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London Calling

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich heute einen Post zu der Wahl in den USA machen soll, mich dann allerdings bewusst dagegen entschieden.
Derzeit gibt es derartig viele Debatten und Statements zum Wahlausgang, dass man schier davon überflutet wird. Ich denke das Thema ist entsprechend abgedeckt und Informationen, Meinungen und Stimmungsbilder gibt es unzählige.
Dementsprechend wende ich mich heute erfreulicheren Themen zu, wie dem Kurztrip nach London, den ich letztes Wochenende mit zwei Freundinnen machte.

Um ehrlich zu sein: London war mein erster Urlaub in den letzten zwei Jahren und er ging genau 3 Tage- also mehr oder weniger. Das klingt reichlich bitter, entstand aber einfach dadurch, dass der letzte Jahresurlaub mit meinem damaligen Freund aufgrund der Trennung ins Wasser fiel und Zeit in den letzten Zügen des Masterstudiums ein knappes Gut war.
Umso schöner war es einige Tage mit den Mädels wegzufahren, zumal ich am Tag vor dem Abflug meine endgültige Abschlussnote erhielt und auch für den Umzug alles geklärt war-
Der beste Zeitpunkt um Urlaub zu machen (wir ignorieren an dieser Stelle, dass ich Kisten packen muss)


Wir flogen am Freitag nach London und blieben bis Montagnachmittag. Ein kurzer Zeitraum, in den wir jede Menge Aktionen (und Sekt aus dem Duty Free Shop) packten.
Herrlich, lustig und voller schöner Momente war London kurz gesagt bezaubernd. Wir flippten ein bisschen aus als wir am Flughafen das erste Mal den britischen Akzent hörten, suchten eine Stunde lang die Bushaltestelle für unser Hostel und genossen die Zeit zu Dritt in vollsten Zügen.
Touristische Orte wie den Buckingham Palace oder den Tower ließen wir komplett außen vor und konzentrierten uns auf all die Dinge, die uns begeisterten. Ein bisschen was dazu wollte ich euch näher bringen.

So besuchten wir am ersten Tag den Borough Market, Londons ältesten Markt (ok auch ein bisschen touristisch aber wunderschön), verbrachten mehrere Stunden in der Tate Modern und suchten schließlich Covent Garden und Byrons Burger heim. Abends gingen wir sehr günstig ins Musical (das Zauberwort heißt TKTS) und bewunderten aus schwindelerregender Höhe Charlie und die Schokoladenfabrik.


Der nächste Tag stand ganz im Zeichen eines Nerdgasmus. Tatsächlich hatten wir Karten für die
Harry Potter Studio Tour gekauft und genossen es uns völlig der magischen Welt von J.K. Rowling hinzugeben. Tatsächlich gibt es nächste Woche einen eigenen Post zur Zauberwelt. Nach Hobbiton und Weta Cave war es das zweite Set, das ich besuchte und ich muss sagen: Großartig.
Völlig ausgehungert machten wir uns über vegetarisches indisches Essen in Soho her und genossen den Luxus britischer Superfoods in diversen Geschäften. Oh für Foodblogger ist London das wahre Paradies. Da bereits der gesamte Tag im Zeichen der Nerds stand, konnte ich nicht umhin ein wenig weiter zu gehen. Die Baker Street 221B steht nun einmal fest im Programm eines jeden Sherlock Holmes Fans und auch wenn das Museum am Abend bereits geschlossen war, konnte ich immerhin ein wenig verträumt auf die Eingangstür starren.


Tatsächlich hieß es bereits am Montag schon wieder Abschied nehmen. Unser Bus zu Flughafen ging jedoch zum Glück erst um 15Uhr, sodass wir durchaus noch Gelegenheit hatten das hippe Szeneviertel Camden zu besuchen. Hier reihen sich Punks an Gruftiläden, es gibt einen herrlichen Markt und alles wirkt viel bunter und wilder als im sonst sehr beschaulichen London. Camden war großartig, quirlig und voller Leben, sodass es schade war, dass wir nur wenig Zeit zur Verfügung hatten (was auch daran liegen kann dass eine bestimmte Mitreisende mit roten Haaren gerne nach Kings Cross wollte... ;)) Sobald ich wieder nach London komme, werde ich einen ganzen Tag dort verbringen müssen- es führt leider kein Weg daran vorbei.



Ein paar Worte zu London.
1) Mit der Oyster Card kann man großartig das Londoner Verkehrsnetz nutzen. Wir sind mit 20 Pfund für 3 Tage hingekommen, was gar nicht schlecht ist.
2)London ist teuer. Diese Tatsache bereits von Anfang zu akzeptieren erspart viel schlechte Laune
3)Wunderbar übernachten kann man im Hostel Palmers Lodge. Es ist in der Nähe von Swiss Cottage und hat eine perfekte Ausgangslage um die Stadt zu erkunden, an die dreistöckigen Hochbetten musste ich mich erst gewöhnen, aber das Hostel ist sehr sauber und wirklich wunderbar.
4) Streetfood in London ist der Wahnsinn. Die Märkte sind unglaublich schön und es lohnt sich auf jeden Fall sie zu besuchen
5) Treiben lassen. Wie in allen anderen Städten der Welt gibt es nichts schöneres, als sich einfach treiben zu lassen und zu sehen wohin der Weg führt. London sorgt immer für eine Überraschung.


Was sind eure Favoriten in London? Ich bin jedes Mal aufs Neue von dieser wundervollen Stadt begeistert und liebe es einfach sie zu erkunden.
Großartig finde ich ja bis heute die Möglichkeit Museen kostenlos zu besuchen und ich muss sagen: Die Tate Modern ist auf jeden Fall einen Abstecher wert.
Ich wünsche euch den schönsten Start ins Wochenende
Liebste Grüße
Lotte



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