel ich esse.
Und dann kam es wie es kommen musste. Ich traf mich mit einer lieben Freundin zum Kinoabend und wir teilten uns die kleine Portion Popcorn (Klein bekommt im Kino ja immer ungeahnte Dimensionen). Am nächsten Tag wachte ich mit riesigen Kopfschmerzen auf und war zu nichts zu gebrauchen. Folglich beschloss ich den Vormittag durchzuarbeiten und mir nachmittags freie Zeit zu gönnen.
Und so sah ich an diesem Nachmittag zwei Dokumentationen über Zucker, bei denen mir die Lust auf Süßes und Herzhaftes augenblicklich verging. 
Fed up beschäftigt sich mit adipösen amerikanischen Kindern und damit, wie durch die Lebensmittelindustrie immer mehr Zucker in Nahrungsmittel gegeben wird, die als vermeintlich gesund gelten. Dabei wird die These aufgestellt, dass es überhaupt nichts mit Willensschwäche zu tun hat, wenn man immer mehr Schokolade oder auch andere Lebensmittel im Übermaß isst, sondern damit, dass Zucker eben genau jene Wirkung hat. Er macht müde und träge und erzeugt das Verlangen immer mehr davon zu essen.

Die zweite Dokumentation hieß "That Sugar" und war zwar sehr lustig, aber auch erschreckend. Ein australischer Schauspieler, der seit 3 Jahren zuckerfrei gelebt hat, testet im Selbstversuch was passiert, wenn er jeden Tag 40 Teelöffel zu sich nimmt.
Und das ganze nicht über Chips und Cola, sondern über vermeintlich als gesund gekennzeichnete Lebensmittel.
Die Auswirkungen, die der Zucker auf seinen Körper (Fettleber und abdominales Fett lassen grüßen), seine Stimmung und seinen Allgemeinzustand hat, dokumentiert er dabei mit Hilfe von Ärzten und Ernährungsberatern.
Das wirklich erschreckende daran: Blutwerte etc waren bei ihm zu Beginn des Experiments besser als der Durchschnitt seiner Altersgruppe, am Ende seines 60 Tage Experiments lag er deutlich in der Risikogruppe für Diabetis, Hererkrankungen etc.
Natürlich waren beide Dokumentationen recht polemisch, aber sie brachten mich doch zum Nachdenken.
Besonders "That Sugar" ließ mich immer wieder schlucken.
40 Teelöffel klingt unglaublich viel, doch bereits bei einem Frühstück bestehend aus Frühstücksflocken mit fettarmen Joghurt und Saft war ein Großteil der Teelöffelanzahl bereits erreicht. Und das bevor der Tag überhaupt losging!

Das hat mich tatsächlich erschrocken. Tatsächlich ernähre ich mich nach der 80/20 Regel, sprich 80% super gesund und die restlichen 20% eher naja...
Dennoch ist mir erst durch die beiden Dokumentationen noch einmal bewusst geworden, wo sich der Zucker überall versteckt und welche Auswirkungen er hat. 
Also beschloss ich einen Selbstversuch zu starten.
Die Idee einer kleinen Entwöhnung geisterte mir schon länger im Kopf herum, und als das E-Book von Rachel Aust zum zuckerfreien "7-Tage-Detox Programm " im Angebot war, hatte ich es schon einmal gekauft.
Der Plan war also da und endlich auch die Motivation zur Umsetzung. 

Seit Samstag lebe ich also für  7 Tage zuckerfrei, komplett clean und sehr gesund. 
Das "Detox Programm" besteht dabei keineswegs ausschließlich aus Säften- das halte ich für großen Quatsch - sondern aus gesunden, vollwertigen Lebensmitteln.
Ich verzichte allerdings auf jegliche Form von Zucker sprich: kein Ahornsirup, Agavendicksaft, Stevia, Reissirup Gedöns und auch keine Fruchtsäfte, da der Fructosegehalt enorm hoch ist ohne dabei die wichtigen Ballaststoffe von Obst mitzuliefern.
Smoothies (in selbstgemacht) sind im Programm vorgesehen, bestehen aber größtenteils aus Spinat und Co.
Da das Obst ja püriert eingenommen und nicht komplett entsaftet wird ist das nämlich noch einmal etwas anderes.
Ebenfalls gestrichen sind Alkohol (und JA im Juli ist ständig irgendein Geburtstag) und "leere" Kohlehydrate in Form von Reis, Nudeln und Brot.
Das Ganze geht über sieben Tage, es ist also ein Ende absehbar, und ich bin sehr gespannt was das so mit mir anstellt.
Angeblich soll das alles ja dazu führen, dass man NIE WIEDER Heißhunger auf Süßes hat, wahnsinnig gesund ist und generell unsterblich wird. Das Übliche eben. ;)
Wir werden sehen.
Nächste Woche erzähle ich euch dann wie es insgesamt war.
Bisher kann ich sagen: Ich bin die Königin im Wasser trinken. 
Bis dahin: Sehr euch die Dokus an. Die sind wirklich gut. 
Besonders beeindruckt hat mich, dass unser Gehirn im MRT auf Zucker ebenso reagiert wie auf Kokain und dass kokainabhängie Ratten, wenn sie die Wahl zwischen Zuckerwasser und Kokain hatten, lieber das Zuckerwasser wählten.
Auch wie schnell man auf 40 Teelöffel Zucker am Tag kommt ist unglaublich. Und das ist nicht einmal schwer. Empfohlen werden übrigens für Männer nicht mehr als 9 Teellöffel am Tag. Frauen sollten es bei 6 Teelöffeln Zucker belassen. Das übersteige ich auch mit einer sehr cleanen Ernährung, bei der ich alles selbst zubereite schon mit meinem morgendlichen Glas Orangensaft, selbst wenn ich danach für den Rest des Tages komplett auf Zucker verzichte. 

Wer mehr über die biochemischen Zusammenhänge von Zucker, insbesondere Fructose erfahren möchte,dem empfehle ich zusätzlich den Vortrag von Dr. Lustig (leider nicht Peter mit Vornamen) oder, etwas einfacher gestaltet, dessen 20minütigen TED Talk zu dem Thema. 




Ich wünsche euch den wundervollsten Start in Woche
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

  1. Guten Morgen. :)
    Es ist echt gruselig und erschreckend, wenn man sich mal vor Augen führt, wie die Industrie und die Lebensmittelbranche einen da hinter's Licht führt. Und gerade für Leute mit Diabetes finde ich diese Scharlatanerie absolut tötlich. Da denkt man, dass man sich gesund ernährt und was ist? Pustekuchen!

    Lg Anna

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