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Du bist was du isst

Der ein oder andere wird vielleicht mitbekommen haben, dass ich derzeit bei meinen Eltern an der Ostsee bin.
Mein Aufenthalt hier beinhaltet jedes Mal aufs Neue Unmengen an gutem und leckeren Essen und die großartige Küche meiner Mutter. Das ist einzigartig gut und ich genieße den Aufenthalt hier sehr. Allerdings ist die Ernährung bei meinen Eltern etwas anders als bei mir in Leipzig.
Ich esse um einiges mehr an Kohlehydraten und auch Zucker ist in Form von Toffifee und Co. sind hier häufiger auf meinem Speiseplan als es in Leipzig der Fall ist. Nichtsdestotrotz achten wir sehr darauf uns ausgewogen und gesund zu ernähren.
Für das sonntägliche Frühstück bei Regen machen wir gebackene Bohnen auf Toast nach diesem Rezept statt aus der Dose (soooo gut und viel gesünder als die Dosenvariante). Und nach und nach haben sich einige Leipziger Gerichte auch hierher verirrt. Der Schlüssel während meines Aufenthalts hier ist Ausgewogenheit. Und das ist, wenn ihr mich fragt, das A und O gesunder Ernährung. 

Ich bin ein großer Fan der Videos von Melanie Murphy, einer Irin, die auf youtube einerseits Schminktutorials gibt (etwas das ich nie hinbekommen werde), andererseits jedoch auch sehr offen und authentisch über ihre Vergangenheit mit einer Essstörung spricht und sich stark für ein positives Körperbild und gegen Bodyshaming einsetzt. In ihren Videos betont sie immer wieder wie wichtig es ist aus dem Essen keine Religion zu machen, zu essen wenn man Hunger hat und dass die Welt nicht untergeht, wenn man einmal etwas zunimmt. 
Ich liebe die Art, wie sie sich dafür stark macht sich zu akzeptieren und zu lieben wie man ist und nicht den Selbstwert von Gewicht oder Figur abhängig zu machen.
Ich habe hier schon einmal einen Artikel dazu geschrieben, habe aber das Gefühl man kann das Thema gar nicht oft genug zur Sprache bringen.
Es gibt so viel mehr im Leben als das perfekte Gewicht, einen flachen Bauch und die angebliche Bikinifigur.
Ich bin ein Fan von gesunder und ausgewogener Ernährung, lasse Zucker meistens weg und bevorzuge gesunde Alternativen satt der herkömmlichen Süßigkeiten. Bin ich bei meinen Eltern und habe Lust darauf eine halbe Packung Toffifee zu verdrücken, dann mache ich das allerdings mit dem größten Vergnügen. Das Leben ist viel zu kostbar und viel zu kurz um sich permanent mit der eigenen Figur zu beschäftigen und einem Ideal hinterher zu hecheln, das man nie erreichen wird (Photoshop sei Dank!). 

Allerdings bin ich mir selbst auch zu schade dafür permanent nur Fertiggerichte und ähnliches zuzuführen und nicht darauf zu achten wie es meiner Gesundheit dabei geht.
Ich spüre ganz genau, wenn ich zu viel schwere und süße Sachen gegessen habe und bekomme dann richtig Lust in den nächsten Tagen viel Gemüse und kaum Kohlehydrate zu essen.
Aber ein Zwang und genaues Maß nehmen? Dafür ist mir mein Leben dann auch wieder zu wichtig.
Glaubt mir, nichts macht Lebensqualität und Genuss so schnell und nachhaltig kaputt wie die ständige Beschäftigung damit, was man wie viel warum essen darf und welche Gerichte "verboten"  und "böse" sind.
Meine heutige Montagsmotivation ist von daher recht einfach:
Geht gut mit euch um!
Achtet auf euch, euren Körper und eure Bedürfnisse und seid liebevoll zu euch.
Genießt, wann immer ihr könnt und hört auf euren Bauch. Er sagt euch ganz genau was er will und wann er satt ist. 

Gestaltet eure Leben und eure Teller bunt und durcheinander und verbietet dem schlechten Gewissen mit euch am Tisch zu sitzen! Denkt nicht in Kategorien von "verbotenen" und "erlaubten" Lebensmitteln, sondern achtet auf Abwechslung und Ausgewogenheit. Lebt voller Genuss!
Habt den wundervollsten und genussvollsten Start in die neue Woche 
Lotte

PS: Tolle Videos von Melanie Murphy zum Thema "Gesunde Ernährung" findet ihr hier und hier.

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