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Herbstliebelei: Die besten Brötchen für die windige Jahreszeit

Es gibt eine Sache, die ich im Herbst in Leipzig vermisse. Versteht mich nicht falsch, Leipzig ist im Herbst ein echter Traum: Das Laub färbt sich bunt, die Parks sind noch immer voller Menschen und die Eichhörnchen im Clara Park flippen ein bisschen aus, aber dennoch- eine Sache vermisse ich in Leipzig schmerzlich. Es sind die süßen Kürbisbrötchen einer norddeutschen Bäckerei, die es hier an der Ostsee, überall gibt. Leider sucht man sowohl die Bäckerei als auch die herrlich duftigen und leichten Kürbisbrötchen in Sachsen vergeblich.
Welch eine Schmach, da sie so wunderbar in den Herbst passen.
Aber dem ist seit Neustem Abhilfe geschaffen, denn für alle nicht Norddeutschen unter uns habe ich kurzerhand ein Rezept ersonnen, das süße Kürbisbrötchen in ganz Deutschland garantiert. 



Süße Kürbisbrötchen für himmlische Momente

Das braucht ihr

250 ml Milch (für Veganer Pflanzenmilch)
75g Butter oder Magarine (für Veganer: Die Deli Magarine ist fantastisch)
500g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
50g Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Schale einer halben Zitrone
1 Prise Salz
1 Ei (Veganer können das durch aufgequollene Chiasamen ersetzen)
1/4 Hokkaidokürbis grob geraspelt
2 EL Margarine zum Bestreichen



Das macht ihr

Erwärmt die Milch und lasst die Butter/Magarine darin schmelzen. Vermischt das Mehl gründlich mit der Hefe und gebt nach und nach alle anderen Zutaten dazu. Knetet den Teig gründlich mit den Knethaken des Handrührgeräts. Es soll ein typischer Hefeteig entstehen. Mein Teig war ein wenig klebrig, sodass ich noch etwas Mehl hinzugefügt habe.
Lasst den Teig solange ruhen bis er sich sichtbar vergrößert hat.
Dann formt ihr kleine Brötchen, die ihr, nachdem ihr sie mit etwas zerlassener Margarine bestrichen habt, nochmals auf einem Backblech gehen lasst.
Heizt den Backofen auf 180°C (Umluft) vor und lasst die Brötchen etwa 25 Minuuten backen. Sie sollen goldbraun und ein bisschen knusprig sein. 

Die Brötchen eignen sich perfekt für das morgendliche Frühstück. Wir haben sie noch einmal kurz im Ofen erwärmt und mit Butter und Pflaumenmus genossen. Das war wunderbar herbstlich. Aber auch zum nachmittäglichen Tee (Ja, meine Hobbitfamilie hat einen Vier Uhr Tee fest eingeplant) sind sie einfach perfekt. 
Durch das Dinkelmehl sind sie sehr vollmundig und etwas gesünder als die Variante vom Bäcker. Dem Geschmack tut es jedoch keinen Abbruch. Sie wurden sogar einstimmig als besser bewertet, als das Bäckereiäquivalent. 


Habt ihr auch ein bestimmtes Essen, das besonders zum Herbst gehört? Oder ist es ein gewisses Getränk eine bekannten Kaffeekette? Ich persönlich habe ja eine heimliche Schwäche dafür. Aber dazu dann mehr in der nächsten Woche.
Ich wünsche euch einen herrlich herbstlichen Mittwoch
Lotte






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