Direkt zum Hauptbereich

"Plant based" leben und ein neues Kochbuch für Genießer

Seit ich für einige Zeit wieder zurück nach Leipzig gekommen bin, ist mir aufgefallen, dass meine Ernährung sich drastisch verändert hat- 


(kurze Info am Rande, ich bin nur für einen Monat nach Leipzig zurück gekommen um einige Erledigungen zu machen, bevor ich wieder an die Ostsee fahre um ein paar Tage auszuspannen und dann bei den Vorbereitungen für eine große Familienfeier zu helfen)

Mehr und mehr habe ich mich von Milchprodukten und Fleisch losgesagt und inzwischen esse ich quasi durchgängig vegan oder vielmehr "Plant Based". Plant based deswegen, weil ich immer mal wieder Honig integriere und deswegen nicht behaupten kann den harten Kriterien eines veganen Lebens zu entsprechen. Und jaaaa ich geben zu, bin ich mit Freunden Pizza essen oder anderweitig unterwegs, ist an plant based auch nicht zu denken. Gib mir den Käse und die Schokolade Baby, aber so richtig. 
Bin ich allerdings zu Hause, und das ist dank Masterarbeit gar nicht so selten der Fall, gibt es bei mir weder Fisch noch Fleisch oder irgendetwas mit Milchprodukten. 
Das war gar keine bewusste Entscheidung sondern ist vielmehr rein intuitiv passiert. 
Und tatsächlich: Ich vermisse nichts.


Klar, ich mache es mir einfach, sobald ich großen Heißhunger auf mit Mozzarella überbackenen Camembert in Milchsuppe mit Parmesanhäubchen habe, dann tue ich mir keinen Zwang an. Bisher war das jedoch nicht der Fall. 
Natürlich ist es kompliziert beim ausgehen komplett pflanzlich basiert zu essen (Ja, das ist der deutsche Ausdruck, klingt bescheuert, ist aber so), deswegen entscheide ich mich in diesem Fall häufig für ein vegetarisches Essen, aber alles in allem macht pflanzlich tatsächlich Spaß. 


In den letzten Wochen habe ich mehr und mehr Dinge ausprobiert, Nährhefe für mich entdeckt und genieße die neuen und alten Rezepte sehr. 
Ob mein Essen komplett pflanzlich bleiben wird? Ich denke nicht. Wenn ich zu meinen Eltern fahre, lockt mich der frische Fisch und auch das ein oder andere Gericht mit Käse. 
Allerdings denke ich, dass ich bis auf wenige Ausnahmen in Form von diesen Spaghetti Bolognese und selbst gebeiztem Lachs, wahrscheinlich größtenteils vegetarisch leben werde. 
Das ist ja nun nicht unbedingt so neu, wir erinnern uns an diesen Post, aber in den letzten Jahren hat sich immer mehr Fleisch auf meinen Speiseplan geschlichen. Das möchte ich gerne wieder drastisch reduzieren. Die Zeit in der ich komplett vegan/plant based lebe ist quasi eine Art Überbrückung um mich ein wenig zu erden und meinen Konsum genau zu überdenken.

Ich gebe zu: Früher habe ich dem Denkfehler stattgegeben, dass vegane Ernährung langweilig und anstrengend ist und mit Genuss wenig zu tun hat. Wie falsch ich doch lag! 
Selten habe ich so viele neue Gerichte ausprobiert und mich so vielseitig ernährt wie in der jetzigen Zeit, in der ich eine rein auf Pflanzen basierte Ernährungsphase einlege. 
Besonders geholfen haben mir dabei die Rezepte der Bloggerin und Youtuberin Niomi Smart, die es schafft auf wunderschöne und charmante Weise die herrlichsten veganen Gerichte zu zaubern. 
Nachdem ich ihre Videos und einige Videos der irischen Zwillinge Happy Pear gesehen habe, war ich von meinen Vorurteilen vollständig kuriert.
Seither schwinge ich Kochlöffel um Kochlöffel und merke dass ich sogar wenn ich zum shoppen in der Stadt unterwegs bin (was tatsächlich etwas häufig passiert ist- shame on me) automatisch zu den gesünderen und veganen Alternativen greife, sobald ich Hunger verspüre. Wer will schon Fastfood, wenn er stattdessen einen Vollkornbagel mit Avocado und Hummus haben kann? ;)
Niomi Smart hat inzwischen ein Kochbuch geschrieben und nachdem ich ihre Rezepte schon ins Herz geschlossen hatte, bestellte ich ihr Buch und wartete wie ein Kind an Weihnachten auf dessen Ankunft. Leider ist es nur in Großbritannien heraus gekommen, aber für alle englischsprechenden Blogleser: Es lohnt sich!
Wer vegane und gesunde Alternativen zu Pizza, Maccaroni and Cheese und Eiscreme haben will: Niomis Buch ist perfekt.Mir hat es ja besonders der Linsensalat mit Fenchel angetan. Das Rezept dazu findet ihr übrigens auch bei Youtube.
Aber ich bin in den letzten Wochen auch selbst wieder etwas kreativer geworden und habe mich darin ausprobiert neue eigene Rezepte zu testen. 
Und allen Skeptikern unter euch rufe ich zu: Probiert euch aus, versucht neue Dinge, macht etwas Verrücktes. Ihr werdet überrascht sein wie viel Spaß das machen kann. 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen herrlichen Tag
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…