Direkt zum Hauptbereich

Sommerliche Dessertparty

Bei der Gartenparty meiner Eltern war ich unter anderem für die Desserts zuständig.
Das ist eine etwas tückische Aufgabe, denn meine Familie isst zwar gerne und viel, was Dessertvariationen angeht haben wir jedoch nicht besonders viel in petto.
Meine Mutter zaubert eine wahnsinnig gute "Elfencreme", die zum Großteil aus Sahne und Zitrone besteht und einfach göttlich schmeckt.
Da ich Sahne jedoch nicht vertrage und auch etwas Süßes essen wollte, war es an mir etwas Neues zu kreieren.
Wunderbar, mit der Ausnahme, dass ich extrem pingelig bin und mir die meisten süßen Sachen nicht schmecken. Mit mir Kuchen zu essen ist übrigens eine kleine Katastrophe:
kein Streuselkuchen da er zu trocken ist,
nichts mit Sahne, weil ich das nicht vertrage,
KEIN KÄSEKUCHEN - Wer hat das erfunden???
Und bitte nichts allzu schweres...
Ich glaube ihr versteht was ich mit pingelig meine, oder?
Bei Desserts ist es ganz ähnlich.
Und so war es tatsächlich das Beste mir die Zubereitung der Süßspeisen zu überlassen. Wenn ich etwas koche, dann nur mit Zutaten, die mir schmecken.
Als ich mich ans Arbeiten machte leuchtete in meinem Kopf immer wieder das folgende Wort auf "TIRAMISU".
Allerdings, so finde ich, passt eine derartig schwere Süßspeise eher weniger gut zu einer Sommerparty. Und so experimentierte ich ein wenig und kreierte eine sommerliche Variation des italienischen Klassikers.
Statt Amaretto oder Kaffeelikör gab es Marillenschnaps und anstelle von Kakao und Espresso Mangopüree und geraspelte weiße Schokolade.
Ein Sommernachtstraum im wahrsten Sinne des Wortes. Und weil unter die Mascarponecreme auch Mango und Joghurt kommen, deklariere ich das Dessert als sehr gesund und unbedenklich.
(Wir ignorieren an dieser Stelle den Zucker)


Sommernachtstraum Tiramisu

Ihr braucht
500g Mascarpone
6 EL Griechischen Joghurt 
1 überreife Mango
100g Zucker (ich habe etwas weniger genommen, macht es einfach nach Geschmack)
1 TL gemahlene Vanille
1 Packung Löffelbiskuit
6-7 EL Marillenbrand (alkoholfreie Version: Orangensaft)
1 Tafel weiße Schokolade (Deko)
frische Beeren zum Dekorieren


Das macht ihr
Zunächst wird die Mango geschält und mit dem Stabmixer fein püriert.
Dann hebt ihr das Mangopüree unter die Mascarpone, vermischt diese mit dem Griechischen Joghurt, Zucker und der gemahlenen Vanille (schön abschmecken - das macht Spaß).
Dann beginnt ihr den Stapelspaß. Eine Schale mit Löffelbiskuit auslegen und diesen mit 2-3 EL Marillenbrand/Orangensaft beträufeln. Dann die Creme darauf verteilen. Eine erneute Schichte Löffelbiskuit, beträufeln, Creme usw. bis keine Zutaten mehr übrig sind. Die letzte Schicht sollte aus der Mascarponecreme bestehen. Darauf verteilt ihr frische Beeren. Wir hatten Physalis, Blaubeeren und Erdbeeren. Das war ein perfekter Mix.
Reibt die weiße Schokolade vorsichtig auf einer Käsereibe in feine Raspel (Die Schokoalde, nicht die Finger! Meine Eltern brachten mir vor einiger Zeit aus Italien diese Art Reibe mit, die macht sich großartig für so etwas) und streut die Raspeln vorsichtig über das Obst.
Voilà: Fertig ist der Sommernachtstraum 


Habt ihr ein sommerliches Dessert, das einfach immer passt und wenig Aufwand macht?
Mein zweites Dessert bestand übrigens größtenteils aus Creme Fine und geschmolzener Schokolade (weiß und 80% Kakao), bei der beide Cremes ineinander verstrudelt wurden.
Simpel aber wirkungsvoll ;).
Ich wünsche euch den wundervollsten Mittwoch
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…